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Gleich zweimal WM-Bronze

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Der Bergener Lukas Bombik (links) feierte mit dem deutschen Teamarzt Dr. Roland Schachler seine Erfolge bei der WM in Bogota: Bombik holte zweimal Bronze.

Der deutsche Ju-Jutsu-Bundeskader wollte optimal vorbereitet in die Weltmeisterschaft starten, deshalb reisten die Sportler und Betreuer – darunter auch der Bergener Lukas Bombik – bereits eine Woche vorher nach Kolumbien an, um sich zu akklimatisieren. Und das war auch nötig, schließlich liegt der Wettkampfort Bogota auf 2600 Höhenmeter und der Höhenunterschied machte den Sportlern bei Belastungen durchaus zu schaffen. Und noch dazu gab es eine Zeitverschiebung von sechs Stunden. Lukas Bombik steckte all das bestens weg und holte sich gleich zwei Bronzemedaillen – einmal im Einzel, einmal mit dem Team (wir berichteten bereits kurz). »Ein Riesenerfolg«, freute er sich.


Im ersten Kampf musste Lukas Bombik gegen einen Athleten aus Kolumbien antreten, der den Heimvorteil natürlich nutzen wollte. Doch die Punkte machte von Anfang an der Bergener. Er erarbeitete sich einen deutlichen Vorsprung und siegte vorzeitig mit technischer Überlegenheit.

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Der Lauf hatte erst ein Ende, als Bombik im Halbfinale auf einen Russen traf. Zu Beginn setzte Bombik noch die deutlicheren Treffer und lag bis eine Minute vor Schluss knapp in Führung. Der Gegner gab aber plötzlich nochmals Gas, kämpfte gut und auch engagiert – aber auch extrem unkontrolliert. Aus Sicht des deutschen Teams war es unverständlich, dass sein Kampfstil nur ein einziges Mal von den Kampfrichtern sanktioniert wurde. Bombik trug in dieser Phase des Kampfs ein Veilchen und eine dicke Nase davon – solch unkontrollierte Kopftreffer sind im Regelwerk des Ju-Jutsu eigentlich verboten. Aber so konnte der Russe sich in den letzten Sekunden des Duells noch den knappen Sieg sichern.

Somit ging es für Lukas Bombik im nächsten Kampf um die Bronzemedaille – und er ging in das Duell gegen einen Slowenen gehandicapt. Denn er zog sich im Halbfinale auch eine Knieverletzung zu. Sein Gegner war topfit und gut vorbereitet. Doch der Bergener zeigte sich unbeeindruckt: Er setzte seinen Gegner unter Druck und punktete stark. Der Slowene gab in den letzten Sekunden nochmals alles, konnte sich jedoch nicht mehr nennenswert durchsetzen. Somit sicherte sich Bombik mit 24:7 souverän Bronze. Für ihn war's nach zahlreichen Erfolgen in der U 21 und bei den Senioren nun die erste WM-Platzierung bei den Senioren.

Tags darauf ging es für Lukas Bombik mit dem Team weiter. Nach einer unglücklichen Niederlage gegen Belgien im Halbfinale konnte sich die deutsche Truppe im Kampf um Platz drei gegen das kasachische Team durchsetzen und sich somit auch hier verdient die Bronzemedaille sichern. fb

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