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Sarah Schönfelder von Triathlon Grassau gewann das Mitteldistanzrennen beim City-Triathlon in Frankfurt souverän. (Foto: Ingo Kutsche)

Gleich zwei Siege für das Selbstvertrauen

Ihr Plan wäre eigentlich ein anderer gewesen: Doch nach der kurzfristigen Absage des Ironman 70.3 in Dresden disponierte Sarah Schönfelder von Triathlon Grassau kurzerhand um – und schlug zweimal eiskalt zu! Die junge Triathletin, die ihre erste Saison als Profi bestreitet, gewann sowohl das Rennen in Beilngries als auch den Wettkampf in Frankfurt. »Ich bin auf jeden Fall zufrieden«, resümierte sie im Gespräch mit unserer Sportredaktion. »Und ich habe viel Selbstvertrauen tanken können.«


In Beilngries startete Schönfelder über die Olympische Distanz (1,5 km Schwimmen, 39,2 km Radfahren, 10 km Laufen) und ließ die Konkurrenz dabei alt aussehen. Die 22 Jahre alte Studentin aus Marquartstein kam nach 2:08:56 Stunden mit deutlichem Vorsprung als Erste über die Ziellinie. Elena Illeditsch, die sich nach ihrer Corona-Erkrankung gerade wieder im Formaufbau für die Ironman-WM auf Hawaii befindet, landete mit deutlichem Abstand auf Rang zwei (2:12:00 Stunden). Dahinter reihte sich noch Margrit Elfers (2:14:06) ein.

Beim Frankfurter City-Triathlon startete Sarah Schönfelder zum ersten Mal und durfte sich gleich bei ihrer Premiere dort in der Siegerliste verewigen. Sie gewann das Rennen der Frauen über die Mitteldistanz (2,0 km Schwimmen, 80 km Radfahren, 20 km Laufen) in starken 3:49:55 Stunden. Schönfelder landete damit im Gesamtklassement – also auch mit den Männern – auf dem hervorragenden 14. Rang!

Beim Radfahren – es war ein Rundkurs á 20 km, der viermal zu fahren war – wurde sie »extrem ausgebremst«, fand sie. »Aber da wurde es auf der Strecke eben kurzzeitig auch extrem voll.«

Hoch zufrieden war sie dann aber erneut mit ihrer Laufleistung. Sarah Schönfelder lieferte sich nach dem zweiten Wechsel noch ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der Zweitplatzierten Katharina Grohmann, doch diese konnte sie in der letzten Disziplin schnell distanzieren. Am Ende lief sie noch einen Vorsprung von 1:38 Minuten auf die Konkurrentin heraus. »Das hat schon gut getan«, lachte Schönfelder, die nach 3:55:16 Stunden glücklich ins Ziel kam. Stark war auch die Leistung ihres Lebensgefährten Michael Windbichler, der ebenfalls für Triathlon Grassau startet. Er war in Frankfurt auch über die Mitteldistanz gefordert und finishte in einem stark besetzten Feld – es waren mehrere Profis dabei – als Gesamtelfter in 3:49:58. Windbichler wurde in seiner AK Vierter.

In den nächsten Wochen hat Sarah Schönfelder jetzt ein strammes Programm vor sich: Sie wird erneut beim legendären Allgäu Triathlon am Sonntag, 21. August, über die Mitteldistanz starten, ehe sie exakt eine Woche später auch bei der Challenge Zell am See – ebenfalls ein Mitteldistanz-Rennen – dabei sein wird. »Ich habe noch nie zwei Mitteldistanzen innerhalb einer Woche gemacht. Ich muss schauen, wie das mein Körper verkraftet«, setzte sie sich im Vorfeld nicht zu sehr unter Druck.

Im Allgäu ist Sarah Schönfelder übrigens Titelverteidigerin. Die Konkurrenz in diesem Jahr ist aber groß – unter anderem hat die deutsche Top-Triathletin Daniela Bleymehl ihren Start angekündigt und Schönfelder freut sich schon auf das Duell: »Mit ihr am Podest zu stehen, das hätte schon was.«

SB

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