Gibt es in diesem Jahr doch einen realen Lauf in Traunreut?

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Solche Bilder wird es auch in diesem Jahr aus Traunreut nicht geben. Dennoch könnte sich die ARGE Werbegemeinschaft einen Lauf in Traunreut in Zeiten der Corona-Pandemie vorstellen. Dazu erarbeitete sie jetzt ein umfassendes Konzept. (Foto: Weitz)

Der Traunreuter Stadtlauf wird auch in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie nicht wie gewohnt über die Bühne gehen können. Die ARGE Werbegemeinschaft Traunreut teilte aber bereits Anfang März mit, dass es auf jeden Fall eine virtuelle Auflage des beliebten Laufs geben wird. Im Hintergrund laufen aber auch parallel dazu Planungen, ob es am 2. Juli nicht doch auch eine Veranstaltung direkt vor Ort geben könnte. Darüber informierten die Organisatoren nun in einer weiteren Pressemitteilung.


Klar ist: Am Veranstaltungswochenende (2. bis 4. Juli) können angemeldete Teilnehmer einen 7-km-Lauf auf einer beliebigen Strecke absolvieren und danach die Ergebnisse sowie Bilder über eine App teilen. Die Platzierung und die persönlichen Urkunden können im Anschluss online heruntergeladen werden.

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Die ARGE Werbegemeinschaft erarbeitete jetzt aber eben auch ein Veranstaltungskonzept für einen Wettkampf vor Ort. Unter Einhaltung strenger Hygiene- und Schutzmaßnahmen könnte dieser parallel zum virtuellen Lauf stattfinden, sofern es die dann geltenden Corona-Regeln auch erlauben. »Es war uns wichtig, alle Möglichkeiten auszuloten und Aufwand und Nutzen abzuwägen, bevor wir eine finale Entscheidung treffen«, betonte der Vorstand, der den »Mehraufwand gerne in Kauf genommen hat«. Unterstützung erhielt der Verein von der SAS-Zeitmesssysteme. Mit dem langjährigen Dienstleister des Traunreuter Stadtlaufs habe man einen erfahrenen Partner an seiner Seite, der Laufveranstaltungen dieser Art im vergangenen Herbst bereits erfolgreich begleitete.

Das erarbeitete Konzept weicht corona-bedingt stark von der bekannten Laufveranstaltung ab. So würde die Laufstrecke etwa nicht durch den Traunreuter Stadtkern führen. Stattdessen wäre ein Start im Bereich des TuS vorstellbar, der dann im weiteren Verlauf aus dem Stadtgebiet führt. Auch auf Zuschauer und Siegerehrung müsste verzichtet werden. Gestartet wird nur in Blöcken und nach vorheriger Online-Anmeldung. Die Teilnehmerzahl wäre beschränkt. Eine Nachmeldung am Tag der Veranstaltung gäbe es nicht. Sämtliche Unterlagen wie Startnummer, Transponder und Informationen zum Lauf müssten vorab per Post versendet werden, um Kontakte und Personenansammlungen zu vermeiden. Sogar ein negativer Corona-Test könnte zu den Teilnahmebedingungen gehören. »Das Veranstaltungskonzept hat nichts mit dem Traunreuter Stadtlauf zu tun, den wir kennen und lieben«, hob der Veranstalter hervor. Dennoch zieht die ARGE Werbegemeinschaft in Betracht, diese Option zu ziehen. Sie entscheidet aber nicht allein über die Durchführung. »Ohne die Unterstützung der Stadt und den treuen Sponsoren hätte sich der Lauf nie so positiv entwickelt.« Deshalb werden natürlich auch sie zu Rate gezogen, wenn es um die Abwägung geht, ob eine Veranstaltung dieser Art Sinn macht. Zudem muss die nächsten Wochen jetzt auch erst einmal die Corona-Entwicklung im Landkreis abgewartet werden. »Die Gesundheit unserer Mitarbeiter, Helfer und Läufer hat für uns höchste Priorität«, betonte der Vorstand.

Die Vorbereitungen für den ersten virtuellen Traunreuter Stadtlauf laufen indes bereits auf Hochtouren. Neben dem Laufwochenende, an dem die Zeitmessung erfolgen muss, wird es auch die Wochen vor der virtuellen Laufveranstaltung Anregungen für das Training und Tipps zur Vorbereitung auf den Lauf für alle Läufergruppen – vom Anfänger bis zum Hobby-Athleten – geben. Auch einzelne dezentrale Events rund um das Thema Sport und Fitness sind laut Veranstalter vorstellbar.

fb/SB

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