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»Gestandener Gegner« zu stark für den SVK

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Er musste diesmal mit dem SV Kirchanschöring eine klare Niederlage hinnehmen: Luca Schmitzberger (am Ball). (Foto: Butzhammer)

Es hätte das vorletzte Testspiel der Gelb-Schwarzen vom SV Kirchanschöring vor dem Re-Start der Bayernliga-Saison im September werden sollen. Doch bekanntlich soll dieser nun erst Mitte September erfolgen. Mit 0:5 (0:2) unterlagen die SVK-Kicker dem Regionalligisten SV Schalding-Heining. Dessen Co-Trainer Mario Walter zeigte sich zufrieden. »Unsere Vorstellung war, dass hinten wieder die Null steht.«


So habe es die Mannschaft in den letzten Testspielen geschafft, »wenig zuzulassen.« Hinten souverän zu stehen sei wichtig, ebenso wie sich nach vorne dann Chancen zu erarbeiten und sich dabei zu belohnen. Wie der Regionalligist mit dem verschobenen Re-Start vorgeht? »Wir werden das Training strecken, die Steuerung zurückfahren«, sagte Walter. Zudem gebe es ein Testspiel weniger, »ansonsten hätten wir zwei gehabt«, sagte Walter.

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Die Spannung wird nun »heruntergefahren, um sie rechtzeitig wieder hochfahren zu können.« So wird es nicht nur den Schaldingern gehen. Ob und wann es losgehe »könne derzeit sowieso niemand sagen«, weiß auch Walter.

Natürlich sei über den verschobenen Start Enttäuschung da, er hoffe zumindest, dass es weitergehe, »aber die Gesundheit geht vor.« In Schalding wäre ein Start der Regionalliga ohne Zuschauer – übrigens genauso wie in Kirchanschöring in der Bayernliga – »undenkbar«. Dies sind klare Ansagen in Richtung des BFV in München, wo die Verbandsverantwortlichen residieren und sich mancher vielleicht doch sogar Amateurfußball ohne Zuschauer vorstellen kann.

In der 27. Minute führten die Gäste aus Schalding einen Freistoß schnell aus, Fabian Schnabel schob zum 0:1 ein. Spätestens da war klar, dass bei den Hausherren vom SVK der »zweite Anzug« noch nicht richtig passt. Vier Minuten später war Schaldings-Torwart Simon Busch bei einem Schuss von Albert Deiter zur Stelle (31.), Lukas Birner verzog links am Schaldinger Kasten vorbei (33.). Stefan Schönberger verhinderte noch das 0:2 gegen Tobias Stockinger (35.), dann traf nach einer Flanke von links allerdings Markus Gallmaier ins kurze Eck (36.) - 0:2.

Nach dem Seitenwechsel dauerte es bis zur 64. Minute, ehe Maxi Tiefenbrunner das 0:3 erzielte. Tobias Schild wäre mit einem Schuss aus fast 35 Metern beinahe ein Treffer für den SVK gelungen (67.), doch schon im Gegenzug traf erneut Tiefenbrunner zum 0:4 (67.). Beim 0:5 staubte Andreas Jünger in der Mitte ab (83.).

»Das Ergebnis hätten wir zwei Tore niedriger halten können«, bemängelte SVK-Trainer Seppi Weiß. Einige Spieler hätten mehr nach hinten arbeiten müssen, »die haben die anderen im Stich lassen.« Das sei in einigen Situationen so gewesen. Trotz einiger Ausfälle beim SVK sei er natürlich nicht damit einverstanden, »aber das wissen die Burschen.«

Weiß wurde daher merklich lauter am Spielfeldrand. Er beklagte, das gehe so nicht – und das habe er der Mannschaft auch gesagt. In den ersten 25 Minuten dagegen »haben wir richtig gut gespielt«, lobt er. Da habe seine Mannschaft die Ruhe bewahrt und wieder gut von hinten herausgespielt. »Da waren wir gut im Spiel drin.«

Aber: »Beim ersten Gegentor haben wir nicht aufgepasst«, bemängelte Weiß. »Wenn wir uns vor den Ball stellen, passiert das nicht.« In der zweiten Halbzeit kam bei Schalding der »zweite Anzug«, dennoch »kamen wir nicht mehr richtig in die Zweikämpfe.« Da habe man gesehen, dass es bei Spielern, die noch nicht so weit seien, gegen solch einen Gegner »eben noch nicht alles so funktioniert.«

Es sei aber eine gute Übung für die jungen Akteure, aus so einem Spiel zu lernen. Aus den Fehlern und Unzulänglichkeiten müsse jeder seine Schlüsse ziehen. Das könnten die Spieler nur schaffen, wenn sie es »live miterleben. Wenn ich die auf der Bank lasse und nicht reinbringe, werden die nie daraus lernen«, so der SVK-Coach. Am Ende »tut uns sogar so ein 0:5 gut, weil man genau das dann sieht.« Schalding sei eben ein gestandener Gegner, habe schnelle Leute und das Ziel »den Klassenunterschied über längere Zeit nicht sehen zu lassen, das haben wir heute verfehlt.« mw

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