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Gesetzte geben sich in der ersten Runde keine Blöße

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Auch er ist heuer beim Waginger-See-Pokal am Start: Der Sieger von 2015, Daniel Baumann. (Foto: Weitz)

Der Waginger Tennis-SeePokal – dotiert mit 5000 Euro – ist gestern bei besten Bedingungen gestartet worden. »Alles läuft optimal, es waren einige harte Kämpfe vor allem in der Qualifikation dabei, wir freuen uns aufs Achtel- und Viertelfinale am Freitag«, sagte Turnierchef Marcus Kleißl. Die Gesetzten gaben sich zum Start keine Blöße.


Das Feld kann sich wahrlich sehen lassen, denn die Sieger der vergangenen drei Jahre sind dabei. Da ist der an eins gesetzte Stephan Hoiss (Reutlingen) als Titelverteidiger sowie Jan Poskocil (Bad Wörishofen/Nr. 5) als 2016-Sieger und Daniel Baumann (Ludwigshafen/ungesetzt), der als 2015-Gewinner die vierte und letzte Wildcard vom Turnierdirektor bekam. Die Erstrundenspiele der Waging-Sieger liefen gestern bei Redaktionsschluss allesamt noch.

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Beendet waren aber die Partien in der unteren Hälfte, wo auch einige Favoriten aufschlagen. Hier waren die Gesetzten obenauf. So gewann die Nummer zwei des Turniers, Sebastian Prechtel (Starnberg) nach Aufgabe von Dario Drebenstedt (TC Heuberg). Prechtel hatte den ersten Satz bereits 6:0 gewonnen.

Philipp Regnat (Ingolstadt) hatte beim 6:2, 6:2 gegen Tim Hofmann (TV Neukirchen) auch keine Probleme. Und Henry Zick (Luitpoldpark München) konnte Kräfte sparen, denn sein Gegner Luca Ockernahl, der als Lucky Loser aus der Qualifikation kam, musste nach nur einem Spiel die Segel streichen.

Pech hatte Lokalmatador Hias Baumgartner vom TSV Teisendorf. Der Neffe von Sepp Baumgartner, der den Seepokal 1981 und 1982 gewinnen konnte, hatte in der Qualifikation zunächst ein Chiemgau-Derby zu bestreiten. Gegen den schon 49-jährigen Michael Koplinger (Grassau) setzte er sich glatt mit 6:0, 6:1 durch, musste dann im Quali-Finale aber über drei Sätze gehen. Gegner war Thomas Vogt, ein alter Bekannter in Waging. Der 38-Jährige spielt für den TC Rot-Weiß Eschenried, aber Baumgartner war an diesem Tag zu stark. 5:7, 6:4, 6:3 hieß es in dem Oldie-Duell, denn der Sieger ist auch schon 33 Jahre.

Baumgartner schlug also gestern im Hauptfeld auf und hatte Lospech, denn er traf auf den an vier gesetzten Marcel Stickroth aus Regensburg. Und Baumgartner lieferte wieder einen großen Kampf. Er zwang den großen Favoriten in einen dritten Satz, der dann aber an den Regensburger ging. Mit 6:1, 4:6, 6:1 konnte der 22-Jährige eine Blamage gerade noch verhindern.

Stark besetzt war auch heuer wieder das Qualifikationsfeld. Am Mittwoch und Donnerstag wurde um die begehrten acht noch freien Plätze im 32er-Hauptfeld gekämpft. Zwei heimische Spieler kamen durch und zeigten dabei großartige Leistungen. Neben Baumgartner war dies Sven Lucha aus Garching/Alz, der für den TV Altötting spielt. Er hatte in der ersten Runde ein Freilos, setzte sich dann gegen Timo Föhl (TV Reutlingen) deutlich mit 6:2, 6:1 durch.

Lucha, immerhin schon 39 Jahre, behielt dann auch im Quali-Finale die Nerven und lieferte einen tollen Dreisatzkampf. Mit 3:6, 6:2, 6:4 eliminierte er den gesetzten Michael Sperl (GW Luitpoldpark München). Gestern war für Lucha dann aber Endstation. Im Hauptfeld scheiterte er am nur halb so alten Noah Thurner (TC Friedberg) mit 2:6, 5:7. Im 2. Satz roch es sogar nach einer Überraschung. kk