weather-image
28°

Gernhäuser entscheidet das Chiemsee-Derby

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Er brachte Gastgeber TSV Grabenstätt im wahrsten Sinne des Wortes »zu Fall«: Michi Gernhäuser (rechts, hier im Duell mit Christopher Thomas), der für den SV Seeon/Seebruck den entscheidenden Treffer markierte. (Foto: Wirth)

Der Tabellenführer der Fußball-Kreisklasse Gruppe I, der SV Seeon/Seebruck, bleibt auf Erfolgskurs. Der SVS tat sich bei der Auswärtspartie am 18. Spieltag in Grabenstätt enorm schwer, entführte aber durch das Tor des Tages von Michi Gernhäuser zehn Minuten vor dem Ende die Punkte. Es war das 14. Saisontor von Gernhäuser, der damit das Chiemsee-Derby für seine Farben entschied.


Die Gäste traten zum vierten Mal in Folge mit der selben Startelf an, nur an der Linie gab es einen Wechsel. Co-Trainer Erik Hastenteufel übernahm das Amt für den erkrankten Ralf Rößler. Dass es ein schwerer Gang werden sollte, war dem Tabellenführer von vorneherein klar, schließlich hatte man sich in der Vergangenheit am Eichbergfeld auch immer schwer getan.

Anzeige

So auch diesmal. Zwar hatte der Spitzenreiter eine optische Überlegenheit, kam aber nur selten vor das Tor. Gastgeber TSV Grabenstätt, der um den Klassenerhalt kämpft, spielte lange Bälle nach vorne, hatte aber dabei auch gute Gelegenheiten. Bei den Gästen war es immer der letzte Pass, der zu ungenau kam, Michi Gernhäuser und Christian Zehetmaier wurden bei den Vorstößen gestoppt, Sebastian Axthammers Fernschuss war sichere Beute von Martin Spiegelberger im TSV-Kasten.

In der 21. Minute war Gästetorhüter Christoph Weidinger gefordert, er war bei einem Freistoß von Nicolas Eckl auf dem Posten. Zehn Minuten später trat Eckl eine Ecke, der heranrauschende Manuel Schnurrer verfehlte nur knapp per Kopf das Gehäuse. Kurz vor der Pause spritzte Tommi Mitterer in eine Unachtsamkeit der Heimelf, luchste Spiegelberger das Leder ab, scheiterte aber im zweiten Versuch.

Nach dem Seitenwechsel spielte sich die niveauarme Partie weitgehend zwischen den Strafräumen ab, Grabenstätt hatte in der 56. Minute aber eine Großchance. Weidinger wehrte zweimal ab und mit dem erneuten Nachschuss verfehlte Alex Bondariu das Ziel.

Nachdem es mit spielerischen Mitteln nicht funktionierte, nahm Michi Gernhäuser aus 25 Meter Maß und zwang Spiegelberger zu einer Glanztat – der Schlussmann lenkte den Ball über den Querbalken (61.). Mehr Schwung brachten die eingewechselten Marco Erber und Philipp Eder auf Gästeseite. Erber tankte sich gleich am rechten Flügel durch, seine Hereingabe verfehlte Mitterer mit einem Flugkopfball nur um Haaresbreite (68.). Eder erzielte ein Tor, es wurde aber richtigerweise wegen Foulspiels nicht anerkannt (75.).

Zehn Minuten vor dem Ende fiel dann doch noch die Entscheidung. Erbers weiten Einwurf verlängerte Mitterer per Kopf und Gernhäuser schmetterte das Leder aus sieben Meter per Dropkick unter den Querbalken. Fazit: Ein Arbeitssieg für die Gäste, und Trainer Erik Hastenteufel war erleichtert: »Das waren eminent wichtige Punkte für uns.«

Denn das Verfolgertrio des Spitzenreiters gab sich keine Blöße: Der Tabellenzweite ASV Grassau triumphierte beim ESV Rosenheim mit 4:1. Dahinter festigte der SV Riedering mit einem 4:3-Erfolg gegen den ASV Kiefersfelden Platz drei, vor dem SV Türkspor Rosenheim, der einen 3:2-Sieg gegen Abstiegskandidat TSV Rimsting feierte und damit dem TSV Grabenstätt Schützenhilfe leistete. Denn die Grabenstätter haben dadurch weiterhin einen Punkt Vorsprung auf den Abstiegs-Relegationsplatz. td