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Gerald Hönig schaut schon in Richtung WM

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Damen-Bundestrainer Gerald Hönig richtet seinen Blick auf den Nationencup – und bereits auf die Biathlon-WM.

Auch für die Damen geht es am Donnerstag um 14.30 Uhr (ARD und Eurosport) beim Biathlon-Weltcup in Ruhpolding los. Für das Staffelrennen nominierte Bundestrainer Gerald Hönig Vanessa Hinz, Maren Hammerschmidt, Franziska Preuß und Laura Dahlmeier. Die Zielsetzung für den ersten Damen-Wettkampf in der Chiemgau-Arena ist klar: »Wir wollen natürlich ums Podest mitlaufen«, betonte Hönig. Schließlich sei man nach dem Staffel-Sieg im slowenischen Pokljuka (in der Besetzung Vanessa Hinz, Franziska Hildebrand, Maren Hammerschmidt und Laura Dahlmeier) die führende Nation im Nationencup und »diesen Platz wollen wir verteidigen«. Und auch in den Einzelrennen »wollen wir in Ruhpolding natürlich die Podestplätze angreifen«.


Der Damen-Bundestrainer zeigte sich sehr zufrieden mit den Bedingungen in Ruhpolding. Seine Schützlinge (»Alle sind fit.«) haben hier bereits gute Trainingseinheiten absolviert. Auch die zuletzt wegen eines grippalen Infekts außer Gefecht gesetzte Franziska Preuß meldete sich wieder zurück. »Wir sind der Überzeugung, dass sie bereits in der Staffel ihre Aufgaben erfüllen wird, deshalb wird sie gleich starten«, betonte Hönig.

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»Unsere Athletinnen sollen flexibel bleiben«

Der Damen-Bundestrainer richtet seinen Blick auch bereits auf die WM im österreichischen Hochfilzen (8. bis 19. Februar). Allerdings ließ er sich noch nicht zu sehr in die Karten schauen. »In der Staffelbesetzung kann es bis zur WM durchaus noch Verschiebungen geben«, betonte er. »Wir lassen unsere Staffel auch nicht immer gleich laufen, damit sich die Konkurrenz nicht darauf einstellen kann und unsere Athletinnen sollen flexibel bleiben«, betonte er.

Er brachte auch noch einen weiteren Namen für die WM-Staffel ins Spiel: Franziska Hildebrand. »Die Staffel in Ruhpolding wird ja ohne die Leistungsträgerin Hildebrand am Start sein«, ließ sich Hönig eine weitere Option offen. Nach dem Weltcup in Antholz (19. bis 22. Januar) werde der WM-Kader nominiert.

Was die Vorbereitung auf die WM betrifft, wird es laut Hönig wenige Änderungen in den Abläufen geben. Nach Antholz dürfen die Athletinnen demnach ein paar Tage zu Hause verbringen. »Da wollen wir die Akkus wieder aufladen«, sagte Hönig.

Danach geht es eine Woche zusammen mit den Herren ins Trainingslager nach Österreich, genauer gesagt nach Obertilliach. Das letzte Wochenende vor der WM sollen die Biathleten dann nochmals daheim verbringen. »Am Montag werden wir dann nach Hochfilzen anreisen.«

Und natürlich wollen die deutschen Biathleten dort für Furore sorgen. 2016 gab’s bei der WM in Oslo Gold für Laura Dahlmeier in der Verfolgung, jeweils Silber für die Mixed-Staffel, für die Männer-Staffel und für Dahlmeier im Massenstart sowie jeweils Bronze für Dahlmeier im Sprint und im Einzel sowie für die Damen-Staffel.

Für Laura Dahlmeier hat die WM Priorität

Eine Ausbeute, die in diesem Jahr erneut erreicht werden soll. Auch für Dahlmeier, die zuletzt ja das Gelbe Trikot der Gesamtweltcup-Führenden abgeben musste, hat die WM Priorität. Wenn am Ende der Saison aber auch das Gelbe Trikot in den Händen von Dahlmeier wäre, hätte Hönig nichts dagegen. »Das ist schon etwas ganz Besonderes«, betonte er.

Für ihn selber hat aber der Nationencup sogar einen noch höheren Stellenwert. »Denn das zeigt, ob man eine Biathlon-Nation ist oder eben nicht.« Der Gewinn dieser Wertung sei Ausdruck guter Arbeit. »Und das ist uns sehr viel wert.« Den ersten Schritt zum Gewinn des Nationencups machte sein Team in Pokljuka, nun soll also heute in Ruhpolding der nächste gemacht werden. SB