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Genuss-Langlauf von Inzell nach Reit im Winkl

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Spaß an der Bewegung in der traumhaften Winterlandschaft der Chiemgauer Alpen und Geselligkeit stehen im Vordergrund der Chiemgau-Team-Trophy. (Foto: Mergenthal)

Erstmals gibt es in den Chiemgauer Alpen ein geselliges Langlauf-Erlebnis ohne Zeitmessung, das sowohl für Anfänger und Wintersportgäste als auch für ambitionierte Breitensportler interessant ist: die Chiemgau-Team-Trophy. Diesen Sonntag ist es so weit. Der Startschuss fällt um 9 Uhr an der Max-Aicher-Arena in Inzell. Maximal sieben Stunden sollen die Teams für die 43 Kilometer bis zum Ziel im Langlaufstadion in Reit im Winkl unterwegs sein. Dabei können sie sich die Strecke auch aufteilen und sich an Brotzeitstationen stärken. Prämiert werden das kreativste Team, das größte Team und das Team mit den meisten Kilometern.


Nudelparty findet am Vorabend statt

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Die drei Gemeinden Inzell, Ruhpolding und Reit im Winkl richten das Erlebnis-Langlauf-Ereignis unter Schirmherrschaft des bayerischen Sportministers Joachim Hermann gemeinsam aus, unterstützt vom oberpfälzischen Veranstalter Sven Hindl von »Wechselszene Sportpromotion«. Sie wollen damit den Langlauf im Chiemgau als Freizeitsport überregional populär machen, »ähnlich wie das Wandern im Sommer«, erklärt Inzells Tourismuschef Gerhard Steinbacher. »Unser Plan ist, diese Veranstaltung mittelfristig im Chiemgau zu installieren.« Das erste Mal dient als eine Art Test-Lauf.

Immerhin 200 Anmeldungen gibt es bereits für die Premiere. Mit am Start sind unter anderem der ehemalige erfolgreiche Vachendorfer Langlauf-Spitzensportler Tobias Angerer mit seinem Team »Traunsteiner Langrenner«, die Schlierseer Biathletin Vanessa Hinz, die drei Miss Chiemgau der Jahre 2013, 2014 und 2015, drei Flecki-Maskottchen von der Inzeller Touristik und ein Team des Gemeinderats Reit im Winkl. Außerdem gibt es ein Team der Lebenshilfe Traunstein mit Athleten, die in den Tagen danach bei den »Special Olympics« in Inzell dabei sind, Teams von südostbayerischen Firmen, Sportgeschäften und Vereinen, aber auch Vermieter-Teams und Familien-Teams wie »De Spannein« aus Inzell.

Skilanglauf erfreut sich als gelenkschonendes Training für Muskeln, Kraft, Ausdauer, Herz und Kreislauf wachsender Beliebtheit. »Skilanglauf bedeutet für mich, Körper und Geist zu trainieren«, verrät Vanessa Hinz im Interview auf der Internetseite der Veranstaltung. »Besonders genieße ich es, die Ruhe und Stille der Natur in den verschneiten Loipen wahrzunehmen und dabei meine Gedanken zu ordnen.« Anfängern und Gelegenheitsläufern rät sie, mit einer kleinen Streckenlänge, zum Beispiel fünf Kilometer, anzufangen. »Wer das ganze Jahr regelmäßig Ausdauersport betreibt, kann sich ruhig an eine längere Strecke herantrauen«, ermutigt sie ambitioniertere Läufer. Was die Verpflegung betrifft, empfiehlt Hinz, die Speicher am Vorabend mit Kohlenhydraten aufzufüllen – das ist ab 19 Uhr bei einer Nudel-Party in der Kia-Speed-Skating-Academy möglich – und sich am Veranstaltungstag in der Früh mit einem Müsli zu stärken.

Loipenzustand ist gut, es gibt nur eine kleine Lücke

Zur reibungslosen Durchführung der Veranstaltung tragen etwa 60 Ehrenamtliche des SC Inzell, des Ski-Clubs Ruhpolding und des Wintersportvereins Reit im Winkl, Polizei, Feuerwehr, Bergwacht, Sanitätsdienst, Skischulen und Sponsoren bei. Die Musikkapelle Inzell wird die Sportler von der Max-Aicher-Arena zum Startpunkt an der Sulzberg-Loipe beim Wertstoffhof begleiten.

Der Loipenzustand ist gut: Alle Loipen sind präpariert, und im Tal liegen in Inzell 25 Zentimeter, in Ruhpolding 20 Zentimeter und in Reit im Winkl sogar 43 Zentimeter. Nur wenige Meter müssen die Ski an dem kleinen, warmen See direkt nach der Chiemgau-Arena, wo eine minimale Lücke im Loipennetz ist, getragen werden. vm