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»Generalprobe« für den Weltcup

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Mit dem Biathlon-Deutschlandpokal in der Ruhpoldinger Chiemgau-Arena beginnt am kommenden Wochenende quasi die Generalprobe für den Weltcup im Januar (ab 8. Januar).


Laut Streckenchef Alois Reiter sind die Strecken in der Chiemgau-Arena in einem guten Zustand. Auch der momentane Wärmeeinbruch hat den Schneeverhältnissen nicht schaden können. Zum einen zehren die Verantwortlichen noch immer von dem über den Sommer gelagerten Schnee, zum anderen konnte in der Frostperiode Anfang Dezember genügend Kunstschnee produziert werden. Dazu hat es auch noch ordentlich geschneit.

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»Ich habe mir selber die Langlaufbretter angeschnallt und die Loipe getestet«, sagt Reiter im Vorfeld der Veranstaltung. So wird am Wochenende auch ein hochkarätiges Teilnehmerfeld erwartet. Neben dem Comeback von Kathrin Lang (ehemals Hitzer) hat auch Evi Sachenbacher-Stehle vom WSV Reit im Winkl ihre Teilnahme im Auge. Laut Reiter wird Damenbundestrainer Ricco Groß kurzfristig über den Einsatz der ehemaligen Langläuferin entscheiden. Sachenbacher-Stehle war vergangenes Wochenende zum ersten Mal bei einem Weltcup an den Start gegangen. Nach der Verfolgung in Pokljuka hatte sie es in der ARD nicht ausgeschlossen, am Deutschlandpokal zu starten, um noch mehr Wettkampferfahrung zu schnuppern.

Neben Lang und Sachenbacher-Stehle werden auch noch eine Reihe von Damen starten, die sich noch für den Weltcup empfehlen wollen. Bei den Männern hat Alexander Wolf als bekanntester Athlet gemeldet. Er heimste zuletzt beim Alpencup in Obertilliach einen Sieg ein.

Besondere Aufmerksamkeit gilt auch den jungen Skijägern vom Stützpunkt Ruhpolding mit ihrem Trainer Tobias Reiter. Hier geht es bereits um die Qualifikation für die Junioren- und Jugend-Weltmeisterschaft. Vor allem die Sieger bei den Olympischen Jugendspielen von Innsbruck Franziska Preuß (SC Haag) und der Berchtesgadener Niklas Homberg wollen hier richtige Duftmarken setzen. Aber auch die Ruhpoldinger Dominic Reiter, Marco Groß und Christian Hochreiter oder Maxi Weiß gehören in ihren Leistungsklassen zu den Favoriten.

Dazu kommen auch noch Marion Deigentesch (SV Oberteisendorf) und Theresa Jost aus Bischofswiesen, die seit diesem Sommer am Stützpunkt trainiert.

Bei diesem Deutschlandpokal in Ruhpolding geht es für die Sportler um den »Theo-Merkel-Gedächtnispreis«. Der Todestag von Theo Merkel jährt sich in diesem Jahr zum zehnten Mal.

Merkel war einer der Pioniere des Biathlonsports in Ruhpolding. Er nahm an zwei Olympischen Spielen teil und war Ehrenmitglied des SC Ruhpolding. Sein besonderer Einsatz galt dem Biathlonnachwuchs. Diesem widmete er ehrenamtlich einen großen Teil seiner Freizeit. Mehr als 20 Jahre war er auch Schießstandchef im Biathlonzentrum.

Der Zeitplan des Biathlon-Deutschlandpokals: Samstag, 10 Uhr: Sprintrennen; 14 Uhr: Siegerehrung. – Sonntag, 10 Uhr: Sprintwettkampf/Staffelbedingungen; 14 Uhr: Siegerehrung. SHu.