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Gelungener Test für Markus Reiterberger

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So fuhr er im Vorjahr oft der Konkurrenz davon: Der Obinger Motorradrennfahrer Markus Reiterberger.

Mit großer Zuversicht kann der Obinger Motorradrennfahrer der kommenden Saison in der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft entgegenblicken: Bei offiziellen Reifentests von Pirelli war er in Almeria (bei Alicante) der schnellste Pilot der drei beteiligten Teams vom BMW, Ducati und Honda.


Der Obinger, im vergangenen Jahr als Neuling auf Anhieb Deutscher Meister in der Superbike-Klasse geworden, fuhr sowohl auf Vorjahresreifen als auch auf neuen Pneus. Nach den dreitägigen Testfahrten hatte er sich gegenüber dem Vorjahr um 1,6 Sekunden verbessert. »Diese Rundenzeit ist schon auf WM-Niveau«, freut sich der 20-Jährige.

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Der WM-Pilot Tom Sykes hatte in Spanien eine Zeit von 1.34,9 Minuten verbucht, Reiterberger stellte nun eine Zeit von 1:35,6 auf, und die Piloten von Honda und Ducati »sind hohe 1:36er-Zeiten gefahren«, berichtet er.

Reiterberger fährt auch in der kommenden Saison wieder für das Team Van Zon Remeha BMW mit Werner Daemen als Teamchef, sein Manager bleibt Josef Hofmann aus Stephanskirchen vom Team alpha Technik bzw. alpha Racing. Neben Teamchef Daemen sind Reiterbergers Vater Thomas sowie Wolfgang Kampe als Mechaniker dabei – und im Prinzip auch der Pilot selbst, schließlich hatte er vor einiger Zeit seine Gesellenprüfung mit großem Erfolg bestanden.

Der nächste Test für die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft ist Mitte April in Assen (Niederlande) geplant, ehe Anfang Mai auf dem Lausitzring die Saison in der IDM-Superbike beginnt.

Nachträglich wurde der Obinger übrigens noch für einen ganz besonderen Erfolg ausgezeichnet: Denn seit 1991 wird jedes Jahr der Name des schnellsten Fahrers auf der Rennstrecke am Schleizer Dreieck auf den Stein in Schleiz gemeißelt. »Schon in meiner frühen Rennfahrerkarriere war eines meiner Ziele, mich einmal als Schnellster auf der Rekordtafel am Schleizer Dreieck zu verewigen«, erinnert sich Reiterberger. Dies war bereits seinem »Firmpaten« Markus Ober 1997 gelungen sowie weiteren prominenten Rennfahrern. 2013 war es dann so weit. Reiterberger fuhr am Wochenende der Superbike-IDM die schnellste je gefahrene Runde auf dem Schleizer Dreieck. Nun sind schon zwei Obinger auf dem Stein eingetragen.

Jetzt aber geht es für Reiterberger darum, sich auch für Erfolge in der Zukunft zu rüsten. Dies bedeutet zum einen, sich auf die IDM-Superbike vorzubereiten, zum anderen, frühzeitig die Planungen für das nächste Jahr anzugehen. Denn da soll sein Weg in die Superbike-Weltmeisterschaft führen. »Das Team besteht, der Fahrer steht auch fest«, so Reiterberger – in erster Linie geht es nun darum, technische Details zu klären und genügend Sponsoren aufzutreiben.

Reiterberger geht als Titelverteidiger mit der Startnummer 1 ins Rennen – »aber die Nummer 21 als die 'Reiti-Startnummer' bleibt immer bestehen«, betont er. who