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Gelungener Test für heimische Fahrer

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Zu einem gelungenen Test wurde für ein heimisches Trio das erste Eisspeedway-Rennen dieser Saison in Westeuropa, das der MSC Weißenbach (Österreich) ausrichtete. Günther Bauer (Schleching), Stefan Pletschacher (Ruhpolding) und Max Niedermaier (Edling) zeigten sich insgesamt zufrieden, und der im B-Rennen angetretene Franz Mayerbüchler junior konnte sich ebenfalls darüber freuen, endlich Wettkampfpraxis gesammelt zu haben.


Im Hauptrennen gab es einen österreichischen Doppelsieg durch Harald Simon (Pfaffenschlag) und Franz Zorn (Saalfelden). Hinter dem Tschechen Jan Klatovsky belegte Günther Bauer den vierten Platz. »Das war nicht so schlecht. Wir haben nach leichten Problemen mit der Kupplung und der Zündung ein bissl was probiert, aber für das erste Rennen war das okay. Ich habe auch nicht unnötig viel riskiert, denn erst am Samstag zählt's richtig«, verweist er darauf, dass am kommenden Wochenende in Norrköping (Schweden) die entscheidende WM-Qualifikation stattfindet.

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»Das wird sehr hart, vom Tempo her sind Simon und Zorn im Moment auch für mich außer Reichweite«, weiß er – wobei Simon schon zu den sieben Piloten gehört, die einen WM-Platz sicher haben und deshalb in Schweden gar nicht antreten muss. Ein großes Lob hatte Bauer für Veranstalter MSC Weißenbach parat: »Ich war angenehm überrascht, die haben das echt bärig gemacht.« Das Eis war gut, und da vorsorglich die Renndistanz von vier auf drei Runden verkürzt worden war, hielt die Bahn auch relativ gut.

Nach seinem Schlüsselbeinbruch vom Trainingslager in Russland fuhr Max Niedermaier erstmals wieder auf Eis – und war relativ zufrieden: »Es ging ganz gut, die Schulter hält. Aber natürlich hat etwas die Kraft gefehlt, das ist nach über drei Wochen Trainingspause ganz normal.« Niedermaier ist ebenfalls für die WM-Qualifikation nominiert. Obwohl er noch nicht ganz in Bestform ist, »fahre ich auf jeden Fall. Das Material hat super funktioniert, und in Schweden gibt es ja auch am Freitag noch ein Training, um sich ans Eis zu gewöhnen«, hofft er auf ein ordentliches Resultat.

Stefan Pletschacher vom MSC Ruhpolding wurde in Weißenbach Neunter. Er holte vier zweite Plätze, doch in einem Rennen ging er leer aus. »Das war ärgerlich, ansonsten bin ich sehr zufrieden. Aber am Start war die Bahn eben ein bissl weich, da sind die Ruder zum Teil durchgedreht. Ansonsten war das Eis super«, lobt auch er den Veranstalter. Ob Pletschacher doch noch an der WM-Qualifikation teilnehmen darf, hängt vom Weltverband FIM ab. Der vergibt zwei Wildcards, »wobei einer sicher an einen Schweden geht, weil die ja Gastgeber sind. Aber vielleicht bekommen ich ja die zweite«, hofft er.

Wenn nicht, sieht er die Sache dennoch halbwegs gelassen. Am 25./26. Januar ist er in Sanok (Polen) ohnehin gemeinsam mit Bauer und Niedermaier bei der Team-WM dabei, und wenn es nicht für einen Platz im Grand Prix reicht, »dann fahre ich eben öfter in der schwedischen Liga, da habe ich mit Hammarby einen Vertrag«, so der 34-Jährige.

Der Endstand, Hauptrennen: 1. Harald Simon (Pfaffenschlag) 15 Punkte, 2. Franz Zorn (Saalfelden) 14, 3. Jan Klatovsky (Tschechien) 13, 4. Günther Bauer (Schleching) 11, 5. Grzegorz Knapp (Polen), 6. Rene Stellingwerf (Niederlande), je 9, 7. Martin Leitner (Kössen), 8. Sven Holstein (Niederlande), 9. Stefan Pletschacher (Ruhpolding) je 8, 10. Martin Posch (Österreich) 7, 11. Max Niedermaier (Edling) 6, 12. Josef Kreuzberger (Österreich), 13. Markus Jell (Deutschland) je 4, 14. Charly Ebner jun. (Österreich), 15. Thomas Wiest (Deutschland) je 2, 16. Rene Dünki (Schweiz) 0.

B-Rennen: 1. Christoph Kirchner (Steingaden) 9, 2. Hans Weber (Schliersee) 8, 3. Franz Mayerbüchler jun. (Inzell) 5, 4. Ronny Häring (Schweiz) 3, 5. Charly Ebner sen., 6. Thomas Rathgeb (beide Österreich) je 2, 7. Markus Birn (Schweiz) 0. who