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Gelungener Start in Reit im Winkl

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Sie gewann bei den Rennen in ihrer Altersklasse: Hannah Haßlberger vom SC Ruhpolding. (Foto: Ostermaier)

Neue Wege sucht der Deutsche Skiverband (DSV) seit dem Winter 2012/13 wenn es darum geht, den alpinen Nachwuchs gezielt zu fördern und schon frühzeitig Talente mit Entwicklungspotential ausfindig zu machen.


Im vergangenen Winter wurde dafür der Ziener-Kids-Cup ins Leben gerufen, eine Rennserie für zehn- und elfjährige Mädchen und Buben. Über mehrere Rennen können sich die besten sechs Mädchen und Buben schließlich für einen Lehrgang beim Felix-Neureuther-Trainingscamp qualifizieren.

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Für die Regionen Bayerwald, Chiemgau und Inngau stand am vergangenen Wochenende der erste von zunächst drei Wettkampfterminen für die Kinder auf dem Programm. Insgesamt vier Wertungsläufe hatten die knapp 100 Buben und Mädchen an zwei Tagen an den Reit im Winkler Benzeck-Liften zu absolvieren.

Herausragend aus dem Chiemgau waren Hannah Haßlberger vom SC Ruhpolding, die sich zwei Tagessiege sicherte – genauso wie Benjamin Harwalik vom SC Grassau.

»Wir haben in den vergangenen Jahren die Ausbildungsphilosophie etwas geändert«, erklärte der DSV-Schülertrainer Andi Kindsmüller (Waakirchen), der vom Pistenrand aus die ehrgeizigen Mädchen und Buben bei ihren Wertungsläufen genau beobachtete.

Damit meinte er, es werde gegenwärtig weniger Wert auf eine frühzeitige Spezialisierung der Talente gelegt, vielmehr achte man auf eine breite Vielseitigkeit. Dies zeigte sich auch am Streckenverlauf der einzelnen Wertungs-Durchgänge: Da wechselten sich auf der knapp 400 Meter langen Piste verschiedene Schwungradien und Bodenformen ab, eine Sprungschanze musste inmitten des Parcours bewältigt werden, die Kinder sollten sich schnell und möglichst technisch versiert auf neue Pisten-Situationen einstellen können.

Hinzu kam, dass sich die Kinder auch auf in diesem Winter bisher eher ungewohnten Untergrund einzustellen hatten: An beiden Tagen war die Piste eher weich und etwas langsamer, nachdem während der Nächte endlich der lang ersehnte Neuschnee gefallen war.

»Wir wollen mit dieser Wettkampfform eine richtige Spielwiese anbieten, auch um so Anreize für die Kinder zu schaffen«, so Kindsmüller weiter.

Freilich sei man auch auf der gezielten Suche nach den Rennläufern der Zukunft, wobei der Schülertrainer auch feststellen musste, dass »die Spitze allgemein sehr dünn« sei. Ein Lob zollte der Funktionär den Verantwortlichen vor Ort, »die Piste ist bestens, die Organisation ist bestens.«

Ausgerichtet wurde dieses erste Rennen der Ziener-Kids-Cup-Serie in Zusammenarbeit mit der Trainingsgemeinschaft Achental vom Wintersportverein Reit im Winkl.

Den Wettkampf hatte man kurzfristig übernommen, nachdem am eigentlichen Austragungsort, dem Unternberg in Ruhpolding, die Durchführung nicht möglich war. Anfang Februar findet das zweite Rennen statt, dieses wird wieder über zwei Tage ausgetragen, der Wettkampfort steht bislang allerdings noch nicht fest.

Nach dem dritten Termin qualifizieren sich aus der Region Bayerwald/Chiemgau/Inngau jeweils zehn Mädchen und Buben für das Finale Mitte März, wobei dort auch die besten Kinder aus vier weiteren Regionen in Deutschland erwartet werden.

Gute Chancen, sich für dieses Deutschland-Finale zu qualifizieren, haben aus dem Chiemgau insbesondere die Mädchen und Buben, die es beim ersten Rennen bereits auf das Siegerpodest geschafft haben, allen voran Hannah Haßlberger (SC Ruhpolding), Benjamin Harwalik (SC Grassau) die jeweils beide Tageswertungen für sich entschieden, aber auch Luca Kurz vom TSV Siegsdorf – er gewann seine Konkurrenz am Sonntag. ost