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Gelungener Formtest für Bauer und Pletschacher

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Der »Bayern-Express« kommt auf Touren: Beim ersten internationalen Eisspeedway-Rennen der neuen Saison zeigten der Schlechinger Günther Bauer und der Ruhpoldinger Stefan Pletschacher starke Leistungen. Sie belegten in Weißenbach am Lech (Österreich) die Ränge 3 (Pletschacher) und 4 (Bauer).


Der Gesamtsieg ging an Franz Zorn (Saalfelden). Dieser hatte bereits aus den ersten fünf Vorläufen das Punktemaximum geholt (15 Punkte) und sicherte sich auch im Finale der vier Punktbesten den Sieg vor seinem Landsmann Harald Simon (Pfaffenschlag/13) und Pletschacher (12); Bauer (11) trat zum Finale nicht mehr an.

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Hinter dem Tschechen Andrej Divis, dem Niederländer Rene Stellingwerf sowie Jan Klatovsky (je 10) landete Hans Weber (Schliersee) auf dem achten Platz. Zehnter wurde Markus Jell (Altfraunhofen/6) vor dem Edlinger Max Niedermaier (4) Rang 15 belegte mit einem Zähler Thomas Wiest, Rang 17 ging an Franz Mayerbüchler aus Inzell (je 1).

Günther Bauer war angesichts der Umstände des Rennens an seinem 42. Geburtstag zufrieden: »Es war ja mein erster richtiger Einsatz mit dem neuen Material, und dafür ging es schon ganz gut. Einmal hatten wir ein Problem mit dem Motor, aber das ist behoben, das Material passt«, freut er sich. Besonders erfreulich war für ihn, dass er sich einmal im direkten Duell mit dem starken Harald Simon durchgesetzt hatte.

Glück im Unglück hatte er auch noch: In seinem letzten Lauf bekam er den Lenker ins Gesicht geschlagen, danach »ging es mir gar nicht gut, deshalb habe ich aufs Finale verzichtet«, berichtet er.

Bisher war er einmal für drei Tage zum Training nach Russland gereist, aber dort »hatten wir ganz schlechtes Methanol, da konnten wir fast nichts probieren«, bedauert er die Treibstoffprobleme.

Dass er nicht länger unterwegs war, liegt vor allem daran, dass bei einem Unfall sein Sohn Luca an einer Sehne verletzt wurde. So sind derzeit Arztbesuche wichtiger als Eisspeedway-Training. »Es scheint so, dass es ganz langsam wieder besser wird, das Gefühl kehrt allmählich zurück«, berichtet er. Doch das sei eine langwierige Sache, »deshalb bin ich heuer nicht ganz so begeistert bei der Sache wie sonst.«

Richtig begeistert waren Bauer und Stefan Pletschacher von der Veranstaltung selbst. »Das war top organisiert«, lobten sie die Ausrichter des Rennens.

Und Pletschacher durfte sich vor gut 1500 Zuschauern auch über seine eigenen gelungenen Auftritte freuen. »Das Rennen war super, dabei hatte ich im Training noch Probleme«, so der 36-Jährige. Im ersten Lauf klappte es mit dem Motor noch nicht gut, dann stellten Tuner Klaus Lausch (Edling) und er etwas um – danach lief es hervorragend.

»Die Form passt, das Material passt«, jubelte der Ruhpoldinger – und freute sich gleichzeitig darüber, dass Simon als sein Teamkollege (Team Stahlwerk Annahütte) ebenfalls so gut abgeschnitten hatte.

Heimisches Trio nominiert

Für die WM-Qualifikation wurden vom Deutschen Motor Sport Bund (DMSB) Günther Bauer und Stefan Pletschacher nominiert. Dieses Duo soll nach dem derzeitigen Stand der Nennungen gemeinsam mit Max Niedermaier auch bei der Team-Weltmeisterschaft am 8./9. Februar in Togliatti (Russland) an den Start gehen.

Niedermaier wurde außerdem gemeinsam mit dem Inzeller Franz Mayerbüchler für die Europameisterschaft im russischen Kamensk-Uralsky (22./23. Februar) gemeldet. Eine endgültige Bestätigung findet aber wohl nicht vor Ende nächster Woche statt. who

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