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Sarah Schönfelder von Triathlon Grassau kann auf ein starkes erstes Jahr als Profi-Triathletin zurückblicken. (Foto: Pix4U)

Gelungener Abschluss einer starken Saison

Sie war sich lange nicht sicher, ob sie diesen Schritt wagen sollte – doch er hat sich mehr als gelohnt! Sarah Schönfelder, die für Triathlon Grassau startet, ist mit ihrer ersten Saison als Profi-Triathletin rundum zufrieden. »Es ist wesentlich besser gelaufen, als ich es erwartet habe«, erzählt die 23-Jährige in einem Gespräch mit unserer Sportredaktion. »Ich habe in diesem Jahr auch so unfassbar viel lernen und viele wertvolle Erfahrungen sammeln dürfen.« Zudem habe sie jede Menge tolle Menschen kennengelernt. Damit steht für sie bereits eines fest: »Ich werde auch im nächsten Jahr eine Profi-Lizenz lösen.«


Zum Abschluss ihrer Saison ging's für Schönfelder jetzt noch nach Italien. Bei der Challenge Sanremo, die erstmals durchgeführt wurde, wurde sie beim Sieg der Schweizerin Emma Bilham (4:50:10 Stunden) über 1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren und 21,1 km Laufen am Ende starke Sechste (5:05:10). »Das war ein sehr guter Abschluss«, findet Schönfelder. »Und mit meiner Zeit bin ich sehr zufrieden«, ergänzt sie.

Das Rennen in Italien sei spannend und auch etwas chaotisch gewesen. »Aber unter dem Strich war es eine sehr tolle Veranstaltung und die Organisatoren waren wirklich sehr liebevoll«, lobt die Marquartsteinerin, die mittlerweile in Nürnberg lebt und studiert. Vor allem die Radstrecke hatte es mit 1500 Höhenmeter in sich. »Sie war extrem anspruchsvoll. Es war auch, denke ich, die bislang heftigste Strecke, die ich absolviert habe.« Auch aus diesem Grund haben sich vor allem ganz starke Radfahrer für diesen Wettkampf angemeldet – und dazu zählt auch Schönfelder!

Der erste Berg sei kurz, aber teilweise extrem steil gewesen, berichtet sie. Danach ging's noch einmal weitere 1000 Höhenmeter am Stück hinauf. Bergauf war auch nicht das Problem, die Abfahrt hatte es dann aber in sich. »Die Straße war mittelgut, ich bin extrem vorsichtig abgefahren«, berichtet sie. Auch weil ihre vordere Bremse den Dienst quittierte. »Da habe ich wohl am meisten Zeit verloren.« Am Ende sei sie froh gewesen, ohne technischen Defekt das Radfahren beendet zu haben. Für viele andere Athleten war aus diesem Grund nämlich vorzeitig Schluss.

Auf die Laufstrecke ging Sarah Schönfelder dann als Siebte – und machte immer mehr Zeit nach vorne gut. Nachdem es bei den letzten beiden Wettkämpfen gerade beim Laufen nicht so rund für sie lief, war sie diesmal sehr zufrieden mit der dritten Disziplin. Am Ende verbesserte sie sich noch um einen Platz – es war ein gelungener Abschluss einer ganz starken Saison!

Jetzt macht Sarah Schönfelder erst einmal ein paar Tage Pause. »Ich lasse mir jetzt Zeit. Mein Körper hat das jetzt auch verdient.« Die Planungen für ihre zweite Profi-Saison laufen indes schon auf Hochtouren. Sarah Schönfelder hat »schon einige Pläne und Ziele im Hinterkopf«. Sie will auf jeden Fall wieder im Mai mit ihrer Triathlon-Saison starten – und zwar bei der Challenge St. Pölten. »Das ist zu 99 Prozent sicher.«

In Österreich begann in diesem Jahr ja ihre Profi-Karriere und an das Rennen hat sie nur gute Erinnerungen: Am Ende wurde sie dort sensationell Fünfte. Sie legte dann starke Auftritte nach und wurde Vierte bei der Challenge Kaiserwinkl-Walchsee (beides sind Mitteldistanz-Rennen) und feierte Siege in Beilngries (Olympische Distanz) und in Frankfurt (Mitteldistanz). Nur mit ihrem 15. Platz beim Ironman70.3 Zell am See-Kaprun war sie nicht zufrieden. »So Rennen gehören dazu, aber meine Ansprüche sind natürlich auch gewachsen«, sagt sie selbstbewusst.

Ihr Lebensgefährte Michael Windbichler war in Sanremo wieder an ihrer Seite – und auch am Start. Der Athlet von Triathlon Grassau entschied sich spontan für eine Teilnahme am Sprint (750 Meter Schwimmen, 20 km Radfahren, 5 km Laufen) – und der war mit vielen Top-Triathleten hochkarätig besetzt. Windbichler ließ sich davon wenig beeindrucken und finishte als starker Fünfzehnter in der Gesamtwertung (1:09:42 Stunden). In seiner Altersklasse AK 25-29 stand er damit am Podest und wurde Dritter!

SB

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