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Gelungener Abschluss einer hervorragenden Saison

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Kampf um den Sieg im Dreierpack: Markus Reiterberger führt hier vor Titelverteidiger Javier Forés und Max Neukirchner.

Einen hervorragenden Abschluss der Saison in der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) feierte der Obinger Markus Reiterberger. Der 21-Jährige, der bereits vor dem Saisonfinale als Meister der Klasse Superbike feststand, holte sich zum Abschluss auf dem Hockenheimring einen Sieg und einen zweiten Platz.


Im Mai hatte die Saison der Superbike*-IDM auf dem Lausitzring begonnen, auf dem Hockenheimring ging sie nun mit den Rennen 15 und 16 zu Ende. Und auch hier überzeugte der Pilot des Teams Van Zon-Remaha-BMW um Teamchef Werner Daemen.

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Auch Reiterbergers Teamkollegen Bastien Mackels aus Belgien und Pepijn Bijsterbosch aus den Niederlanden kämpften auf dem Hockenheimring in den Klassen Superbike und Superstock noch um die letzten Punkte und Positionen der Saison.

Markus Reiterberger war wieder mit seinem Zusatzgepäck von sieben Kilogramm unterwegs, das er nach seinen zahlreichen Erfolgen im Zuge der Regel »Balance-of-Performance« auf die Maschine packen musste. Doch Reiterberger gab dennoch Gas. Nach seinem Einsatz bei der Langstecken-WM »bin ich froh, endlich wieder auf meiner IDM-BMW zu sitzen. Es fühlt sich an, als wäre ich wieder daheim.« Und das galt für den Kurs in Hockenheim ebenso. In der Superpole eroberte er sich souverän Platz 1 in der Startaufstellung.

Im ersten Rennen holte er sich dann auch den Sieg. Mit einem gekonnten Endspurt hielt der Obinger die Konkurrenz in Schach und kam 0,7 Sekunden vor Titelverteidiger Javier Forés (Spanien) und 2,6 Sekunden vor Max Neukirchner ins Ziel. »Allerdings hatte ich in der ersten Runde fast einen Highsider«, gestand er. »Ich lag schon halb auf der Nase und dadurch kam Forés vorbei. Als ich ihn mir wieder geschnappt hatte, konnte ich nicht wie geplant wegfahren. In der Sachskurve war er dann zu spät auf der Bremse und hat mich so auf den weißen Strich rausgedrängt. Am Ende musste ich hart kämpfen.«

Ein spannender Kampf wurde auch das zweite Rennen, das Reiterberger auf Platz 2 beendete. »Ich war zum Schluss an Forés dran. Dann hat er einmal so früh gebremst, dass ich ihm fast hinten draufgefahren bin. Ich musste aufmachen und habe so zwei Sekunden verloren. Ganz konnte ich die Lücke dann nicht mehr zufahren. Aber bei dem Niveau und bei diesen Fahrern bin ich schon stolz drauf. Schade, dass die Saison und die Zeit in der IDM vorbei ist.«

Dritter wurde in beiden Rennen Max Neukirchner (Stollberg/Yamaha), der sich nach einer schweren Verletzung zur Saisonmitte wieder in blendender Verfassung präsentierte. Ebenfalls verletzungsbedingt ausgefallen war in diesem Jahr zeitweise Luca Grünwald: Der Waldkraiburger Yamaha-Pilot fiel im ersten Rennen aus, im zweiten kam er auf den 14. Gesamtplatz der Piloten der Klassen Superbike und Superstock und damit Rang 7 in der Superbike-Wertung.

In der Superbike-Gesamtwertung siegte Markus Reiterberger mit 380 Punkten vor dem Ducati-Duo Javier Forés (304) und Lorenzo Lanzi (Italien/216). Neukirchner wurde Sechster mit 133 Zählern, auf Rang 7 folgte Grünwald (86), Bastien Mackels (Belgien/61) wurde Gesamtzehnter.

In der Klasse Superstock ging der Titel an Mathieu Gines (Frankreich/Yamaha) mit 318 Punkten vor dem Schweizer Kawasaki-Piloten Roman Stamm (260 Punkte) und dem Salzburger Yamaha-Piloten Lukas Trautmann (226 Punkte). Reiterbergers Teamkollege Pepijn Bijsterbosch (Niederlande) kam auf den 7. Platz (146 Punkte). Der Pallinger Hobbyfahrer Chris Schmid (BMW) schied diesmal in beiden Läufen aus und kam in der Gesamtwertung auf den 23. Platz – er hatte 5 Punkte erobert.

Für Markus Reiterberger geht es bereits am Wochenende wieder zur Sache: Da ist er als Wildcard-Pilot beim Rennen der Superbike-Weltmeisterschaft in Magny-Cours am Start – in der kommenden Saison will er ja alle Rennen der Superbike-WM bestreiten. who