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Gelungene Generalprobe für die Chieminger Triathleten

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Lieferten einen starken Wettkampf: Johannes Green (links) und Mannschaftsführer Simon Manteufel.
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Die Chieminger Triathleten Attila Kardos (von links), Johannes Green, Simon Manteufel, Hanno Nüsslein, Paula Schuhbeck, Christian Dammert, Abteilungsleiter Florian Fritzenwenger und Max Frey hoffen, dass in wenigen Wochen die Liga-Saison starten wird. Zur Vorbereitung nahmen sie jetzt an einem virtuellen Wettkampf teil. (Fotos: TSV Chieming)

Endlich wieder ein Liga-Wettkampf! Die Bayernliga-Triathleten des TSV Chieming haben jetzt bei der ersten virtuellen Auflage des Duathlon Lauingen mitgemacht. Die Veranstaltung, die vom TV Lauingen organisiert wurde, galt seitens des Bayerischen Triathlon-Verbands als Aufwärmprogramm für die bevorstehende Liga-Saison – es war quasi die Generalprobe. »Dabei ging's vorrangig um den Spaß«, betonte Abteilungsleiter Florian Fritzenwenger. »Aber es kam schon auch ein wenig Wettkamp-Feeling auf. Einige von uns waren richtig aufgeregt und nervös«, ergänzte er im Gespräch mit unserer Sportredaktion.


Mit den Ergebnissen über die Sprintdistanz (2,5 Kilometer Laufen/20 Kilometer Radfahren/5 Kilometer Laufen) zeigten sich die Chieminger am Ende zufrieden. 29 Mannschaften nahmen bei den Männern teil – zwei davon stellte der TSV Chieming, der seinen virtuellen Wettkampf in Seebruck durchführte und dabei alle Corona-Regeln strikt befolgte. Das Trio Simon Manteufel, Stefan Ehehalt und Christian Dammert belegten am Ende den starken achten Platz. Maximilian Frey, Johannes Green und Attila Cardos kamen auf Rang 14.

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Eine Premiere gab's zudem für die TSV-Damen, die in diesem Jahr ja eine Startgemeinschaft mit Memmingen bilden und unter dem Namen SG Allgäu-Chiemgau am Start sind. Sie bestritten ihren allerersten Wettkampf, nachdem sie vergangenes Jahr ja vergeblich auf einen Start gehofft hatten, und kamen am Ende unter zwölf Mannschaften auf Rang 9.

Die Chiemingerin Paula Schuhbeck bildete mit den Memmingerinnen Julia Hübner und Tina Just ein Team. Einziger Wermutstropfen: Aufgrund der aktuellen Corona-Situation verzichteten Hübner und Just auf die Reise in den Chiemgau und absolvierten ihren Teil des Wettkampfs im Allgäu. »Bei ihrem ersten Einsatz haben sie sich gleich tapfer geschlagen«, lobte Fritzenwenger die drei Damen. »Es war jetzt auch sehr wichtig, dass die Frauen endlich mal gestartet sind.«

Am Abend gab's dann noch ein virtuelles Treffen der Chieminger untereinander, um sich über den Wettkampf nochmals auszutauschen. Sprich: Jeder war bei sich zuhause und per Videochat war man miteinander verbunden. »Wir wollten einfach auch mal wieder ein wenig etwas für die Kommunikation untereinander tun«, sagte Fritzenwenger, der auch darauf hofft, dass die TSV-Triathleten trotz der Corona-Krise weiterhin auf ihre Sponsoren zählen können. »Ohne sie geht es einfach nicht.«

Auch die Vereinsmeisterschaft, die die TSV-Triathleten Anfang des Jahres ins Leben gerufen haben, läuft und wird sehr gut angenommen. Ziel ist es ja, ein Jahr lang jeden Monat eine andere Aufgabe zu stellen und dabei dann den Vereinsmeister und die Vereinsmeisterin zu küren. Im Februar etwa hieß es: Seilspringen. Den Sieg dabei sicherten sich wie im Januar bei der Plank-Challenge Simon Manteufel und Lucie Schrobenhauser. Im März lautete die Aufgabe: Ball hoch halten. »Dabei war es ganz egal, ob man die Challenge mit dem Fußball, dem Handball oder dem Volleyball gemacht hat. Einige waren erfinderisch und haben etwa auch eine Bratpfanne benutzt oder den Tischtennisschläger samt Tischtennisball genommen.« Letztlich hatten bei den Männern Florian Fritzenwenger und Stefan Ehehalt die gleiche Zeit und setzten sich an die Spitze. Bei den Frauen gewann Paula Schuhbeck.

Auch die April-Aufgabe ist bereits gestellt. »Wir wollen schauen, wer die meisten Schwimm-Kilometer sammeln kann«, sagte Fritzenwenger und ergänzte: »Das könnte durchaus interessant werden, denn aktuell haben ja alle Hallen- und Schwimmbäder geschlossen.« Sprich: Die TSV-Sportler müssen in den See. »Mal schauen, wer wie viele Meter zusammenbringen wird.«

Alles in allem wird eines ganz deutlich: Die Triathleten des TSV Chieming sind nach den vielen Rennabsagen im vergangenen Jahr und der kompletten Aussetzung der Liga-Saison jetzt umso heißer auf den Neustart, der hoffentlich in wenigen Wochen auch wirklich stattfinden wird. Die Bayernliga-Saison soll am Samstag, 15. Mai, in Weiden beginnen. Danach sind noch Wettkämpfe in Erding (13. Juni), in Hof (11. Juli) und in Beilngries (22. August) geplant.

»Wir trainieren jedenfalls fleißig für den Saisonstart«, betonte Florian Fritzenwenger. Der Abteilungsleiter zeigte sich zuversichtlich, dass die Wettkämpfe auch über die Bühne gehen werden. Sicherlich aber nicht ganz so wie man es bisher gewohnt war. »Der Duathlon Lauingen war für den Verband jetzt auch eine Art Testlauf, wie die Saison verlaufen könne«, machte er deutlich. So oder so: »Wir sind Feuer und Flamme.« SB

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