Gelingt dem TSV Siegsdorf die Rehabilitation?

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So will er auch im Duell mit dem TuS Traunreut seine Gegenspieler hinter sich lassen: Johannes Maierhofer vom TSV Waging. Dagegen ist Andreas Panitz (links) mit dem SC Inzell erst am kommenden Dienstag im Nachholspiel gegen den TSV Peterskirchen gefordert. (Foto: Weitz)

Zwei Spiele am heutigen Freitag, drei am Samstag, eine Partie zum Abschluss am Sonntag und eine Absage – so gestaltet sich der 20. Spieltag der Fußball-Kreisliga 2.


Mit einem 2:1-Erfolg gegen Kellerkind TSV Altenmarkt hat sich die SG Tüßling/Teising beim Wiederbeginn an die Tabellenspitze katapultiert. Die begehrte Position muss womöglich gleich wieder an die Siegsdorfer – die morgen in Kay gastieren – zurückgegeben werden, denn die Spielgemeinschaft hat einen Corona-Verdachtsfall in ihren Reihen.

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Der betroffene Aktive hat sich umgehend in Isolation begeben. »Wir haben am Mittwochabend sofort das Training abgebrochen, als wir das erfahren haben«, informiert der Tüßlinger Abteilungsleiter Arnold Pichl, der nun hofft, »dass nicht die ganze Mannschaft in Quarantäne muss.« Die für heute beim Rangfünften TSV Peterskirchen geplante Begegnung wurde abgesagt.

Für die Peterskirchner, die zuletzt ein Testspiel beim Kreisklassisten TSV Heiligkreuz mit 4:0 gewannen, bedeutet das, dass sie erst am kommenden Dienstag (19.45 Uhr) mit der Nachholpartie beim SC Inzell ihren Re-Start haben.

Heute, Freitag um 18.30 Uhr gastiert der BSC Surheim beim TSV Reischach, wobei zwei Auftaktsieger aufeinander treffen. Mit einem 4:0 beim FC Töging II ist der TSV Reischach bestens aus den Startlöchern gekommen, aber auch der abstiegsbedrohte BSC sammelte mit dem 4:2 gegen den TSV Waging wichtige Punkte für den Klassenerhalt.

»Wir sind voll zufrieden. Es läuft gut, so kann es weitergehen«, betont Willi Gross. Der Sportliche Leiter der Reischacher verweist aber darauf, dass der Rangvierte in dieser Saison auf eigenem Platz nur 15 der bisherigen 32 Punkte auf der Schulsportanlage geholt hat. Gross strebt deshalb »die Rückkehr zur Heimstärke der letzten Jahre« an. Er mahnt: Der Gegner werde »Rückenwind haben« und habe sich »sicher was vorgenommen, schließlich stehen sie mit dem Rücken zur Wand.«

Der Tabellenvorletzte TSV Altenmarkt hat im Kellerduell gegen Schlusslicht ASV Piding (heute, 19.30 Uhr) einen Dreier fest eingeplant – wohl wissend, dass die gut gestarteten Gäste (3:3 daheim gegen Mehring) alles auf eine Karte setzen müssen, wenn sie nicht schon bald alle Hoffnungen auf den Ligaverbleib begraben wollen. Aktuell beträgt der Rückstand der »Violetten« auf die Leitmeier/Lissek-Truppe sechs Punkte.

»Zum Glück haben wir nach der Vorbereitung ein ganz anderes Gesicht gezeigt in Tüßling«, war TSV-Spielertrainer Sebastian Leitmeier trotz der 1:2-Niederlage zum Re-Start keineswegs unzufrieden. »Fußballerisch schaut es zwar noch nicht so schön aus, aber Kampf und Einsatzbereitschaft stimmen«, betont er. Man wolle gegen den ASV unbedingt gewinnen, »um den Anschluss nicht zu verlieren.« Auch vom Punktspiel-Debüt von Ex-Profi »Ötzi« Kart in Tüßling war Leitmeier angetan: »Er tut uns mit seiner Erfahrung sehr gut, ist wahnsinnig präsent auf dem Platz. Er wird uns in dieser außergewöhnlichen Saison sicher noch sehr helfen können.«

Zum ersten Mal seit der Corona-Pause in einem Pflichtspiel zu sehen ist der TuS Traunreut, wenn er seine Visitenkarte morgen um 14.30 Uhr im Waginger Wilhelm-Scharnow-Stadion abgibt. Nach der völlig verdienten 2:4-Niederlage in Surheim haben die »Seerosen« einiges gutzumachen. Die Personalsituation im Kader von Sepp Aschauer bleibt jedoch angespannt. »Viele Verletzungen bei gestandenen Spielern bereiten unserem Coach Kopfzerbrechen«, sagt TSV-Pressesprecher Andreas Siegel. Immerhin kehren Sebastian Schilling und Siegel selbst ins Aufgebot zurück.

Wichtig für Aschauers Crew wird es sein, weniger Fehler als im BSC-Spiel zu machen. Gerade die Defensive zeigte sich zuletzt sehr anfällig. Die Traunreuter möchten sich mit einer guten Leistung und etwas Zählbarem für die »Nach-Corona-Heimpremiere« gegen den früheren Bezirksoberligisten Reischach empfehlen, die am 4. Oktober über die Bühne geht.

Der SV Kay kann morgen um 16 Uhr in der Heimvorstellung gegen Ex-Tabellenführer TSV Siegsdorf »mit Rückenwind« auflaufen, wie es Abteilungsleiter Michael Schörgnhofer formuliert. Die Truppe von Waldemar Beitow holte zuletzt bei der SG Schönau (3:3) einen Punkt und gewann am Mittwoch obendrein das Ligapokal-Derby gegen Waging (5:3). »Bei uns daheim an der 'Lanzing Road‘ wollen wir einen Dreier einfahren«, betont Schörgnhofer. Tobias Stöger ist trotz Baustellen-Stress wieder im Kader, sodass eigentlich nur Tobias Wolferstetter und Florian Bauer fehlen. Fraglich ist der Einsatz von Michi Sterr wegen Adduktorenproblemen. Auf Siegsdorfer Seite darf man gespannt sein, wie die Mannen von Trainer Franz Huber die Auftaktniederlage gegen den FC Hammerau (1:3) verdaut haben.

Apropos Hammerau: Der »Club« erwartet am Samstag um 17 Uhr die Landesliga-Reserve des FC Töging – und möchte natürlich gleich nachlegen. »Der Sieg in Siegsdorf hat gleich gut getan, vor allem beim Blick auf die Tabelle«, so Spielertrainer Leonardo Barnjak, der selbst auf dem Spielberichtsbogen stand, jedoch auf seine Einwechslung verzichtete. Was ihm gefallen hat: »Wie sich die Mannschaft dagegenstemmte, als Siegsdorf den 1:2-Anschlusstreffer erzielt hat.«

Nach dem Sturz des Spitzenreiters steht der »Club« nun auf Rang neun, doch drei Zähler Vorsprung sind’s gerade mal auf den unteren Relegationsplatz. Das heißt: »Mund abputzen und weiter.« Denn so richtig aufwerten kann man den Startsieg nur mit einem weiteren Erfolg.

Last but not least empfängt Uwe Wolfs SV Mehring am Sonntag um 14 Uhr die SG Schönau. Beide Teams wollen nach ihrem Remis-Start nun möglichst dreifach punkten. cs/sts

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