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Gelingt dem SVK der erste Auswärtspunkt?

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Zuletzt präsentierte er sich mit seinen Teamkollegen in der SVK-Offensive zwar dynamisch, aber im Abschluss noch nicht durchschlagskräftig genug: Kirchanschörings Tobias Schild (am Ball), der mit seinem Team heute in Ismaning auf den ersten Auswärtspunkt der Saison hofft. (Foto: Butzhammer)

Thaddäus Jell aus dem Abteilungsleiter-Team des Fußball-Bayernligisten SV Kirchanschöring hatte im Vorfeld der Saison einen »holprigen Start« befürchtet, weil die Mannschaft aus diversen Gründen noch nicht eingespielt ist. Dennoch: Dass die Crew von Trainer Michael Kostner nach drei Spielen nur drei Punkte auf dem Konto hat und von den Wasserburger »Löwen« im prestigeträchtigen Inn/Salzach-Schlager mit 5:0 abgewatscht werden würde, daran hatte wohl niemand im SVK-Lager gedacht.


Doch in puncto Disziplin, Cleverness und Verhalten bei Standards war das Wasserburger Auftreten durchaus jenem eines Tabellenführers würdig. Dagegen konnte man auf Kirchanschöringer Seite deutliche Defizite ausmachen, die es möglichst schnell abzustellen gilt. Denn bereits heute (14 Uhr/Prof.-Erich-Greipl-Stadion) wartet mit dem FC Ismaning der nächste oberbayerische Konkurrent aus dem Spitzenfeld der Tabelle. Leo Haas, Trainer der »Löwen«, bezeichnet die Ismaninger als »sehr starke Mannschaft«, die er übrigens neben den beiden Ex-Regionalligisten FC Pipinsried und FC Ingolstadt II sowie dem TSV Dachau ganz weit oben im Klassement ansiedelt.

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Und dort stehen sie als aktueller Vierter auch schon. Dabei triumphierten sie zwar in der Fremde zweimal (2:0 in Hankofen-Hailing, 3:1 in Pullach), verpatzten allerdings ihre Heimpremiere (1:2 gegen Kottern). Umso mehr werden die FCI-Kicker den Fokus darauf richten, heute gegen die Elf um Kapitän Tobias Janietz den ersten Heim-Dreier einzufahren. Mehr Cleverness im Vergleich zum Wasserburg-Desaster sollte sich der SVK auf die Fahne schreiben. Ein paar Beispiele gefällig: In guten Schusspositionen – da kann man getrost von fünf, sechs Möglichkeiten sprechen – versuchten es die Offensivleute Manuel Omelanowsky und Tobias Schild oft mit Gewalt, »anstatt den Ball einfach mal mit der Innenseite ins Eck zu schieben«, wie es Tom Dengel aus der Abteilungsleitung formulierte. Dengel muss es ja wissen, denn als ehemaliger Stürmer war er oftmals in ähnliche Situationen verwickelt.

Doch auch das Defensivverhalten war nicht immer hasenrein. Einige Male fehlte die Zuordnung, zudem stellte man sich im Zweikampfverhalten nicht immer geschickt an. Omelanowsky verursachte beispielsweise gegen die für ihre gefährlichen Standards berühmten »Löwen« einige überhastete Fouls, was nicht immer ohne Folgen blieb.

Es gibt also noch genügend Nachholbedarf auf SVK-Seite, und die zahlreichen Fans hoffen sehr, dass die Mannschaft diese Unzulänglichkeiten bereits heute in Ismaning abstellen kann. Vielleicht reicht es ja dann zum ersten Auswärtssieg oder zumindest zum ersten Pünktchen in der Fremde, nachdem man das bis dato einzige Auswärtsspiel in Pullach unglücklich mit 1:2 verloren hat. cs

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