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Geisreiter und Hirschbichler arbeiten am letzten Schliff

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Der Inzeller Langstreckenspezialist Moritz Geisreiter rechnet sich vor allem über die 5000 Meter eine gute Platzierung aus. (Foto: Wukits)

Für die beiden Inzeller Olympia-Teilnehmer Gabriele Hirschbichler und Moritz Geisreiter beginnt langsam die heiße Phase bis zum Abflug nach Sotschi. So trifft sich am heutigen Donnerstag der komplette deutsche Eisschnelllauf-Kader in der Inzeller Max-Aicher-Arena zum letzten Lehrgang vor den Winterspielen. Geisreiter bereitete sich zuletzt in Erfurt mit der Mehrkampfmannschaft unter der Leitung von Bundestrainer Stephan Gneupel vor. Laut Chef-Bundestrainer Markus Eicher gab es dazu auch einen DESG-Sprintlehrgang, an dem Hirschbichler allerdings nicht teilnahm. Die 29-Jährige arbeitet weiterhin in Inzell mit Danny Leger an ihrer Form.


Eicher hofft auf Platzierungen unter den besten Zehn

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Eicher erhofft sich für die Spiele in Sotschi, dass Geisreiter dort sein optimales Leistungsvermögen erreicht. Trotz einer ernsten Verletzung beim Skifahren im vergangenen Frühjahr ist der 27-Jährige derzeit auf einem guten Weg. »Ich denke, dass er einen Top-Acht-Platz über die Langstrecken erreichen kann«, so Eicher. Bei Hirschbichler sieht der Trainer die Möglichkeit, dass sie sich über 1000 und 1500 Meter im Bereich des zehnten Rangs platzieren kann.

Für Hirschbichler ist mit der Nominierung für Olympia ein jahrelanger sportlicher Traum in Erfüllung gegangen. »Die harte Arbeit der letzten Jahre hat sich endlich bezahlt gemacht«, sagt die Inzellerin, die sich vor zwei Jahren vorübergehend aus dem DESG-Kader verabschiedet hatte. Bei Olympia will sie gute Rennen laufen und die bestmöglichen Platzierungen erreichen. Ein Bild von Sotschi hat sich Hirschbichler bereits im letzten März gemacht. »Da waren noch viele Baustellen, ich bin gespannt, wie es jetzt dort aussieht. Besonders freue ich mich auf das Olympische Dorf, meine Rennen und die Eröffnungsfeier«, verrät sie. Bei der angesprochenen Eröffnungsfeier wird Geisreiter nicht dabei sein, denn bereits am folgenden Tag steht für den 27-Jährigen das Rennen über 5000 Meter an. Seine Nominierung erkämpfte sich Geisreiter bereits zum Saisonstart. Damit war ihm nach seiner Verletzung eine große Last von der Schulter gefallen.

Geisreiter will über fünf und zehn Kilometer starten

»Gedanklich bin ich oft bei den Spielen, das hat aber mehr mit Vorfreude zu tun. Nach der erfolgreichen Qualifikation ist einiges an Anspannung abgefallen«, gibt Geisreiter zu. Wie Trainer Markus Eicher hat auch der junge Inzeller hohe Ziele bei den Spielen. »Ohne mir einen Riesendruck aufzubauen - auf ein Ergebnis um den fünften Platz herum wäre ich schon sehr stolz«, sagt Geisreiter. Bisher hat er nur einen Startplatz über die 5000 Meter sicher. Ob er auch die 10 000 in Angriff nehmen darf, entscheiden die Trainer in Sotschi. »Ich habe in den letzten Jahren mein Gefühl und meine Renntaktik auf den fünf Kilometern um einiges verbessern können. Diese Strecke macht mir zurzeit eigentlich am meisten Spaß«, verrät er.

Die Zehn-Kilometer-Distanz sei taktisch noch haariger, betont er. »Am liebsten würde ich beide Strecken laufen. Das habe ich selber in der Hand. Bei einem starken ´Fünfer´ kommen sie eh nicht an mir vorbei«, zeigt er sich selbstbewusst. Toll findet es der Zwei-Meter-Mann, dass er nicht als einziger Inzeller nach Sotschi reisen wird. »Ich habe mit Gabi schon darüber gelacht, wie wir uns dann mal in 30 Jahren erzählen werden, was wir doch für ´wilde Hunde´ damals bei den Spielen gewesen sind«, berichtet Geisreiter.

Neben den Olympia-Vorbereitungen muss Eicher aber auch ein Auge auf seine nicht qualifizierten Schützlinge aus Inzell werfen. Roxanne Dufter, Hubert Hirschbichler und Georg Lisowski beginnen mit dem Aufbautraining für die German-Open Ende Februar. Hier haben die Sportler die Möglichkeit, sich mit guten Leistungen für den Heim-Weltcup im März zu qualifizieren. Laut Eicher ist die Teilnahme für die drei Inzeller in Bezug auf die Kaderberufung in der nächsten Saison sehr wichtig SHu.