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Geht die Serie des SVK weiter?

5.0
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Auf ein Neues! Mit diesem Motto geht der SV Kirchanschöring in der Fußball-Landesliga Südost in sein Heimspiel gegen den FC Falke Markt Schwaben (16 Uhr) – und das gleich in zweierlei Hinsicht. Nach den beiden Spielabsagen am Ostersamstag (beim FC Ergolding) und Ostermontag (zu Hause gegen Holzkirchen) sind die Gelb-Schwarzen heiß darauf, endlich wieder ins Geschehen einzugreifen, um nicht zuletzt ihre Serie von drei Siegen aus drei Partien im Jahr 2013 fortzusetzen.


Tabellarisch positioniert sich der SVK (7. Rang) im Moment ganze fünf Plätze vor den »Falken« (12.), allerdings trennen beide Teams nur vier Punkte. Das Vorspiel (14 Uhr) bestreiten übrigens die Landesliga-A-Junioren der JFG Salzachtal gegen den TSV Forstenried.

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Die Gäste haben auf den ersten Relegationsplatz ein Polster von sechs Punkten, das in Anbetracht der Tatsache, dass der TuS Holzkirchen drei Spiele weniger absolviert hat als sie aber relativ dünn bemessen ist.

Die Hausherren dagegen wollen sich in der oberen Tabellenhälfte festsetzen. Im Lager um die Trainer Günter Heberle und Sepp Aschauer ist man zuversichtlich, dass dieses Unterfangen klappt. »Die Spielabsagen waren für uns zwar bitter, da wir vollen Wind in den Segeln hatten, allerdings hat sich seitdem auch nicht viel verändert bei uns. Wir haben anstatt der Spiele gut trainiert und sind nach wie vor gut drauf«, so Josef Thanbichler, der mit seinem Verantwortlichen-Gremium wieder auf eine gute Kulisse hofft. Die Werbung der Mannschaft dafür stimmte in den letzten Wochen und zugegeben, die Heimstärke der Gelb-Schwarzen ist beachtlich: 23 der 36 Zähler holte man zu Hause.

Auch Mittelfeldmann Florian Hofmann ist siegessicher, auch wenn er nach seiner Weisheitszahn-Operation nur von draußen zusehen kann. »Daheim sind wir bärenstark und in der Rückrunde ohnehin nur sehr schwer zu schlagen. Ich tippe auf ein 2:0«, so Hofmann. Er weiß allerdings nicht erst seit dem 2:2 im Hinspiel über eine der großen Stärken des Gegners bescheid.

Der »Star« der »Falken« steht nämlich in hinterster Reihe. Der 22-jährige Torwart Michael Kaltenhauser machte nämlich nicht nur der Offensivreihe des SVK das Leben bereits schwer.

Hofmann spielte mit ihm in der Jugendakademie bei Red Bull Salzburg, ehe Kaltenhauser über den SV Grödig zum lettischen Rekordmeister FC Skonto Riga abwanderte. Nach einigen Rückschlägen wie Verletzungen und unter anderem der zu spät eingetroffenen Freigabe für die Europa League wurde er in die Erste estnische Liga (Meistriliiga) ausgeliehen. Den ersten vier Teams dieser Spielklasse rechnet Kaltenhauser deutsches Drittliga-Niveau an. Sein Team gehörte dazu. Nach abenteuerlichen und eindrucksvollen Jahren zog es den gebürtigen Wasserburger allerdings wieder in die Heimat. »Er hat nur für den Fußball gelebt und alles dafür getan, jetzt macht er eine Lehre und will nebenbei trotzdem noch ambitioniert spielen«, so Ex-Kollege Hofmann. Markt Schwaben dürfte für den Schlussmann aber wohl eher eine Durchgangsstation sein.

Man darf also gespannt sein, was sich die Kirchanschöringer um ihren Torjäger Sebastian Leitmeier (17 Treffer) einfallen lassen, um Kaltenhauser zu überwinden. Der Plan ist denkbar einfach: Wie immer hoffen die SVK-Anhänger auf das starke Mannschaftskollektiv, das seine Klasse in den vergangenen drei Spielen bei einer Ausbeute von neun Punkten und 12:1 Toren nachdrücklich unter Beweis gestellt hat. Außerdem gibt es einen weiteren Anreiz für die »Anschöringer« Crew, denn nach der Partie geht’s geschlossen in Richtung Salzburg zum Mannschaftsabend. »Da würde uns ein Sieg natürlich ganz besonders schmecken«, so Josef Thanbichler. bt