weather-image

Gawron verspricht: »Wir werden ein anderes Gesicht zeigen«

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Er stand schon 2013 in der Startformation gegen den FC Töging: Max Bauer (links) vom SB Chiemgau Traunstein, hier gegen den Anifer Lukas Fridrikas. (Foto: Weitz)

Die Verantwortlichen des SB Chiemgau Traunstein waren sich nach dem verpatzten Auftakt in der Fußball-Landesliga Südost einig: »Wir waren zu ängstlich, zu brav«, fasste Trainer Adam Gawron das Auftreten seiner Truppe noch einmal kurz zusammen. Für die Heimpremiere gegen den FC Töging, die am heutigen Mittwoch um 19.30 Uhr im Jakob-Schaumaier-Sportpark über die Bühne geht, gibt er sich trotz des jüngsten 1:2 in Deisenhofen zuversichtlich: »Wir werden ein anderes Gesicht zeigen, die Zuschauer werden eine ganz andere Mannschaft sehen.«


Damit meint der Trainer des Bezirksliga-Meisters jedoch nicht eine andere Aufstellung, denn er schenkt dem »Deisenhofen-Team« – zumindest weitestgehend – das Vertrauen. Im Klartext heißt das: Am Kader wird sich nicht viel ändern, Gawron schloss nicht mal aus, dass er die selbe Startformation wie am vergangenen Samstag auf den Rasen schickt.

Anzeige

Das Positive an seiner jungen Truppe sei, »dass die Spieler lernwillig sind«, so der A-Lizenz-Inhaber. Die Partie in Deisenhofen sei »phasenweise eine gute Lehrstunde« gewesen – frei nach dem Motto: »So wird’s nicht gemacht.« Insofern hoffe Gawron, dass seine Kicker die nötigen Lehren ziehen und ihre nächste Chance gegen den Vorjahres-Aufsteiger aus Töging (2:1-Sieger zum Start gegen die SpVgg Landshut) nutzen.

Wichtig sei, so der Traunsteiner Trainer, die Ruhe zu bewahren, denn im Training könne man zurzeit ohnehin nicht viel machen, da die Spieler auch Regeneration benötigen. »Wir haben am Montag eher an der Moral gearbeitet und versucht, ein bisschen Spaß reinzubringen«, berichtet Gawron. Das Ende der Sensationsserie – der SBC war bis zum Deisenhofen-Spiel fast ein Jahr lang ohne Punktspiel-Niederlage – sei für ihn »kein großes Problem.« An diese Serie hätte man auch »gar nicht gedacht« als man nach Deisenhofen fuhr, betont er. Nun hofft er, dass seine Jungs um eine Erfahrung reicher sind und die Fehler vom Samstag nicht wiederholen.

Die Töginger – die von den Traunsteinern per Videostudium analysiert wurden – wollen ihren Auftakt-Sieg mit einem weiteren Dreier aufwerten. »Wir treten mit breiter Brust an«, so Abteilungsleiter Klaus Maier. FCT-Trainer Mario Reichenberger, der sich mit einem Punkt in Traunstein nicht zufriedengeben möchte, will mit der gleichen Startelf beginnen wie zuletzt. Er bangt aber noch um den Einsatz von Andreas Bichlmaier (Adduktorenzerrung).

»Die Mannschaft hat gegen Landshut schon sehr viel richtig gemacht«, freute sich Reichenberger, »wir haben sehr gut gegen den Ball gearbeitet. Nur in der Offensive müssen wir unsere Aktionen noch konsequenter zu Ende spielen.«

Gespannt darf man sein, wie groß das Zuschauerinteresse sein wird. Im SBC-Lager hofft man auf bis zu 1000 Fans, »weil das gleich eines der wenigen Inn/Salzach-Duelle ist und die Töginger schon immer viele Leute mitgebracht haben«, so Pressesprecher Peter Mallmann. Er lässt übrigens extra eine sogenannte »Dauerkarten-Kasse« aufsperren. »Hier kann man reservierte Dauerkarten abholen. Neue Dauerkarten sind ebenso erhältlich wie Tagestickets fürs Heimspiel am kommenden Samstag um 18 Uhr gegen den SV Planegg-Krailling.«

Die letzten Duelle zwischen beiden Teams gab’s in der Saison 2013/14, die Töging als Meister abschloss, während der SB Chiemgau mit acht Punkten Rückstand Dritter wurde und »mit dem Ofenrohr ins Gebirge« schaute. Damals setzten sich zweimal die Reichenberger-Schützlinge durch: am Töginger Wasserschloss mit 5:1, auf dem Traunsteiner Zweier-Platz des Jakob-Schaumaier-Sportparks mit 3:0.

Hätten die SBC-Fußballer damals beide Partien gewonnen, wären sie – im Nachhinein berechnet – schon ein Jahr vorher aufgestiegen. Betrachtet man die Startformationen vom damaligen Rückspiel am 16. November 2013 in Traunstein, so waren beim SBC nur vier Mann auch am vergangenen Samstag in Deisenhofen von Anfang an im Einsatz (Max Bauer, Tobias Berz, Patrick Schön und Stefan Mauerkirchner). Von der Töginger Anfangself von 2013 waren es immerhin noch sechs Akteure (Torwart Welder De Souza Lima, Sergej Volkov, Andreas Zeiller, Andreas Bichlmaier, Hannes Ganghofer und Benedikt Baßlsperger), die nun auch von Beginn an gegen die SpVgg aus Landshut ran durften. cs