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Fußball-Party in Kirchanschöring

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Abschiedsstimmung beim SV Kirchanschöring: Nicht nur von den Fans verabschiedet sich der Fußball-Landesligist am heutigen Samstag, 15 Uhr, im Heimspiel gegen den nicht mehr abstiegsgefährdeten SV Türkgücü-Ataspor München in die Sommerpause. Auch drei Kicker sagen »Servus«: Michael Lissek kehrt zum Kreisligisten TuS Traunreut zurück, Tom Mooser wechselt zum Bezirksligisten ESV Freilassing und Andi Koch legt aus privaten Gründen eine Pause ein – er wird zum dritten Mal Vater.


Für Mooser ist es aber nur ein teilweiser Abschied, »denn er bleibt uns als Nachwuchs-Koordinator der JFG Salzachtal erhalten, die ja aus dem TSV Fridolfing, dem TSV Tittmoning und unserem Verein besteht«, informiert SVK-Pressesprecher Sepp Thanbichler. Endgültig ist dagegen der Abschied von Micha und Fredi Plank, die heute bei der anschließenden Saisonabschlussfeier aller drei Herrenmannschaften nach knapp zehn Jahren ihren Ausstand als Vereinswirtsleute geben. »Wir werden hier versuchen, bis zur Winterpause eine interne Lösung zu finden. Das Team, das bisher bei Micha und Fredi mitgeholfen hat, steht uns dabei nach wie vor zur Verfügung«, so Thanbichler.

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Einer großen Fußball-Party, die mit 100 Liter Freibier – natürlich auch für Fans – gefeiert werden soll, steht also nicht mehr viel im Weg, zumal es gegen den Rang-13. Türkgücü-Ataspor nur noch um eine Verbesserung in der Tabelle geht. Die zählergleichen Freisinger von Rang fünf zu verdrängen – so lautet das Ziel der »Anschöringer«. Auch die Türken könnten sich noch um einen oder zwei Ränge verbessern. Türkgücü ist übrigens der Ex-Verein von Erhan Önal, dem Vater von Patrick Mölzl – auch insofern ist die Partie für den SVK-Trainer eine ganz besondere Partie.

Für die Spielzeit 2014/2015 wünscht sich Thanbichler, dass die doch ziemlich spontanen Trainerwechsel diesmal ausbleiben: Günter Heberle hatte kurz vor Saisonbeginn seinen Rückzug angekündigt, das Duo Uli Habl/Sepp Aschauer strich dann in der Winterpause die Segel, als bekannt wurde, dass Mölzl und Stephan Schmidhuber im Sommer 2014 das Ruder übernehmen sollten. »So ein Jahr muss ich nicht wieder haben«, gesteht Thanbichler, »doch unter diesen Umständen hat die Mannschaft eine Supersaison hingelegt – und nach Punkten sogar besser abgeschnitten als in der vorherigen Spielzeit.«

Der Kader, der im Juni die Vorbereitung auf die neue Landesliga-Saison aufnimmt, werde ziemlich groß sein, so der Pressesprecher, »das hängt damit zusammen, dass unsere Zweite und Dritte Mannschaft erst sehr spät in die Saison starten, wir aber jungen, willigen Spielern auf alle Fälle eine Chance geben wollen.« Schwacher Trost für den SVK, dass dieses zeitliche Problem auch viele andere Vereine der höheren Amateurklassen zu bewältigen haben ... cs