Funk kämpft sich aufs WM-Podium

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Frederic Funk musste bei der Challenge-WM in Samorin alles geben. Am Ende wurde der junge Profi-Triathlet aus Unterwössen Dritter. (Foto: PushingLimits)

Im Vorfeld hat er angekündigt, dass er gerne aufs Podium möchte – und Frederic Funk hat wieder einmal geliefert! Bei der Challenge-WM über die Mitteldistanz in Samorin belegte er am Ende den dritten Platz. Und dabei standen die Vorzeichen für den jungen Triathleten aus Unterwössen vor dem Rennen über 1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren und 21 km Laufen in der Slowakei ja alles andere als gut. Denn wegen einer Verletzung konnte er zuletzt sein Lauftraining nur sehr eingeschränkt absolvieren.


Florian Angert sicherte sich am Ende verdient den Titel bei »The Championship«. Der 29-Jährige aus dem Team Erdinger Alkoholfrei siegte bei äußerst windigen Bedingungen in 3:36:03 Stunden und verwies dabei den Dänen Mag- nus Ditlef (3:39:45), sowie eben seinen Teamkollegen Frederic Funk (3:40:25) auf die weiteren Podestplätze.

Gerade beim Schwimmen waren die Athleten in der Donau, die sich an diesem Tag als äußerst wellig präsentierte und zudem auch noch starke Strömungen hatte, richtig gefordert. »Das hat das Ganze schon sehr anspruchsvoll gemacht«, berichtete Funk im Gespräch mit unserer Sportredaktion.

Hinter Lokalmatador Richard Varga kam Angert als Zweiter mit einem Rückstand von 48 Sekunden aus dem Wasser, mit weiteren rund 30 Sekunden Rückstand folgten Funk und der Amerikaner Eric Lagerstrom. Angert war auf dem Rad dann aber schnell ganz vorne. Und auch Funk, der ja als Ersatzmann für das Team Europa für den Collins-Cup nominiert war, holte beim Radfahren wieder auf. »Ich habe die Hälfte des Rennens gebraucht, um die Lücke zu Flo zuzufahren«, erzählte der 24-Jährige. Doch dann führten die beiden das Feld überlegen an. »Ich habe aber schnell gemerkt, dass Flo richtig gute Beine hat und ich konnte ihm nicht wegfahren.« So kamen die beiden Konkurrenten gemeinsam in der Wechselzone an und wechselten mit einem großen Polster in die Laufschuhe.

Der Unterwössener versuchte, am Anfang des Halbmarathons das Tempo seines Teamkollegen mitzugehen. »Aber ich konnte es nicht. Er hatte einen brutalen Tag.« Funk fiel zurück und musste seiner langen Laufpause dann auch ein wenig Tribut zollen. »Ich bin langsamer geworden.« Und so konnte ihn der Däne Ditlef auch noch überholen. Zum Schluss musste Funk sogar noch um seinen Podestplatz fürchten, denn der Österreicher Thomas Steger machte von hinten Druck. »Wir sind beide am Limit gelaufen und die letzten zwei Kilometer musste ich wirklich alles geben«, erzählte Funk.

Der junge Profi, der in diesem Jahr schon die Challenge St. Pölten und die Challenge Walchsee für sich entschieden hatte und am Walchsee damit auch Europameister wurde, geht nun voller Zuversicht in seinen nächsten kurzen Trainingsblock. Denn in Samorin glänzte er mit der besten Radzeit des Tages. In wenigen Wochen steigt nun noch die Ironman70.3-WM in den USA. »Ich bin optimistisch, dass ich jetzt auch beim Laufen schnell meine alte Form wiederfinde.« Und damit zählt Frederic Funk auch in St. George zu den ganz heißen Kandidaten auf den WM-Titel der Ironman-Serie-70.3.

SB

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