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Für den SVK wird die Luft immer dünner

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SVK-Spieler Tobias Schild (rechts, hier im Zweikampf mit Heimstettens Rene Schäffer) hofft, dass er mit seinem Team an diesem Wochenende punkten kann. (Foto: Zucker)

Der SV Kirchanschöring wartet in diesem Jahr noch immer auf den ersten Pflichtspielsieg in der Fußball-Bayernliga Süd. Zuletzt setzte es ja zwei Niederlagen gegen den SV Heimstetten (0:3) und beim TSV Schwabmünchen (0:1). Davor gab's immerhin zwei Unentschieden beim ASV Neumarkt (1:1) und gegen den FC Ismaning (2:2). Mit dieser mageren Punkteausbeute aus vier Spielen rutschten die Gelb-Schwarzen in der Tabelle auf den 16. Platz zurück und befinden sich damit in akuter Abstiegsgefahr.


Der SVK (27 Spiele/26 Punkte) steht damit nämlich jetzt auf einem der vier Relegationsplätzen und hat bereits vier Punkte Rückstand auf das rettende Ufer, das aktuell der TSV 1860 München II (28/30) einnimmt. Der Vorsprung auf den ersten der beiden direkten Abstiegsplätze ist hingegen nicht mehr vorhanden, denn der Vorletzte BCF Wolfratshausen (27/26) hat genauso viele Punkte auf dem Konto wie der SVK. Es wird also äußerst brenzlig für die Truppe von Trainer Michael Kostner.

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Thaddäus Jell aus der sportlichen Leitung des SVK gibt unumwunden zu, dass die Gelb-Schwarzen ein »unangenehmes Osterwochenende« erlebt haben. Würde man die beiden Spiele aber genauer betrachten, betonte Jell weiter, »kann man unserer Mannschaft keinen Vorwurf machen.«

Jell optimistisch: »Holen nötige Punkte«

Er zeigte sich weiterhin optimistisch, »dass wir die nötigen Punkte im Abstiegskampf holen werden«. Er richtete auch einen Appell an die SVK-Fans und bat auch weiter um ihre Unterstützung: »Auch in sportlich schwierigen Zeiten stehen wir zusammen und wollen uns unserer Herausforderung stellen.«

SVK-Trainer Michael Kostner hat der Mannschaft nach den zwei Pleiten erst einmal zwei Tage frei gegeben, um die Köpfe frei zu bekommen. Ob das nun schon an diesem Wochenende den gewünschten Erfolg bringen wird, bleibt abzuwarten, denn: Ausgerechnet jetzt kommt »die Mannschaft der Stunde zu uns«, wie es Kostner formulierte. Und in der Tat hat der FC Sonthofen – das Spiel wird am Samstag um 15 Uhr im Stadion an der Laufener Straße angepfiffen – seine letzten vier Spiele gewonnen und sich damit frühzeitig aller Abstiegssorgen entledigt. »Unsere Gäste haben dadurch mit Sicherheit eine Menge Selbstvertrauen getankt«, hob Kostner hervor. »Außerdem haben die Allgäuer mit dem Kahric einen sehr erfahrenen Trainer und obendrein auch eine gute Bayernliga-Mannschaft.« Der neue SVK-Coach, der ja erst in der Winter-Vorbereitung das Team kurzfristig übernommen hat, betonte aber auch: »Für uns wird es langsam Zeit zu punkten, wenn wir die Liga halten wollen!«

Kostner kämpferisch: »Nicht jammern«

Natürlich habe sein Team im Moment nicht das Selbstvertrauen, »was wir eigentlich bräuchten«, gab Kostner unumwunden zu. Aber die Truppe habe Charakter, fügte er hinzu. Der SVK wäre in den letzten Spielen – außer der Partie gegen Heimstetten – nicht die schlechtere Mannschaft gewesen. »Aber wir haben unsere guten Chancen vorne nicht genutzt, während hinten jeder Fehler sofort bestraft wurde«, fasste er zusammen.

Aber das hilft jetzt alles nichts mehr. »Jetzt gilt es für uns alle, nicht herumzujammern oder zu zweifeln«, fügte Kostner hinzu. »Sondern Visier runter und 90 Minuten fighten!« Und das müsse auch für das Umfeld gelten. »Auf geht's SVK. Zeigen wir, was wir draufhaben!« Und das wäre auch bitter nötig, wenn die Ära des SVK in der Bayernliga nicht in wenigen Wochen so bitter enden soll... SB