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»Fünf Kandidaten in engerer Auswahl«

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Nach drei Jahren endet seine Tätigkeit beim TuS Traunreut: Trainer Tom Stutz. (Foto: Weitz)

Der TuS Traunreut wird die Zusammenarbeit mit Trainer Tom Stutz zum Saisonende definitiv beenden. Das teilte der abstiegsbedrohte Fußball-Bezirksligist vor dem Kellerduell zu Hause gegen den SV Heimstetten II (heute, 14 Uhr, Naturrasen) mit. Wie Abteilungsleiter Markus »Effe« Tesche betonte, hätte Stutz in den vergangenen drei Jahren »hervorragende Arbeit geleistet.« Doch diverse Abnutzungserscheinungen wollte der Spartenboss auch nicht verhehlen. »Nach drei Jahren wird halt auch einiges zur Routine«, so Tesche, »jetzt wollen wir wieder neue Impulse setzen.«


Für die Stutz-Nachfolge hat die TuS-Führung fünf Kandidaten in der engeren Auswahl, wobei sich darunter »zwei oder drei Favoriten« (Tesche) befinden sollen. »Wir wollen mit allen persönlich sprechen – jeder soll die Chance kriegen, sein Konzept vorzustellen.« Noch offen sei auch, ob Co-Trainer Alex Harsch und Torwarttrainer Dirk Lohaus in der Siemensstadt bleiben. Sicher sei dagegen, dass »Seppo« Koschwan auf der Kommandobrücke der »Zweiten« (A-Klasse VI) weitermacht.

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»Eines muss ich klarstellen«, so Tesche, »mit der Tabellensituation hat unsere Entscheidung nichts zu tun.« Zumal die Grün-Weißen ja als Sechster des Rückrunden-Klassements derzeit absolut passabel dastehen. »Und die Vorstandschaft wünscht dem Tom privat und sportlich alles Gute für die Zukunft«, betont der Abteilungsleiter. Wie Tesche hinzufügte, sollen Stutz mehrere Angebote vorliegen, der aktuelle TuS-Trainer könne sich jedoch auch vorstellen, »ein Sabbatjahr einzulegen.«

Es ist jedoch ein offenes Geheimnis, dass Stutz’ Arbeit vor der Zeit, als man für die Heimspiele auf Kunstrasen wechselte, nicht immer in höchsten Tönen gelobt wurde. Insofern darf man auch gespannt sein, wie die Grün-Weißen heute mit der Umstellung auf den eigenen Naturrasen zurechtkommen. Fakt ist nämlich, dass der TuS aus seinen fünf Kunstrasen-Heimspielen seit dem 24. Oktober (3:0 gegen Kastl) 13 Punkte holte. In den übrigen 19 Begegnungen konnten dagegen nur zwölf Zähler aufs Konto gebucht werden. Böse Zungen behaupten: Ohne ihren ekelhaft zu bespielenden Kunstrasen würden die Traunreuter schon fast als Absteiger feststehen.

So aber liegen sie aktuell über dem Strich und möchten diese Position natürlich am liebsten ins Ziel bringen. Nicht dabei helfen können heute Felix Maaßen (Oberschenkelverletzung), Chris Felde (Schulterprobleme) und eventuell auch Ersel Aydinalp (Finger gebrochen), über dessen Einsatz der Arzt erst ziemlich kurzfristig entscheiden wird. Gestern lief Aydinalp noch mit Gips herum.

»Wenn er eine Schiene bekommen könnte, wäre sein Einsatz vielleicht möglich«, mutmaßt Tesche. Erfreulich sei dagegen, dass Dominik Schneider als »Sechser« wieder voll in der Spur ist nach einer verletzungsbedingten Pause. Er bot, wie die anderen Traunreuter auch, beim unglücklichen 3:3 gegen Ebersberg und beim jüngsten 1:2 in Ottobrunn eine sehr ordentliche Leistung.

Im Hinspiel in Heimstetten setzte es übrigens trotz einer 1:0-Pausenführung (Torschütze: Michael Lissek) eine 1:4-Niederlage. Die Stutz-Truppe hat also gegen die Bayernliga-Reserve noch etwas gutzumachen. cs