Fünf Gegentore bei der Generalprobe

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Er ist der neue SBC-Kapitän: Moritz Knauer. (Foto: Weitz)

Ausgerechnet bei der Generalprobe vor dem Ligastart am kommenden Samstag um 13 Uhr beim TSV Eintracht Karlsfeld hat der SB Chiemgau Traunstein seine erste Niederlage in der Sommer-Vorbereitung einstecken müssen. Nach einem Sieg und drei Unentschieden hintereinander mussten sich die Landesliga-Fußballer im Testspiel gegen den österreichischen Regionalligisten Austria Salzburg gleich mit einem deutlichen 0:5 geschlagen geben.


Für SBC-Trainer Rainer Elfinger war die Testspiel-Schlappe aber kein Beinbruch. »Das war heute eine große Aufgabe. Die Niederlage zieht uns jetzt nicht runter«, betonte er. Er zeigte sich insgesamt mit der Vorbereitung sehr zufrieden. »Wir haben bisher keinen schlechten Job gemacht.«

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Elfinger musste im letzten Testspiel auch erneut auf einige Spieler verzichten. Mike Opara fehlte verletzt, Neuzugang Daniel Larisch (Knie) ist noch nicht fit und Thomas Unterhuber sowie Markus Unterhuber waren ebenfalls nicht dabei. Zudem hat Vedaant Nag den SB Chiemgau noch verlassen. Der Defensivmann spielt künftig beim österreichischen Regionalligisten USK Anif.

Austria-Trainer Christian Schaider war nach den 90 Minuten überaus zufrieden. »Die Mannschaft ist so aufgetreten, wie wir uns das vorgestellt haben«, hob er hervor. Nur in der zweiten Halbzeit lief es nicht ganz so wie gewünscht für sein Team. »Da haben wir einen Gang zurückgeschaltet«, monierte er. Das Ergebnis gehe daher so in Ordnung. »Wir gehen jetzt jedenfalls mit einem guten Gefühl in unser erstes Punktspiel.« Die Austria startet wie der SB Chiemgau am nächsten Wochenende wieder in die Punkterunde. Die Violetten empfangen dabei am kommenden Samstag um 17 Uhr im Max-Aicher-Stadion den Salzburger AK. »Diese Woche arbeiten wir jetzt noch am Feinschliff, aber wir sind gut gerüstet«, zeigte sich Schaider überzeugt.

Das Testspiel im Jakob-Schaumaier-Sportpark begann mit 20-minütiger Verspätung, weil kurzerhand auf einem anderen Platz gespielt wurde. Die Gäste zeigten sich davon aber unbeeindruckt und dominierten von Beginn an das Spiel, bei dem es während der 90 Minuten auch immer mal wieder kurz regnete.

Das erste Tor für die Salzburger, bei denen der frühere SBC-Torwarttrainer Peter Martin unter Vertrag steht und bei der Austria ebenfalls für die Keeper zuständig ist, fiel nach einem Konter. Christoph Bann ließ SBC-Schlussmann Marko Kao aus rund 20 Metern keine Chance. Nur acht Minuten später musste der Traunsteiner Torwart erneut hinter sich greifen. Diesmal war Marinko Sorda nach einem Zuspiel von Alexander Schwaighofer zur Stelle.

Die Heimmannschaft probierte offensiv ebenfalls Akzente zu setzen. Doch meist wurden die Vorstöße von den Salzburgern bereits im Keim erstickt. Kurt Weixler sah in der 33. Minute allerdings, dass der Salzburger Torwart zu weit vor seinem Kasten stand und zog von der Mittellinie einfach mal ab – doch sein Versuch ging neben das Tor. Weixler ist übrigens der neue Vize-Kapitän beim SB Chiemgau, während Moritz Knauer der neue Spielführer der Traunsteiner ist.

Danach waren wieder die Gäste am Drücker, die dem SBC noch vor der Pause zwei weitere Treffer einschenkten. Nach einer Ecke von Marco Hödl stand Mathias Theiner einschussbereit im SBC-Strafraum, laut SBC-Trainer Rainer Elfinger fälschte aber Verteidiger Waldemar Daniel den Ball ins eigene Tor ab (38.). Eine Minute vor dem Pausenpfiff war dann noch Marco Hödl erfolgreich.

»In der ersten Halbzeit haben wir es ihnen zu leicht gemacht«, gab auch SBC-Trainer Rainer Elfinger hinterher zu Protokoll. »Aber das schärft auch unsere Sinne«, zeigte er sich überzeugt.

Auch nach dem Wechsel waren die Gäste zunächst sofort wieder tonangebend. Bann sorgte für das 5:0 (49.). Danach gab's im Salzburger Spiel – auch durch einige Wechsel bedingt – einen Bruch. Der SB Chiemgau war nun besser in der Partie. Was auch Elfinger gut gefiel. »Wir konnten in dieser Phase durchaus auch einige Nadelstiche setzen.« Die ganz zwingenden Chancen sprangen dabei aber nicht mehr heraus. »Oft war es ein Schlenker zu viel.« Alles in allem seien die zweiten 45 Minuten aber ganz gut gelaufen. »Da waren wir viel cooler«, fasste der Coach zusammen. Und so könne seine Mannschaft »mit Selbstvertrauen« in die Punkterunde starten.

SB

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