weather-image
17°

Frühe SBC-Tore sichern ersten Dreier 2013

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Er trug mit einem Treffer zum Sieg des SBC Traunstein bei: Patrick Schön. (Foto: Weitz)

VfL Waldkraiburg: Auer, Rudolf (ab 58. Minute Wimmer), Loboda (ab 46. Sagi), Stuiber, Hadzic, Balck, Pantea, Deutsch, Popa, Gibis, Miller.


SB Chiemgau Traunstein: Sebastian Schreiber, Bauer (ab 74. Dengel), Thudt, Sebastian Mayer, Tobias Berz (ab 69. Schneider), Schön, Mauerkirchner, Probst (ab 89. Wendlinger), Maximilian Trzewik, Wittmann, Marchl.

Anzeige

Schiedsrichter: Philipp (FC Dettenschwang).

Zuschauer: 150.

Tore: 0:1 (12.) Mauerkirchner, 0:2 (21.) Schön, 1:2 (67.) Popa.

Der Fußball-Bezirksligist SB Chiemgau Traunstein hat seinen ersten Dreier im Jahr 2013 unter Dach und Fach gebracht: Beim VfL Waldkraiburg gewann die Mannschaft von Trainer Gerhard Balk mit 2:1 (2:0). Verdient war der Sieg vor allem deshalb, weil die Gäste noch einige glasklare Chancen ausließen. Und so musste eben bis zum Schlusspfiff gezittert werden.

»Wir haben eine ganz andere Mannschaft gesehen wie eine Woche vorher in Aschheim: wesentlich präsenter und kompakter«, freute sich Traunsteins Sportlicher Leiter Manfred Wudy, der zudem konstatierte: »Diesmal sind unsere Jungs von Anfang an richtig zur Sache gegangen. So stellen wir uns das vor.«

Zum fünften Auswärtsspiel in Folge gastieren die Balk-Schützlinge nun bereits am Mittwoch um 19.30 Uhr beim SV/DJK Kolbermoor, wo die gute Bilanz aus den vergangenen Spielen (drei Dreier aus vier Begegnungen) fortgesetzt werden soll.

Ein dickes Lob hatte SBC-Pressesprecher Peter Mallmann für »Sebi« Mayer parat: Der Debütant, der früher beim 1. FC Traunstein unter anderem in der Bezirksoberliga gespielt hatte, zeigte sich wie gewohnt sehr athletisch und zweikampfstark, sodass Mallmann gar von einem »'Sebi' in Top-Verfassung« sprach.

Enttäuscht war dagegen VfL-Trainer Adrian Malec, den eine »unterirdische erste Halbzeit mit einem indiskutablen Zweikampfverhalten« wurmte. »Wenn wir von Anfang an so gespielt hätten wie nach der Pause, dann wären wir als Sieger vom Platz gegangen«, meint der Waldkraiburger Übungsleiter.

VfL-Pressesprecher Dirk Gümpel traf die Einschätzung, »dass der Ausgleich bis zum Schluss möglich war«, räumte aber auch ein »dass die Traunsteiner im Prinzip Chancen auf einen Kantersieg hatten.«

Die knapp 150 Zuschauer sahen einen verhaltenen Beginn. Der VfL hatte nach einer Ecke von Liviu Pantea die erste Möglichkeit, doch der Kopfball von Markus Gibis konnte von den Gästen kurz vor der Linie abgewehrt werden (9.). Drei Minuten später zogen die Traunsteiner in Führung: Patrick Schön passte quer zu Youngster Stefan Mauerkirchner, der – laut Gümpel aus »stark abseitsverdächtiger Position« – zum 0:1 einschob. Glück hatten die Industriestädter in der 19. Minute, als Schön nach einer Hereingabe von Maxi Probst am Ball vorbeisprang. Doch zwei Minuten später lag das Leder dann doch wieder im VfL-Tor: Probst bereitete sehenswert vor und Patrick Schön drückte den Ball zum 0:2 über die Torlinie.

Nach knapp einer halben Stunde tankte sich Pantea am rechten Flügel durch und passte quer zu Waldemar Miller. Dessen Kopfballvorlage nahm Jure Loboda per Seitfallzieher ab, doch der Schiedsrichter pfiff hohes Bein.

Zehn Minuten vor dem Seitenwechsel hätte das 0:3 fallen können. Erneut drang Probst in den Strafraum ein und umspielte Torwart Auer, doch seinen Pass konnte Schön – der das leere Tor vor sich hatte – nicht im Kasten unterbringen. Fast mit dem Pausenpfiff verfehlte ein abgefälschter Freistoß von VfL-Routinier Yves Deutsch nur knapp das Tor von »Sebi« Schreiber.

Gleich nach dem Seitenwechsel zog der eingewechselte Gergely Sagi nach Vorarbeit von Gibis platziert ab, doch Schreiber lenkte das Leder mit den Fingerspitzen an die Latte. Wenige Sekunden später folgte die nächste Glanztat des früheren Kirchanschöringers, als er sich bei einem Versuch von Miller mächtig lang machte und zur Ecke klärte.

Wenige Minuten später lag der Ball erneut im VfL-Tor, doch es war Abseits: Probst hatte aus spitzem Winkel abgezogen und Schön das Leder aus kürzester Distanz über die Linie gedrückt. In der 67. Minute durften dann aber die Hausherren jubeln: Markus Gibis passte uneigennützig zu Popa, der den Ball nur noch ins leere Traunsteiner Tor zu schieben brauchte – nur noch 1:2 aus Sicht der Malec-Crew.

»Wenn die Waldkraiburger beim 1:0 ein Abseits gesehen haben wollen, dann war dieser Anschlusstreffer ein mindestens genauso klares Abseitstor«, sagte Manfred Wudy, der Sportliche Leiter der Gäste.

Fünf Minuten später hämmerte Yves Deutsch den Ball volley übers Tor. Dann war es Andy Balck, der sein Visier ebenfalls verkehrt eingestellt hatte. »Die letzten zehn Minuten waren dann die besten des gesamten Spiels«, meinte Gümpel.

Der VfL versuchte alles, um den Ausgleich zu erzwingen, die Traunsteiner konterten. Dabei hatten die Waldkraiburger zweimal großes Glück. Binnen weniger Sekunden verfehlten Probst und der eingewechselte Tony Schneider nicht nur den Ball, sondern auch das leere Tor.

Bereits am Mittwoch hat der VfL die Chance, sich zu rehabilitieren. Dann findet das Nachholspiel gegen den SB/DJK Rosenheim II statt – wiederum im heimischen Jahnstadion. cs