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Frühe Gegentreffer kosten Waging die Siegchance

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Mit ihm hatten die Waginger viel Arbeit: Dominik Grothe (links) – hier gegen Wagings Sebastian Schilling – erzielte zwei Treffer für den TSV Kastl. (Foto: Butzhammer)

Der TSV Waging hat in der Fußball-Bezirksliga Ost nicht für eine Überraschung sorgen können und den Heimauftritt gegen den TSV Kastl mit 1:3 verloren. »Wir wollen nicht immer das Gleiche erzählen, auch wenn es oft das Gleiche ist. Wir haben eine gute Mannschaft sehr stark beschäftigt, hatten wieder Chancen, aber bauen uns in den Anfangsminuten gleich wieder eine Hypothek auf, die nicht mehr rumzureißen ist«, so Spielertrainer Bruno Tschoner.


Damit meinte er den verkorksten Start in die Partie, als Leonhard Thiel nach einer Ecke in der Nähe des Sechzehnerecks zum Schuss kam. Manfred Sommerauer kam eigentlich gut mit der Hand an den Ball, davon sprang das Leder aber im hohen Bogen ins lange Eck - 0:1 (9.).

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Die »Seerosen« brauchten etwas, um in die Partie zu kommen. Eine dicke Möglichkeit früh in der Partie bot sich, als Manuel Sternhuber über Außen durchlief und das Leder scharf zur Mitte brachte, wo der Ball im letzten Moment vor dem einschussbereiten Stefan Mühlthaler noch versprang und der Versuch dann etwas zu sehr über den Fuß rutschte.

In der 22. Minute erhöhten die Kastler ihre Führung auf 2:0 und das zum Leidwesen der Waginger nach gütiger Einladung: Eine schlampige Ballannahme und ein geblocktes Abspiel in der Abwehr zentral vor dem Tor ebnete den Weg für Dominik Grothe, der davonzog und den Ball ins lange Eck schob. Kastl musste wenig Aufwand für viel Ertrag leisten, während die Waginger weiter couragiert und aufwändig zu Werke gingen, aber den Bock einfach nicht umstoßen konnten. Stefan Mühlbachers Kopfball landete am Lattenkreuz und bei Berni Mühlbachers Flachschuss war Egon Weber per Fußabwehr zur Stelle.

An Chancen, Moral und Konzept mangelte es nicht, allerdings an der Effektivität – mal wieder. Sie entscheidet, wo man am Ende landet und das ist in Waging auch am letzten Spieltag ganz offen, wobei man die Relegation aus eigener Kraft fixieren kann.

Im zweiten Abschnitt überzeugten die Waginger. Nachdem Bruno Tschoner den Ball von der Sechzehnerkante ins kurze Eck geschlenzt und verkürzt hatte (58.), wuchs besonders in der Schlussphase der Druck. So waren Sternhuber, Mühlbacher und Hösle ganz nah am Ausgleich, doch entweder fehlte ein kleines Stück oder Egon Weber hatte die Hände im Spiel. So erzielte Dominik Grothe Sekunden vor Ende per Treffer ins verwaiste Waginger Tor den Endstand. fb