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Fridolfing schickt Perach in die Kreisklasse

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Sie durften am Ende jubeln: Die Fridolfinger (von links) Christoph Zeif, Josef Pallauf und Alexander Deubzer gewannen mit ihrem Team das Relegationsspiel gegen Perach und wahrten damit ihre Chancen auf den Aufstieg. (Foto: Butzhammer)

Abschied nehmen aus der Fußball-Kreisliga – das ist für den FC Perach nun amtlich. Im Relegationsspiel gegen Kreisklasse-IV-Vize TSV Fridolfing mussten sich die Inntaler am Donnerstagabend in Tittmoning mit 2:3 nach Verlängerung geschlagen geben.


436 Zuschauer sahen eine faire Partie, die wegen der Regenfälle auf schwierigem Untergrund stattfand. Die Fridolfinger Bernhard-Zeif-Crew trifft nun in der entscheidenden Runde um den Aufstieg auf den Kreisliga-I-Qualifikanten SV Schloßberg, der sich am Mittwoch in Höslwang mit 3:2 gegen den TSV Altenmarkt durchgesetzt hatte.

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Furios ging’s gleich zu Beginn zu. In der 4. Minute ging Fridolfing in Führung: Christoph Zeif bediente von der Grundlinie Seppi Pallauf, der aus elf Metern FC-Tormann Andreas Kirschner keine Chance ließ. Doch die Antwort des Kreisliga-II-Vorletzten folgte postwendend: Kapitän Florian Sperber spielte quer auf Thomas Klingenberg, der das Leder nur noch über die Linie drücken musste – 1:1 (5.). Ein Auftakt ganz nach dem Geschmack der Zuschauer.

Perach konnte das Spiel in der Folge ausgeglichen gestalten, während sich der TSV immer wieder in der gut organisierten FC-Abwehr festspielte. Ab der 20. Minute hatte der FC seine beste Phase. Zuerst scheiterte Manfred Hofmeister mit einer Direktabnahme nach einer Klingenberg-Ecke, wenig später glückte die Führung: Leo Rinke zog aus halblinker Position ab und Fridolfings Schlussmann Maxi Kiermeier konnte den Ball nicht kontrollieren. Hofmeister stand goldrichtig, drückte das Leder aus kurzer Distanz über die Linie – 2:1 (25.). Die Freude über den knappen Vorsprung währte jedoch beim Peracher Anhang nur kurz. Elf Minuten später entwischte Torjäger Zeif der FC-Abwehr und erzielte unhaltbar für Kirschner den Ausgleich (36.).

Nach dem Seitenwechsel war Fridolfing besser im Spiel, während sich die Inntaler auf Konter verlegten. Einmal gab es eine Standard-Chance für Perach: Sperber brachte einen Freistoß zur Mitte und Hofmeister verpasste das Leder freistehend am langen Pfosten (57.). Dann mussten die FC-Kicker dem hohen Tempo Tribut zollen. Angriff auf Angriff rollte auf das Tor von Kirschner, doch die Abwehr um Michael von Sommoggy und Niklas Frischmann stand sicher. Der Fridolfinger Alexander Deubzer scheiterte in der 62. Minute an der Latte. Kirschner hielt sein Team in der 80. Minute im Spiel, als er gegen Zeif bravourös rettete.

Die Verlängerung musste die Entscheidung bringen. In der 101. Minute scheiterte Klingenberg mit einem Schuss aus spitzem Winkel, ehe Fridolfing kurz vor dem erneuten Seitenwechsel das 3:2 gelang. Als Kirschner das Leder nur zur Seite abwehren konnte, stand Zeif goldrichtig (105.).

Mit dem Mut der Verzweiflung warf Perach alles nach vorn, musste dabei aber ab der 108. Minute mit einem Mann weniger auskommen, weil Frischmann von Schiedsrichter Martin Mooser (Oberbergkirchen) mit Gelb-Rot zum Duschen geschickt wurde. In der letzten Minute nahm der eingewechselte Markus Maier den Ball nach einer Ecke direkt, doch der Schuss ging knapp übers Tor. Das war’s! Der Regen hatte aufgehört – aber Perach weinte. Und Fridolfing will am kommenden Dienstag endgültig jubeln ... cs