Freude über Spitzenplätze und »unglaubliche Atmosphäre«

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Im zweiten Lauf holte er sich den Sieg: Markus Reiterberger (Mitte) setzte sich vor Ilya Mikhalchik (links) und Florian Alt durch. (Foto: Dino Eisele – IDM)

Erst ein 2. Platz, dann ein Sieg: Für Motorradrennfahrer Markus Reiterberger wurde seine Rückkehr in die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft (IDM) zu einem großen Erfolg. Der Obinger fuhr in der Klasse Superbike 1000 auf einer BMW S 1000 RR.


Reiterberger war erstmals in dieser Saison in der IDM am Start – und das gleich auf seinem Lieblingskurs in Schleiz. Dort steht der 27-Jährige sogar zweimal auf der Liste der Rundenrekorde auf dem Schleizer Dreieck aus seiner vorherigen Zeit in der IDM. Mit dem BCC Racing Team von Andy Gerlich, der BMW S 1000 RR und der Unterstützung seines Managers Werner Daemen war die Rückkehr in die Serie eine gelungene Sache.

Reiterberger dominierte sowohl im freien Training als auch im Zeittraining. Daher durfte er im ersten Lauf von der Pole Position aus ins Rennen gehen. Er führte das Feld bis zur vorletzten Runde souverän an. Doch dann ging sein jetziger Endurance-WM-Teamkollege Ilya Mikhalchik (Ukraine) – in der IDM für das Team EGS-alpha-Van-Zon am Start – an ihm vorbei und schnappte ihm den Sieg weg.

Mit gut zwölf Sekunden Rückstand folgte der Belgier Bastien Mackels (Yamaha) auf Rang drei. Vierter wurde Florian Alt (Nürmbrecht/+ 17,4) vom Team Wilbers BMW, dahinter gab es einen Dreikampf um die folgenden Plätze. Letztlich wurde Lokalmatador Julian Puffe (Schleiz/+ 21,35) vom Team Gert 56 mit seiner BMW Fünfter vor Alessandro Polita (Italien/+ 21,86/Team Holzhauer Racing Promotion) auf Honda und dem Waldkraiburger Luca Grünwald (+ 22,96) vom Team Kiefer Racing auf einer BMW.

Durch den zweiten Platz im ersten Rennen startete Reiterberger mit dem in der IDM üblichen umgekehrten Grid im zweiten Rennen von Position acht. Nach nur ein paar Runden hatte sich der 27-Jährige die Führung geholt und behielt diese bis zum Zieleinlauf bei. Die Tribünen, die an diesem Wochenende zum ersten Mal wieder prall gefüllt waren, tobten und jubelten dem Schleiz-Liebling zu, als dieser auf Platz eins die Ziellinie überquerte.

Zweiter wurde Mikhalchik (+ 1,4 Sekunden) vor Alt (+ 6,8), Julian Puffe (+ 11,9), Grünwald (+ 12,5), Wladimir Leonow (Russland/Hertrampf Mo Yamaha Racing/+ 17,5) sowie Alessandro Polita.

Der in der IDM-Gesamtwertung immer noch führende Tscheche Dominic Schmitter (Yamaha/Hess Racing) wurde diesmal Zwölfter und Elfter. Schmitter liegt nun in der Gesamtwertung mit 85 Punkten vor Mikhalchik (79), Valentin Debise (Frankreich/Kawasaki/75), Mackels (74), Leonow (68), Puffe (62) und Grünwald (61), Reiterberger ist mit 45 Punkten Zehnter. Beim nächsten Rennen in Assen kann er nicht dabei sein, da er einen Test für die Langstrecken-WM fährt. In den beiden letzten Rennen der Saison in Spielberg (27. bis 29. August) und auf dem Hockenheimring (24. bis 26. September) wird der 27-Jährige aber wieder für BCC Racing an den Start gehen.

Reiterberger zeigte sich begeistert: »Schleiz war wie immer ein Wahnsinns-Wochenende.« Bei seinem ersten Rennen in der IDM seit 2017 startete er erstmals mit dem überarbeiteten Modell der BMW S 1000 RR.

Es klappte auch mit seinem neuen Team vorzüglich: Er saß erstmals im freien Training auf dem Motorrad, und »wir haben direkt richtig gut angefangen. Für das Qualifying hatten wir schon ein richtig gutes Motorrad, haben aber trotzdem nie aufgehört zu arbeiten, da wir wussten, dass sowohl Ilya Mikhalchik als auch Florian Alt stark sein werden.«

Trotz allen Einsatzes lief es zunächst noch nicht ganz nach Wunsch: »Im ersten Rennen hatten wir auch nicht die beste Reifenwahl. Ilya Mikhalchik ist ein super Rennen gefahren, hat mich die ganze Zeit studiert und dann überholt.« So stellte man sich für den zweiten Lauf neu auf: »Wir haben noch eine ganz kleine Änderung am Bike gemacht und einen anderen Reifen gewählt – und diese Entscheidung war gut.«

Auch, dass er wegen er Umkehrung der Startreihenfolge (Reverse Grid) von Platz acht aus losfahren musste, bereitete dem 27-Jährigen keine großen Sorgen. »Florian Alt war auf Pole Position und hatte eine richtig gute Pace. In der zweiten Runde war ich aber schon dran und konnte mir einen Vorsprung herausfahren. Die letzten paar Runden bin ich dann gemütlich ins Ziel gefahren und habe den Sieg mitgenommen«, berichtet Reiterberger und lobt das BCC-Team und seinen Manager Werner Daemen. »Die Atmosphäre hier war wieder unglaublich«, zeigt er sich begeistert – und hofft, dass dies auch bei seinen nächsten Einsätzen wieder so sein wird.

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