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Trainerin Natalie Pitzka hofft auf Bundesliga-Wettkampf 2015 in Traunreut: »Bewerbung läuft«

Freude über Sonja Fischers »Super-Bilanz«

Hoch ist der Aufwand, den Turnerinnen betreiben müssen, wenn sie es in die landesweite oder gar die nationale Spitze schaffen wollen – so wie dies Sonja Fischer (TuS Traunreut) mit ihrer »Super-Bilanz« (Trainerin Natalie Pitzka) bei den Deutschen Meisterschaften in heimischer Halle gelang. Die Turnerinnen des TuS profitieren von der Zusammenarbeit zwischen dem TuS und dem Gym in Tittmoning, wo hervorragende Trainingsbedingungen herrschen.

Ihre Erfolge begeisterten auch Trainerin Natalie Pitzka: Sonja Fischer (Mitte, rotes Trikot) vom TuS Traunreut.

24 Stunden pro Woche

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Natalie Pitzka ist als Trainerin beim TuS und im Gym aktiv, wobei der Schwerpunkt in Tittmoning liegt. Dorthin kommen alle Talente schon ab der U 10 viermal in der Woche, geübt wird von 16 bis 20 Uhr. Einmal pro Woche gibt es den »Traunreut-Tag«. Hinzu kommt an den Samstagen ein zweimaliges Training. »Insgesamt kommen wir auf ungefähr 24 Stunden in der Woche«, so Pitzka.

Für die schulischen Leistungen der Mädchen sei dieser Zeitaufwand kein Problem, »egal, auf welche Schule sie gerade gehen, sie sind alle gut dabei«, berichtet sie. Denn ihre Schützlinge machen gleich nach dem Mittagessen die Hausaufgaben, dann geht es ab ca. 15.30 Uhr in Fahrgemeinschaften ins Trainingszentrum.

Um Abwechslung in die Übungseinheiten zu bekommen, »machen wir meistens am Dienstag den Athletik-Tag, da sind oft meine Eltern die Betreuer. Da gehen wir in Traunreut auch mal raus, teilweise gibt es auch mal Laufeinheiten«, erläutert die Trainerin. Ein großer Anteil entfällt auch auf das Krafttraining (täglich ca. eine Stunde).

Hinzu kommt das turnerische Üben selbst. Das gilt auch für den technischen Fehler, den Sonja Fischer beim Abgang vom Stufenbarren hatte. »Der steckt jetzt richtig fest drin, das muss man hunderte oder tausende Male üben«, weiß Pitzka.

»Schnitzelgrube« hilft

Dafür gibt es die sogenannte »Schnitzelgrube«, in der über eineinhalb Meter Höhe alles mit Schaumstoff aufgefüllt ist. »Da können die Turnerinnen nach einem Salto oder Drehungen reinspringen, und egal, ob sie richtig oder falsch landen, es besteht keinerlei Verletzungsgefahr. Außerdem schonen diese Übungen auch die Füße und die Gelenke«, betont sie. Erst wenn die Sprünge richtig sitzen, werden sie auch am Gerät ausprobiert.

»Gemeinsame Freizeit«

Für Abwechslung sorgt auch das jährliche Trainingslager auf Mallorca oder die Teilnahme bei Wettkämpfen in den USA. »Da geht es nicht nur um Sport, sondern die Mädels sollen auch etwas vom Land mitbekommen und gemeinsam ihre Freizeit verbringen.«

Ihr erfolgreichster Schützling, Sonja Fischer, hatte sich schon ab der Altersklasse 12 jeweils für die Deutschen Meisterschaften qualifiziert und turnt in der Bundesliga-Mannschaft in Tittmoning. In der II. Bundesliga ist man mit der »Zweiten« vertreten.

Nun hofft man beim TuS und im Gym nun schon auf einen weiteren hochkarätigen Wettkampf in der Siemensstadt. Im Jahr 2015 möchte man einen Bundesliga-Kampf in Traunreut ausrichten. »Die Bewerbung läuft«, erläutert die Trainerin. Dass die Traunreuter für einen so hochkarätigen Wettkampf bereit sind, haben sie mit den gelungenen Titelkämpfen bewiesen. who