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Freude über Podestplatz und neuen Vertrag

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Sie freuen sich auf die neue Saison in der Asien-Meisterschaft (von links): Werner Daemen, Markus Reiterberger und Bobie Farid, Teamchef des Onexox BMW TKKR Racing Teams. (Foto: BMW Motorrad Motorsport)

Podestplatz in der Langstrecken-WM und ein neuer Vertrag für die kommende Saison: Bei Motorradrennfahrer Markus Reiterberger (Obing) stellt sich gerade gleich in doppelter Hinsicht vorweihnachtliche Freude ein. Und beide positiven Ereignisse haben mit Asien zu tun.


Zunächst holte er in Sepang (Malaysia) mit dem BMW-Motorrad-World-Endurance-Team (mit Teamchef Werner Daemen) im Rennen der Langstrecken-WM den dritten Platz. Der auf acht Stunden Länge angesetzte Wettkampf musste zwar wegen starker Regenfälle auf gut drei Stunden verkürzt werden, doch Reiterberger und sein Fahrerkollege Ilya Michalchik (Ukraine) durften trotzdem zufrieden sein. Obwohl sie im Rennen ohne Teamkollege Kenny Foray (Frankreich) antreten mussten, der sich im letzten Training bei einem Sturz verletzt hatte, fuhren sie vom fünften Startplatz noch auf den dritten Rang vor.

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Der Obinger zeigte sich begeistert: »Ich freue mich sehr, zurück im Langstreckensport zu sein. Es war schade, dass sich Kenny verletzt hat, und ich wünsche ihm eine schnelle Genesung. Wir mussten das heutige Rennen zu zweit bestreiten, aber am Ende waren es nur drei Stunden, also nicht so anstrengend, wie wenn wir uns die acht Stunden hätten teilen müssen.«

Etwas anderes war zunächst schwieriger: »Ich musste mich erst noch an die für mich neuen Dunlop-Reifen gewöhnen, aber das Team hat tolle Arbeit geleistet, und ich habe mich auf dem Bike immer besser gefühlt. Für das Rennen haben wir entschieden, dass Ilya den Start fährt, und er hat einen wirklich guten Job gemacht.«

Zwar sei sein Renntempo »nicht ganz so schnell, wie ich gehofft hatte«, gewesen, aber »am Ende war es wichtiger, nicht zu stürzen und das Ergebnis nach Hause zu bringen – und so haben wir uns den dritten Platz gesichert.« Dies sei »eine gemeinsame Errungenschaft« des ganzen Teams gewesen, das »einen super Job« abgeliefert habe. »Ich bin sehr zufrieden damit, wie die letzten Tage verlaufen sind. Wir sind ein gutes Team«, freute er sich.

Und auf ein gutes Team darf er auch in der kommenden Saison wieder vertrauen – da geht es für den 25-Jährigen in der Asien-Meisterschaft mit einer Superstock-Version der neuen BMW S 1000 RR für Onexox BMW TKKR Racing an. Gefahren werden diese Rennen in Asien und Australien.

Das Team gehört zu den erfolgreichsten Mannschaften in der Asia Road Racing Championship (ARRC) und feierte in der Saison 2019 mit Azlan Shah Kamaruzaman den Gewinn des Fahrertitels. Reiterberges neues Umfeld ist ein privates Kundenteam. Doch wird BMW Motorrad Motorsport den Einsatz des Obingers in der ARRC-Saison 2020 »umfassend« unterstützen, heißt es. Denn: »Wir freuen uns sehr, dass Markus ein Teil der BMW-Motorrad-Motorsport-Familie bleibt«, sagt BMW-Motorrad-Motorsport-Direktor Marc Bongers. »Wir sind davon überzeugt, dass er vom ersten Rennen an zu den Top-Fahrern in der Asia Road Racing Championship gehören wird.«

Auch der 25-Jährige sieht der neuen Saison mit positiven Erwartungen entgegen: »Ich bin schon sehr gespannt auf die Asia Road Racing Championship, und freue mich darauf, dort in der kommenden Saison mit dem Onexox BMW TKKR Racing Team anzutreten«, blickt Markus Reiterberger voraus. »Diese Meisterschaft wird immer stärker und zieht immer mehr internationales Interesse, auch auf Seiten der Hersteller, auf sich.«

Und: Das Team habe bereits in dieser Saison gezeigt, dass es zu den besten in der Serie gehöre. Darum hofft er: »Ich denke, dass wir gemeinsam 2020 viel erreichen können. Dass ich mit Superstock-Versionen der RR bestens zurechtkomme, habe ich nicht nur als Superstock-Europameister unter Beweis gestellt. Die Zutaten für eine starke Saison sind also gegeben. Ich freue mich darauf, dass es losgeht.«

Teamchef Bobie Farid wiederum findet es »fantastisch«, den Obinger 2020 in seinem Team zu haben. »Er bringt unheimlich viel Rennsport-Erfahrung mit, und das kann das Team nur nach vorne bringen. Das ist ein Lernprozess für das Team, um noch konkurrenzfähiger zu werden.« Dann dürfte es auch nächstes Jahr wieder mit Podestplätzen klappen ... who

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