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Freude über Glocken und Sommereis

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Das war der begehrte Preis: Glocken statt Medaillen gab es für die Erstplatzierten beim Weltcup in Inzell.

Eine gute Bilanz gab es aus Sicht von Stadionleiter Hubert Graf nach dem Weltcup in der Inzeller Max-Aicher-Arena. Das lag nicht nur an den erfreulichen Leistungen der Inzeller Teilnehmer, sondern auch daran, dass die organisatorischen Herausforderungen gut gemeistert wurden. Denn an drei Wettkampftagen hatte man Lang-, Mittel- und Kurzdistanz-Wettbewerbe, Verfolgungsrennen und Massenstart gut absolviert.


Auch die Zuschauerbilanz konnte sich sehen lassen. Nach dem erwartungsgemäß schwächeren Freitag (ca. 1000 Fans) und dem schon positiven Samstag (rund 1500 Zuschauer) hatte man am abschließenden Tag sogar über 2000 Zuschauer in der Halle – und die Stimmung war ebenfalls hervorragend.

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Erleichtert waren Graf und viele andere auch darüber, dass der kanadische 10 000-m-Weltrekordler Ted-Jan Bloemen nach seinem Unfall beim Aufwärmen am Freitag doch nicht so schwer verletzt wie befürchtet war. Bloemen war von seinem Teamkollegen Stefan Waples – der auf ein Begrenzungsklötzchen getreten war – mit der messerscharfen Kufe an der Wade berührt worden und hatte viel Blut verloren. Doch nach dem Aufenthalt im Traunsteiner Krankenhaus konnte sein Trainer Bart Schouten Entwarnung geben: »Es ist zum Glück keine Sehne verletzt. Er muss zwar nächstes Wochenende beim Weltcup in Heerenveen noch aussetzen, doch spätestens Anfang 2016 kann er wieder voll angreifen«, erfuhr Graf von Schouten.

Eine weitere Herausforderung musste sein Team bei kurzfristig angesetzten Blutproben bestehen. »Da sind wir erst einen Tag zuvor vom Weltverband ISU darüber informiert worden. Wir mussten genug Platz schaffen, denn es wurden alle gut 240 Sportler nacheinander in Gruppen zu je 30 Leuten kontrolliert. Und die Versorgung der 13 Kontrolleure musste auch schnell organisiert werden«, so der Inzeller Stadionleiter.

Auf zwei Dinge ist er besonders stolz: Zum einen haben die Inzeller schon jetzt die Zusage, auch im Jahr 2016 – vom 4. bis 24. Juli – das »Sommereis« bieten zu können. Bei diesem trifft sich praktisch die gesamte Weltelite zum Training in Inzell.

Zum anderen kam eine Idee bei den Sportlern sehr gut an: Statt der üblichen Medaillen gab es für die drei Erstplatzierten der Wettkämpfe Glocken als Preis. Die hatte der Stadionleiter extra in Waidring gießen lassen. »Die Sportler waren begeistert«, berichtet er. who

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