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Freistoß-Doppelpack von Markus Wendlinger

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Traunsteins Markus Wendlinger (links) versenkte gleich zwei Freistöße und sicherte dem SBC II den Sieg gegen Alexander Hohenleitner und den SV Seeon/Seebruck. (Foto: Weitz)

Zwei sehenswerte Freistoßtore aus der Distanz von Markus Wendlinger haben dem SB Chiemgau Traunstein II in der Fußball-Kreisliga II beim SV Seeon/Seebruck den Weg zum Sieg geebnet. Die Niederlage gegen den Aufsteiger fiel für die Truppe von Patrick Schön mehr als unglücklich aus, nach dem 0:2-Rückstand hätte sich der SVS zumindest einen Zähler verdient gehabt.


Allerdings annullierte Schiedsrichter Sebastian Böhm in der 88. Minute ein Tor von Aktivtrainer Patrick Schön nach einer Hereingabe von Philipp Eder. Schön war vor SBC-Torwart Marc Richter am Ball und versenkte das Leder im Netz. Der Schiedsrichter wertete dies als hartes Einsteigen mit einem Foulspiel und gab den Treffer zum Leidwesen der Heim-Elf nicht.

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»Heute haben wir eine gute Vorstellung geboten«

Die zeigte zwar eine ansprechende Leistung, belohnte sich aber zum wiederholten Male nicht und bleibt Tabellenschlusslicht. »Heute haben wir eine gute Vorstellung geboten«, ärgerte sich Patrick Schön. »Warum mein Treffer nicht gegeben wurde, weiß kein Mensch.«

In den ersten 20 Minuten zeigte der SVS ein gutes Offensivspiel und wäre in der 5. Minute um ein Haar in Führung gegangen. Philipp Eder hatte für Sebastian Axthammer aufgelegt und der zwang Marc Richter mit einem Flachschuss zu einer Glanztat. Eine Viertelstunde später sorgte eine erste gelungene Kombination für eine weitere Großchance: Über Patrick Schön und Daniel Axthammer kam der Ball zu Thomas Mitterer. Der legte schön zurück auf Michael Mayer, der frei vor dem Tor aus 13 Metern über den Querbalken schoss.

In der 27. Minute kam Traunsteins Michael Reis nach einer zu kurzen Faustabwehr von SVS-Schlussmann Markus Heitauer zum Schuss, den er aber zu hoch ansetzte. Glück hatten die Hausherren 60 Sekunden später: Michael Reis war am rechten Flügel durch und passte nach innen zu Peter Gnandt. Der wollte es aber zu genau machen. Seinen Schuss aufs leere Tor grätschte Robert Reiter mit einem Spagat von der Linie.

Das Spiel der Hausherren war in diese Phase auf Konterspiel ausgerichtet, wobei der letzte Pass nicht den gewünschten Abnehmer fand. So gab es in den ersten 45 Minuten in einer ausgeglichenen Partie keine Tore.

Im zweiten Durchgang traf der Traunsteiner Siegsdorf-Rückkehrer Markus Wendlinger dafür gleich doppelt: In der 55. Minute nahm er aus 23 Metern bei einem direkten Freistoß Maß und der Ball schlug im linken Winkel ein – ein Traumtor. Sieben Minuten später erhöhte Markus Wendlinger auf 0:2. Sein Freistoß von der halblinken Seite aus gut 35 Metern flog hoch über SVS-Schlussmann Markus Heitauer hinweg – der keine Reaktion zeigte – ins lange Eck. Seeon/Seebruck gab aber nicht auf und legte den Schalter wieder um. Sebastian Axthammer fand mit seinem 20-Meter-Knaller in Marc Richter seinen Meister – eine starke Parade des SBC-Torhüters (70. Minute). Nachdem Traunsteins Peter Gnandt knapp am linken Dreieck vorbei geschossen hatte, setzte sich Daniel Axthammer am rechten Flügel durch, sein Flachschuss ging aber knapp links vorbei.

Besser machte es Thomas Mitterer, der von halb links in den Traunsteiner Strafraum eindrang und Marc Richter mit einem Flachschuss (81.) überwand. Am Ende wurde die Drangperiode der Gastgeber – nicht zuletzt wegen des annullierten Treffers – nicht mit einem Punkt belohnt.

Für SBC-II-Trainer Gerald Straßhofer war seine Mannschaft der »verdiente Sieger: Wir hatten mehr Spielanteile und mehr Abschlüsse. Natürlich sind wir über den ersten Kreisliga-Dreier sehr glücklich.«

Der SBC Traunstein II bleibt am Ende ruhig

Besonders freut ihn, dass seine Mannschaft cleverer agierte als im ersten Saisonspiel, in dem Traunstein kurz vor Schluss noch den 2:1-Siegtreffer des TSV Altenmarkt einstecken musste. »Wir sind nach dem Gegentor zwar ein bisschen nervös geworden, haben es dann aber geschafft, ruhig zu bleiben und den Sieg über die Zeit mitzunehmen, obwohl die letzten Minuten sehr hitzig waren«, sagt Gerald Straßhofer.

Er hätte sich deshalb gewünscht, dass Schiedsrichter Sebastian Böhm, dem er ansonsten eine ordentliche Leistung bescheinigt, »kleinlicher« gepfiffen hätte. »Das gilt für beide Seiten«, betont der Traunsteiner Trainer. »Dann hätten vielleicht einige Fouls und Diskussionen vermieden werden können.«

Obwohl Gerald Straßhofer mit dem Saisonstart seiner Mannschaft »nicht ganz zufrieden« ist – was vor allem an der Auftaktniederlage liegt – kann die Mannschaft nun etwas beruhigter eine Pause einlegen: Das nächste Spiel bestreitet der SBC II erst am 18. August gegen den TuS Prien. »Der Sieg tut uns auf jeden Fall gut«, meint Gerald Straßhofer. »Er gibt uns ein bisschen Selbstvertrauen für die nächsten Spiele.« td