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Frauen verfehlen Medaille nur knapp

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In der Loipe eminent schnell, aber mit zwei Schießfehlern hauchdünn an einer Medaille vorbei: Denise Herrmann. (Foto: Wukits)

Mit einem vierten und einem fünften Platz haben die deutschen Frauen am zweiten Wettkampftag der Biathlon-Europameisterschaft in Duszniki Zdroj (Polen) nur knapp die erste Medaille verpasst. Sie zeigten zudem eine mannschaftlich geschlossen starke Leistung.


Nach 7,5 Kilometern und zwei Schießeinlagen lag Nadine Horchler (SC Willingen/+42,2 Sekunden/0 Schießfehler) nur um 4,4 Sekunden hinter der Russin Irina Starych (+ 37,8/1), die sich die Bronzemedaille sicherte. Der Titel ging an Julia Dzhima (Ukraine/21:02,3/0) vor der Russin Swetlana Sleptsowa (+ 27,0/0).

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Fünfte wurde Denise Herrmann (WSC Erzgebirge Oberwiesenthal/Stützpunkt Ruhpolding) mit 47,7 Sekunden Rückstand, die es auf zwei Fehlschüsse brachte. Ihre Stützpunkt-Kolleginnen Karolin Horchler (WSV Clausthal-Zellerfeld/+ 1:07,2/0) und Annika Knoll (SC Friedenweiler/+1:27,5/0) brachten es auf die Plätze 12 und 17.

Im Vorderfeld der 90 teilnehmenden Athletinnen landete auch Miriam Gössner (SC Garmisch): Sie kam – bei drei Schießfehlern – mit 1:41,3 Minuten Rückstand auf die Siegerin auf den 22. Platz. Die einzige deutsche Sportlerin, die den Verfolgungslauf (Samstag, 13 Uhr) verpasste, war Helene-Therese Hendel (WSV Oberhof/+3:30,5/3) als 68. des Sprints.

Die Männer gingen – trotz größtenteils ordentlicher Leistungen am Schießstand – beim 10-km-Rennen im Hinblick auf die Medaillen ebenfalls leer aus. Allerdings zeigte insbesondere der 23-jährige Philipp Nawrath (SK Nesselwang/Stützpunkt Ruhpolding) eine starke läuferische Leistung und wurde Siebter. Er hatte – bei einem Schießfehler – nur 31,7 Sekunden Rückstand auf Sieger Vladimir Iliev (Bulgarien/24:26,9/1), der sich vor dem Russen Alexander Loginow (+ 4,9/0) und dem Bulgaren Kraisimir Anev (+ 16,7/0) durchsetzte. Loginow hatte bei der EM ja bereits den Einzellauf vor Anev gewonnen.

Roman Rees (SV Schauinsland/+1:12,9/0) als 26. und Matthias Dorfer (SV Marzoll/+1:22,9/1) als 32. – beide ebenfalls vom Stützpunkt – gehen am heutigen Samstag (10 Uhr) mit Rückständen ins Verfolgungsrennen, die immer noch die Chancen auf gute Platzierungen bieten.

Auf Rang 46 landete im Sprint Matthias Bischl (SV Söchering/+ 1:48,8/2), auf Platz 48 Lucas Fratzscher (WSV Oberhof/+1:52,4/2). Auch Michael Willeitner (SK Berchtesgaden/Stützpunkt) schaffte als 52. mit 2:00,0 Minuten Rückstand (3 Schießfehler) noch den Einzug ins Verfolgungsrennen.

Beim deutschen Aufgebot fehlte aber weiterhin der angeschlagene Florian Graf (WSV Eppenschlag/Stützpunkt Ruhpolding). Sollte er rechtzeitig wieder voll belastbar sein, könnte er allerdings am Sonntag eventuell noch in der Single-Mixed-Staffel (10 Uhr) oder in der Mixed-Staffel (13 Uhr) eingesetzt werden.

Zuvor aber hoffen die anderen deutschen Sportler, sich in den Verfolgungsläufen noch weiter nach vorne schieben zu können. Da hier je vier Schießeinlagen auf dem Programm stehen und sich das Team am gestrigen Freitag weitgehend treffsicher zeigte, ist ihnen das durchaus zuzutrauen. who