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Flieger dürfen wieder in die Luft

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Trotz bester Thermik blieben die Gleitschirme längere Zeit am Boden. Jetzt wurden die Beschränkungen gelockert.

Lange Zeit gab es keine bunten Gleitschirme oder Drachen am Himmel zu sehen. Die Coronakrise hat auch die Flugszene im Chiemgau ordentlich durcheinandergewirbelt.


Der Deutsche Hängegleiterverband (DHV) verhängte am 18. März ein Flugverbot für alle in Deutschland zugelassen Startplätze. Bereits vorher wurde bereits der XC-Contest, die Plattform zur Ermittlung der Deutschen Meisterschaft, geschlossen.

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Obwohl der Gleitschirm- und Drachensport nicht zu den Risikosportarten zählt, wollte der Dachverband ein deutliches Zeichen setzen, dass in diesen unruhigen Zeiten das Fliegen nicht zu den wichtigsten Dingen im Leben zählt. Der größte Teil der Piloten hielt sich an die Verbote, diese wurden jetzt je nach Bundesland wieder gelockert.

Das Staatsministerium für Gesundheit und Pflege hat explizit mitgeteilt, dass vereinzelte Flüge für Piloten im Hike & Fly-Modus möglich sind. Dabei muss der Sport (triftiger Grund) im Vordergrund stehen, also zu Fuß zum Startplatz und anschließender Flug zum Landeplatz (§ 4 Abs. 3 Nr. 7 Bayrisches Staatsministerium für Gesundheit). Natürlich müssen die Vorschriften des Infektionsschutzgesetzes eingehalten werden. Zudem wird dringend davon abgeraten, lange Autofahrten in die Fluggebiete zu unternehmen. Darüber hinaus ist es erforderlich, eventuelle lokale Gegebenheiten zu beachten.

Die einheimischen Vereine als Geländehalter vom Hochfelln und Unternberg, bzw. Rauschberg haben den Flugbetrieb mittlerweile nur für Mitglieder wieder erlaubt. Wann die Seilbahnen wieder Flieger auf die Gipfel bringen oder die Wertung für die Deutschen Meisterschaften im Gleitschirm- und Drachenfliegen wieder aufgenommen wird, ist völlig unklar.

Schwer betroffen von den Auswirkungen der Coronakrise sind weiterhin die Flugschulen, Tandempiloten und Hersteller von Luftsportgeräten. Den Flugschulen ist es weiterhin verboten, Ausbildungen durchzuführen und natürlich finden auch keine Flugreisen statt.

Ebenso untersagt sind gewerbliche Tandemflüge, da hier die Mindestabstände ebenfalls nicht einzuhalten sind. Große Gleitschirmhersteller hoffen darauf, dass sämtliche Einschränkungen bald wieder aufgehoben werden. pf

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