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Findet die Sommer-WM der Biathleten in Ruhpolding in diesem Jahr tatsächlich statt?

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Ob sie in diesem Sommer in der Chiemgau-Arena auch über internationale Erfolge jubeln können? Die Stützpunkt-Biathletinnen (von links) Vanessa Hinz, Denise Herrmann und Franziska Hildebrand müssen – wie auch die Organisatoren – noch abwarten, ob die Biathlon-Sommer-WM 2020 wie geplant im August in der Chiemgau-Arena ausgetragen werden kann. (Foto: Hohler)

Findet die Sommer-WM der Biathleten in Ruhpolding in diesem Jahr tatsächlich statt? Das ist angesichts der Corona-Krise für das Organisationskomitee in Ruhpolding kaum abzusehen. »Wir sind bei der Entscheidungsfindung leider die Letzten«, kommentiert Alois Reiter eine Meldung der Deutschen Presse-Agentur, wonach der Weltverband IBU und der Deutsche Skiverband derzeit davon ausgeht, dass die Titelkämpfe auf Skirollern vom 19. bis 23. August wie geplant stattfinden können. »Der Ball liegt bei den Fachverbänden und beim Weltverband«, verdeutlicht der stellvertretene Stadionleiter der Ruhpoldinger Chiemgau-Arena.


Doch auch die Verbände müssen zunächst einmal abwarten, wie sich die Corona-Krise entwickelt und welche Maßnahmen die Politik in den nächsten Wochen plant. Für eine endgültige Entscheidung sei es noch zu früh, wird seitens der Verbände betont. »»Ein Update dazu ist Anfang Mai geplant«, hieß es von der IBU. Auch den Organisatoren in Ruhpolding ist der Ernst der Lage bewusst, dennoch hoffen sie, dass es nicht zu lange mit einer Entscheidung dauert. So seien unter anderem »für temporäre Bauten« schon Planungen gelaufen »und die Lieferanten sind in Wartestellung.« Klar sei aber auch: »Wir können jetzt keine Aufträge vergeben«, betont er – denn im Falle einer Absage wolle man keine unnötigen Kosten verursachen.

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Findet die WM dagegen statt, brauche man auch dafür zahlreiche Informationen, »denn normalerweise würden ja 30 bis 32 Nationen erwartet – da weiß man ja jetzt noch nicht, wie sich die Infektionen in den einzelnen Ländern entwickelt.«

Derzeit sei auch der Kartenvorverkauf komplett gestoppt. Die Arena ist derzeit ohnehin – wie alle anderen Sportstätten – ja für die Aktiven komplett geschlossen. Es gehe jetzt – wie in jedem Jahr nach dem Saisonabschluss – erst einmal darum, »die Arena wieder auf Vordermann zu bringen.« Und wie bei anderen Betrieben auch nutze man diese auch im Normalfall ruhigere Zeit, um Überstunden und Resturlaube abzubauen. »Natürlich nehmen wir die Krise auch sehr ernst und halten alle Vorsichtsmaßnahmen ein«, betont Reiter – das heißt Abstand halten und möglichst persönliche Kontakte zu vermeiden.

Klar ist: Die Organisatoren in Ruhpolding versuchen im Hinblick auf eine mögliche WM schon jetzt, »zu leisten, was wir leisten können.« Sollte dann die Entscheidung fallen, dass die Titelkämpfe stattfinden können, »müssen wir natürlich alle Planungen massiv vorantreiben.« who

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