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»Finale« im Waginger Wilhelm-Scharnow-Stadion

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Auf Höhenflug mit dem TSV Waging? Franz Eder steht dem TSV wieder zur Verfügung und will mit seinem Team im direkten Duell gegen Verfolger Kastl den Aufstieg perfekt machen. (Foto: Weitz)

Alle reden vom Finale im Wembleystadion – doch auch in Waging gibt es an diesem Wochenende ein echtes Endspiel: Im Wilhelm-Scharnow-Stadion will der TSV Waging (1./60 Punkte) sich im Duell mit Verfolger TSV Kastl (2./57) den Titel in der Fußball-Kreisliga Gruppe II und damit den direkten Aufstieg in die Bezirksliga sichern. Diese Begegnung findet – ebenso wie die anderen sechs Partien der Liga – am heutigen Samstag um 15 Uhr statt.


Drei Punkte Vorsprung, eine herausragende Heimbilanz (zwölf Siege, eine Niederlage) – die Ausgangslage für die Schützlinge von Trainer Berni Zeif (er bleibt auch in der kommenden Saison Trainer) ist gut.

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Doch die Hausherren wissen auch um die Gefährlichkeit des Gegners: »Die Zuversicht ist schon da, aber wir haben großen Respekt vor denen, die spielen eine Wahnsinns-Rückrunde«, lobt TSV-Abteilungsleiter Herbert Bauer den Gast. Denn der Tabellenzweite holte aus den 13 Begegnungen der Rückrunde 30 Punkte (nur eine Niederlage) und damit vier mehr als die Waginger. Die »Seerosen« ihrerseits waren in der Hinrunde (34 Punkte aus 14 Spielen) um sieben Zähler besser als der Verfolger.

Damals gab es im direkten Duell ein 0:0, »aber das war ein sehr ansehnliches Spiel von beiden Mannschaften. Es war sogar eines der besten Spiele unsres Teams in dieser Saison«, erinnert sich der Waginger Abteilungsleiter. Und daher erwartet er auch für den heutigen Samstag wieder eine Partie auf hohem Niveau, denn Kastl habe »gleich mehrere tolle Spieler.«

Dass sich die Waginger zuletzt ein wenig schwer taten, sieht Bauer auch in den vielen englischen Wochen begründet. »Die haben den Spielern schon zugesetzt. Es hat ihnen gut getan, jetzt mal eine Woche regenerieren zu können«, hofft er nun auf »frische« Seerosen. Im Vergleich zum jüngsten 1:1 in Hammerau steht zudem wohl Franz Eder wieder zur Verfügung. Das Remis in Hammerau kostete den vorzeitigen Titelgewinn, aber es war immerhin besser als in der Vorrunde: Da hatte man gegen den »Club« im November mit 0:2 verloren.

Schon in Hammerau hatten deutlich über 100 Fans die Waginger unterstützt, gegen Kastl »hoffe ich, dass es 300 werden, obwohl es saukalt werden soll. Aber unsere Fans sind super«, lobt Bauer.

Super waren schon in den vergangenen Spielzeiten die Erfolge des TSV Kastl: Aus der A-Klasse ging es durch zwei Aufstiege in Folge bis in die Kreisliga, und nun könnte der nächste Aufstieg folgen. Denn: Selbst wenn die Schützlinge von Trainer Markus Wörfel in Waging nicht gewinnen sollten, hätten sie ja in der Aufstiegsrelegation die Chance, noch eine Liga höher zu klettern. Dass die Kastler ein Endspiel gewinnen können, haben sie ja unlängst im Toto-Pokal bewiesen, wo sie sich mit dem Sieg im Kreis Inn/Salzach einen Platz in der BFV-Pokal-Hauptrunde sicherten. Nun wollen sie in Waging »nachlegen«. Sollte dies gelingen, stünde ein weiteres Finale an: Denn es wären beide Teams punktgleich und müssten dann ein Entscheidungsspiel um den Titelgewinn austragen.

Das wollen die Waginger natürlich verhindern, schließlich reicht ihnen ja ein Remis. »Unsere Zweite ist ja schon Meister, das wollen wir mit der Ersten auch schaffen«, so »Happy« Bauer, der anschließend als »Grillmeister« tätig ist. Denn: »Nach dem Spiel wird gegrillt und im Vereinsheim mit Beamer und großer Leinwand das Champions-League-Finale angeschaut«, kündigt Bauer an. Und dann wollen die Waginger den Bayern- und BVB-Stars schon eines voraus haben: einen Sieg im Finale ...

In zwei Partien des Spieltages geht es noch darum, wer in die Abstiegsrelegation muss. Derzeit nimmt den zwölften Tabellenplatz der FC Mühldorf (29 Punkte) ein, der gegen den Fixabsteiger FC Perach (14./21) Favorit ist und auf einen Ausrutscher des SV Kay (11./31) beim TSV Peterskirchen (8./39) hofft. Peterskirchen ist immerhin bislang die viertbeste Mannschaft der Rückrunde, allerdings hat der SV Kay auswärts (16) mehr Zähler als auf eigenem Platz (15) geholt.

Trainer verabschieden sich

Ein »Finale« ist auch das abschließende Duell zwischen dem TuS Traunreut und dem FC Hammerau – beide Mannschaften treten in der kommenden Saison mit neuen Trainern an. Beim TuS Traunreut hört Trainer Hans-Günter Bernauer auf, sein Nachfolger wird Tom Stutz (bisher SV Oberteisendorf). Auf Gästeseite steht Ali Gezer letztmals auf der Kommandobrücke, der mit seiner Truppe zuletzt mit dem 1:1 gegen den TSV Waging die letzten theoretischen Zweifel am Klassenerhalt beseitigte und mit seinen Schützlingen die starke Rückrunde (21 Punkte in 13 Spielen) krönen will. Doch der TuS (4./44 Punkte) zeigte sich in den vergangenen Wochen in blendender Verfassung und möchte seinen hervorragenden vierten Rang hinter der diesmal spielfreien SG Schönau erfolgreich verteidigen.

Am TuS vorbeiziehen könnte noch der TSV Altenmarkt (5./42) im Falle eines Sieges beim TSV Bad Reichenhall (7./39), der SC Anger (6./41) könnte mit einem Erfolg bei Absteiger SV Laufen (15./21) den TuS zumindest einholen.

Ebenfalls bei einem Absteiger ist der SB Chiemgau Traunstein II (10./33) zu Gast: Die Schützlinge von Franz Gruber treten beim TSV Berchtesgaden (13./23) an und hoffen nach schwacher Rückrunde (12 Punkte aus 13 Spielen) auf einen gelungenen Ausklang der Spielzeit. who/schl