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»Finale furioso« um den Titel in der Fußball-A-Klasse VI

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Mit einem wehrhaften Gegner wie hier beim Spiel gegen den TSV Grabenstätt und dessen Spieler Florian Höpfl (rechts) müssen Markus Baumgartner und die Fußballer des TSV Palling auch am morgigen Sonntag gegen den SV Surberg rechnen. Denn der Gast braucht noch Punkte für den Klassenerhalt, während die Pallinger im Titelkampf einen Sieg benötigen. (Foto: Wirth)

Ein »Finale furioso« hat sich die Fußball A-Klasse VI für den 26. und letzten Spieltag aufgehoben. Es können noch drei Mannschaften den Titel erringen: Mit im Rennen sind die beiden punktgleichen Teams SV Ruhpolding, der den TSV Bergen als Gegner hat und der TSV Palling (gegen den SV Surberg).


Mit einem Punkt Rückstand hofft der TuS Traunreut II auf einen Ausrutscher der Konkurrenz, muss aber auch selbst im Sportpark gegen die DJK Kammer seine Aufgabe erfüllen. Alle Spiele – bis auf die Partie in Traunwalchen gegen Erlstätt (13 Uhr) – finden am morgigen Sonntag um 15 Uhr statt.

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Die beste Ausgangslage hat der SV Ruhpolding (52 Punkte), der allerdings auch den schwersten Gegner der letzten Runde hat. Zu Gast im Waldstadion ist der TSV Bergen (6. Platz/46 Punkte), der selbst schon mal Spitzenreiter war und bis zum Schluss seine Fühler im Aufstiegsrennen ausstreckte.

Vorfreude auf ein spannendes Saisonfinale

Die Ausgangslage ist für die Elf von Markus Burgstaller klar. Mit einem Sieg sind alle Fronten geklärt, der SVR würde sofort in die Kreisklasse zurückkehren. Der heimstarke Absteiger geht als Favorit in die Partie. »Ein absolut spannendes Saisonfinale, wir hätten gerne schon früher den Sack zugemacht«, so Burgstallers Feststellung. »Wir freuen uns aber jetzt auf das Endspiel gegen Bergen – vor hoffentlich vielen Zuschauern.« Der Trainer weiß: »Wir haben alles selber in der Hand, doch Bergen als Lokalrivale wird uns natürlich nochmal alles abverlangen.«

Doch Burgstaller ist zuversichtlich: »Wir haben aber genug Selbstvertrauen aus den letzten Spielen getankt, um positiv in die Partie zu gehen und auf Sieg zu spielen.« Vom Kader her hat er keine Probleme. Es sind zwar aktuell zwei Spieler angeschlagen – ansonsten aber ist alles an Bord. Plan B hat sich der Trainer auch schon zurechtgelegt: »Falls es nicht klappen sollte, dann werden wir alles daransetzen, über den Umweg Relegation den Aufstieg zu schaffen.« An ein Scheitern will er gar nicht denken: »Selbst als Dritter war die Saison positiv, wenn es natürlich auch sehr, sehr bitter wäre wenn man kurz vor dem Ziel scheitert!«

Für den Trainer des TSV Bergen, Manfred Mühlberger, ist es die letzte Partie seiner Regentschaft. Mühlberger verlässt nach zweieinhalb Jahren den Verein und freut sich schon auf seine Abschiedspartie: »In Ruhpolding geht es für uns nur darum, ob wir uns noch auf Platz 4 vorschieben können oder nicht.« Er will mit seiner Elf dem Spitzenreiter Paroli bieten: »In jedem Fall wollen wir alles geben, um in Ruhpolding zu punkten. Das sind wir nicht nur der Ruhpoldinger Konkurrenz schuldig.«.

Der zweite Schauplatz ist die Begegnung des TSV Palling gegen den SV Surberg. Der TSV ist bei einem Sieg mindestens Zweiter, aber der Gegner braucht im Kampf gegen den Abstieg auch noch Punkte. Christian Wimmer, der Trainer des TSV Palling, freut sich schon: »Besser könnte man das Saisonfinale nicht planen.«

»Gegen Surberg dürfen wir keine Fehler machen«

Er rechnet mit einem Krimi, »der im 'Kopf' entschieden wird«. Er fordert: »Mit Surberg haben wir einen schweren Gegner, da dürfen wir keine Fehler machen.« Er blickt auf eine erfolgreiche Saison zurück, die Umstellung auf die Viererkette ist geglückt und die verletzungsbedingten Ausfälle wurden mannschaftlich hervorragend kompensiert. Wimmer kann wieder auf den zuletzt gesperrten Manuel Berger bauen. Der Trainer hat sich aber schon festgelegt: »Ruhpolding war zu Saisonbeginn mein Favorit und wird sich gegen Bergen den Meistertitel holen!«

Surberg hat eine tolle Rückrunde gespielt, am Ende kann es aber sein, dass es doch nicht reicht. Vier Punkte im ersten Halbjahr waren zu wenig. Nun hofft Trainer Hansi Billinger noch auf das schier Unmögliche, aber der SVS braucht zur Rettung auf den Relegationsplatz einen Dreier.

Dritter Ort der Handlung ist der TuS-Sportpark. Die Traunreuter-Zweite empfängt die DJK Kammer. »Auf dem großen Platz«, wie Trainer Sebastian »Seppo« Koschwan augenzwinkernd bemerkt. »Meine Jungs sind heiß, es gibt bei uns diese Woche nur ein Thema.« Dabei muss der TuS II auf einen Ausrutscher des Spitzenduos spekulieren. »Einen Dreier holen und auf andere hoffen«, so lautet Koschwans Devise. Falls es nicht reichen sollte: »Wir haben als Aufsteiger eine tolle Saison gespielt und sind zurecht jetzt schon stolz.« Kammer (11./24) kämpft gegen den Sturz in die B-Klasse, den die DJK aber aller Voraussicht nach über Umwege vermeiden muss. Es sei denn, Interimstrainer Robert Schneider gelingt mit seinen Team ein Erfolg, mit dem keiner rechnet.

Schleching setzt auf Heimsieg gegen Tengling

Ebenfalls mit der Relegation muss der SC Schleching (12./22) rechnen, trotz eines 4:3-Sieges beim TSV Waging II. Der SCS hat den TSV Tengling (8./31) zu Gast und drei Punkte würden zumindest den Direktabstieg verhindern. Der TSV Tengling ist der große Verlierer der Rückrunde: »Die Jungs haben die Saison schon vor Wochen abgehakt«, sagt ein enttäuschter Trainer Johann »Hansi« Jungvert. Der TSV spielte eine äußerst schwache zweite Halbserie.

Noch in die Relegation kann der SV Erlstätt (10./26) stürzen, ein Sieg beim Absteiger TSV Traunwalchen II (13) würde diese Spekulationen aber beenden.

Es gibt auch noch zwei Spiele die weder mit oben noch mit unten etwas zu tun haben: Das Chiemsee-Derby des TSV Chieming (7./38) gegen den TSV Grabenstätt (9./27) und das »Spiel um den vierten Platz« zwischen dem TSV Übersee (45) und dem TSV Waging II (46), beschließen die spannende Saison. td