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Favoritensiege zum Auftakt

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Er mühte sich redlich, konnte die Niederlage gegen die übermächtigen Traunreuter Judoka aber letztlich nicht verhindern: Franz Eisgruber (links) vom TuS Prien, hier im Kampf gegen Sebastian Krutzke. (Foto: Wittenzellner)

Mit erwarteten Ergebnissen endete der erste Kampftag in der Judo-Bezirksliga. Stark präsentierte sich der TuS Traunreut, der dem TuS Prien beim 16:4 keine Chance ließ und gleich eindrucksvoll seine Ambitionen auf den Meistertitel deutlich machte.


Der TSV Teisendorf war beim 13:7 beim Judo-Team Grafing ebenfalls siegreich, obgleich der TSV eine Reihe von Ausfällen verkraften musste. Gut eingestellt präsentierte sich auch der TuS Töging gegen den allerdings ersatzgeschwächten TuS Holzkirchen. Das 13:6 war so ganz nach dem Geschmack der Töginger Zuschauer.

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Zwar fehlten den Traunreutern einige Punktegaranten der vergangenen Saison; dass die Mannschaft dennoch stark genug ist, zeigte sich in Prien sehr schnell. Das beeindruckende 9:1 nach dem ersten Durchgang – das mit teilweise sehr sehenswerten Griffen und Aktionen wie beispielsweise einem Tomoe-nage (Kopfwurf) durch Xaver Schwarz erkämpft wurde – zeigte guten Judosport. Prien kam erst im letzten Kampf des ersten Durchgangs durch Sebastian Summerer (90  kg) gegen Andreas Ertl zu einem Punkt. Entsprechend sauer war Priens Abteilungsleiter Ferdinand Grätz: »Die halbe Mannschaft hat noch geschlafen.«

Recht viel besser wurde es auch im Folgedurchgang nicht, obwohl Traunreut eine Reihe von Jungkämpfern einsetzte, um diesen Wettkampfpraxis zu ermöglichen. Etwas überraschend war der Erfolg von Matthias Sipple, der den vielleicht stärksten Priener Summerer mit einer Würgetechnik besiegte und damit den vorzeitigen Sieg für Traunreut herbeiführte. Franz Eisgruber (Prien) sorgte mit seinem Sieg gegen Ertl für den schnellsten Sieg an diesem Kampftag. Mit einem Seoi-Nage (Schulterwurf) holte er bereits nach sechs Sekunden den Ippon-Sieg. Am Ende des fairen und trotz des deutlichen Ergebnisses guten Wettkampfs stand es 4:16 aus Gastgebersicht. Traunreuts Betreuer Andreas Fraunhofer zeigte sich entsprechend zufrieden: »Die neuen Leute haben alle Biss bewiesen und die Mannschaftsleistung hat mich auch sehr zufrieden gestellt.« Traunreut ist mit den gezeigten Leistungen erster Anwärter auf den Spitzenplatz in der Süd-Liga, den man nach dem ersten Kampftag gleich erklommen hat.

Verletzungsbedingt hatte der TSV Teisendorf im ersten Auswärtskampf gegen das Judo- Team Grafing einige Umstellungen vornehmen müssen. Auch Trainer Carsten Zillmer musste auf die Matte und holte einen Sieg. Obwohl bei den Teisendorfern keine »Fremdkämpfer« auf die Matte gingen, war der Leistungsunterschied manchmal recht deutlich, wie beispielsweise der 30-Sekunden-Sieg von Fedor Zyuz (plus 90 kg) gegen den untergewichtigen, wenn auch technisch hoch versierten DJB-Ranglistenkämpfer Valentin Larasser mit Festhalter zeigte.

Eine beruhigende 8:2-Führung aus Teisendorfer Sicht brachte bereits nach dem ersten Durchgang die Entscheidung gegen die jungen Talente Grafings. Am Ende stand es 13:7 für Teisendorf, die mit Ralf und Stefan Böhm, Hans Wießbacher, Fritz Gasser, Markus Metzler, Sepp Schallinger, Herbert Kirchmaier, Carsten Zillmer, Herbert Eder und Fedor Zyuz kämpften. Die Liga-Neulinge aus Grafing kämpften gut mit und ließen sich nicht von großen Namen beirren.

Teisendorf dürfte in der Liga vorne mitkämpfen, wenngleich – nicht zuletzt auch aus der Doppelbelastung Bezirksliga und Regionalliga heraus – keinerlei Aufstiegsambitionen in Richtung Landesliga bestehen.

Aufnahmen vom Kampf zwischen dem TuS Prien und dem TuS Traunreut sind im Internet unter www.traunsteiner-tagblatt.de zu sehen. awi