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Faszinierende Feuershow als Höhepunkt

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In neuem »G'wand« präsentierte sich der Ruhpoldinger Championspark bei der Eröffnungsfeier des Biathlon-Weltcups 2014: Die Bühne wurde in eine Art Boxring verwandelt, wodurch die Nähe zum Publikum noch verbessert wurde. Von allen Seiten konnten die Athleten bestaunt werden, deren Einmarsch wieder eines der Glanzlichter der Veranstaltung bildete.


Doch auch sonst hatten die Organisatoren Hermann Hipf und Herbert Ringsgwandl erneut ein attraktives Programm für die etwa 4000 Besucher zusammengestellt. Höhepunkt und krönender Abschluss zugleich war eine beeindruckende Feuershow der Gruppe »Pyrostyx«, die mit dem mittlerweile schon traditionellen Feuerwerk kombiniert wurde.

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Claus Pichler, Bürgermeister von Ruhpolding und Chef des Organisationskomitees, sowie der stellvertretende Landrat Sepp Konhäuser hießen die Fans willkommen und stimmten sie auf die fünf Wettkampftage in der Chiemgau-Arena ein. »Der Biathlon-Weltcup ist die Sportveranstaltung Nummer eins im Landkreis«, betonte Konhäuser, »er beflügelt die gesamte Region – also auch die umliegenden Gemeinden – in wirtschaftlicher Hinsicht.« Höchsten Respekt habe er vor den mehr als 800 ehrenamtlichen Helfern, die dieses Sportspektakel überhaupt erst ermöglichen.

Die beiden Discjockeys Lumpi (Alexander Klammer) und Kroschi (Thomas Kroschinski) sorgten wieder für eine prächtige Stimmung: Wie schon im Vorjahr, so legte Kroschi beim Einmarsch der Nationen Titel auf, die zum jeweiligen Land passen. So ertönte beispielsweise der Abba-Hit »Waterloo«, als die Schweden den »Ring« betraten, oder Beatrice Eglis Schlager »Mein Herz, es brennt« als die Eidgenossen auf die Bühne kamen.

Die Moderatoren Harald von Knoerzer – seine Übersetzungen ins Deutsche waren ziemlich frei gewählt, aber trotzdem gelungen – und Geri Egger führten wieder in souveräner Manier durch den kurzweiligen Abend. Bei Interviews beziehungsweise humorvollen Einlagen kamen auch Sportler und Trainer zu Wort.

So ließen sich die Schweden um die sympathischen Biathleten Carl Johan Bergman und Björn Ferry nicht lumpen und sangen »Bruder Jakob«. Und der russische Trainer Wolfgang Pichler bat vor seinem Heim-Weltcup (»Ruahpading is hoid Ruahpading«) um Anfeuerung für seine Schützlinge: »Schreit's erst für die Deutschen – und dann für die Russen!«, forderte er das begeisterte Publikum auf.

Auch einige deutsche Biathlon-Asse wurden natürlich ans Mikrofon geholt. So fand Evi Sachenbacher-Stehle zunächst nicht die richtige Position um in die Kamera zu schauen, was Knoerzer so kommentierte: »Schau einfach auf die Leinwand, dann findest du uns: Du bist die Große und ich bin der Kleine!« Mit voller Motivation werde sie die Heimrennen in Angriff nehmen, versicherte die Reit im Winklerin.

Alles andere als bierernst ging's auch zu, als Andi Birnbacher interviewt wurde. Frage Knoerzer: »Wie viele Medaillen holst du bei Olympia?« – Antwort des Schlechingers: »Da Fritz (Fischer, d. Red.) schaut scho ganz bös ummer, da sag i jetz liaba nix!« Als Heimschläfer wolle »Birnei« in diesen Tagen Frau und Kind »auf die Couch ausquartieren«, um sich besser auf die Wettkämpfe konzentrieren zu können.

Selbst der Oberhofer Trainer Gerald Hönig, der für die deutschen Damen verantwortlich zeichnet, gab wenige Tage nach seinen Heimbewerben unumwunden zu, dass er sich sehr auf Ruhpolding freue – »allein schon wegen des Sauwetters, das wir in Oberhof hatten.«

Als schließlich der Vertreter der Internationalen Biathlon-Union (IBU), der Kanadier James Carrabre, den Weltcup für eröffnet erklärte, genossen die Besucher die tolle Feuershow und ließen den Abend in diversen »Hütten« auf zünftige Art und Weise ausklingen. cs