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Fast die Maximalausbeute geholt

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Zeigte einen guten Einsatz für den TSV Teisendorf: Robert Buendowski (rot-schwarzer Anzug) holte einen Sieg gegen den Böblinger Markus Minje, musste sich aber auch einmal gegen den starken Niklas Maik von München-Harteck beugen. Weitere Bilder von dieser Veranstaltung finden Sie unter www.traunsteiner-tagblatt.de/fotos. (Foto: Wittenzellner)

»Heute bin ich mir überhaupt nicht sicher wie das ausgeht«, hatte Teisendorfs Judo-Abteilungsleiter Konrad Gasser etwas vorsichtig auf die erste Begegnung seiner Regionalliga-Kämpfer gegen den SV Böblingen vorausgeblickt. In Bestbesetzung eine klare Sache für den TSV, doch diesmal fehlten einige Stammkräfte – so die gesamte »österreichische Fraktion«, die im eigenen Land im Einsatz war. Das Trainerduo Carsten Zillmer und Thomas Scholz musste umstellen – mit ungewissem Ausgang.


Doch es lief perfekt: Gegen Böblingen feierte Teisendorf einen 7:0-Erfolg. Gegen die SF München-Harteck gab es anschießend immerhin ein 3:3-Unentschieden.

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Dass sich die Teisendorfer gegen die nicht übermäßig stark angetretenen Baden-Württemberger, nicht die Butter vom Brot nehmen lassen würden, wurde schnell klar. Nur Sekunden brauchte Robert Buendowski (90 kg), um seinen Kontrahenten Markus Minje mit einem Tai-otoshi (Körperwurf) auf die Matte zu donnern. Fritz Gasser (66 kg) machte gegen Nico Schafhauser von Beginn an mächtig Druck. Auch hier kam mit einem Uchi-mata (Innenschenkelwurf) eine schnelle Entscheidung zu Gunsten des Heimkämpfers.

Eine gute kämpferische Leistung zeigte Markus Metzler (81 kg) gegen Falco Schulz. Beide hielten voll »dagegen«, der Böblinger wurde oft in die Defensive gedrängt und bekam drei Verwarnungen aufgebrummt. Am Ende siegte Metzler mit einem Konterwurf. Benedikt Schmid (60 kg) hatte mit Fabian Staber keinen leichten Stand, marschierte aber permanent vorwärts. Ein Armhebel beendete das Duell zweier Judoka, die großen Einsatz zeigten. Fedor Zyuz (plus 100 kg) war seinem Gegner Bernd Schweizer nicht nur gewichtsmäßig überlegen. Frühzeitig beendete er die Begegnung mit einer Kontertechnik. Simon Angerpointner (bis 100 kg), Pallinger in Teisendorfs Diensten, ließ aus seinem Festhalter für Robert Kollmannsthaler kein Entrinnen mehr. Den Abschluss bildete Adrian Kulisch (73 kg): Der Militärweltmeister und mehrmalige Deutsche Meister war gegen Mathias Krempels-Uribe jederzeit »Chef« auf der Matte – der schnelle Sieg war hochverdient. Ebenso hochverdient war das 7:0-Gesamtergebnis (Unterbewertung 70:0), das von den rund 100 Zuschauern bejubelt wurde.

Remis gegen München-Harteck

Schwieriger wurde es wie erwartet gegen die SF München-Harteck, die schon zuvor Böblingen mit 6:1 abgefertigt hatten. Angerpointner (90 kg) war schnell mit einem Fußfeger erfolgreich, bevor Gasser (66 kg) gegen den 37-jährigen Erich Ivinger ran musste, seines Zeichens ehemaliger Österreichischer Meister. Ivinger war stets brandgefährlich, Gasser hochkonzentriert. Beide Athleten schenkten sich nichts, konnten aber auch keine entscheidenden Wertungen anbringen.

Beide erhielten drei Verwarnungen, am Ende gab es ein gerechtes Unentschieden in einem Duell auf Zweitliga-Niveau.

Kulisch (81 kg) ging eine Gewichtsklasse nach oben mit dem Resultat, dass er sich gegen Lukas Brandstetter körperlich bis ans Limit verausgaben musste. Am Ende blieb der Ausnahmeathlet aus Prien Sieger. Schmid (60 kg) hatte mit Simon Hindrichsen einen aufopferungsvoll kämpfenden Gegner, der zum Ende der Begegnung hin disqualifiziert wurde.

Zyuz (plus 100 kg) kam gegen den körperlich ebenbürtigen Konrad Baur nicht in seinen Rhythmus. Unerlaubtes Beinfassen führte zur Disqualifikation des für Teisendorf antretenden Wahlmünchners.

Die Entscheidung über Sieg oder Unentschieden für die Teisendorfer beim Stande von 3:1 für die Heimmannschaft war Buendowskis Auftritt gegen Niklas Maik, den der Münchner mit Ippon gewann. Die Siegchance war durch Max Speckbacher (73 kg) noch da. Allerdings fasste er seinem Gegner Tobias Baumann unerlaubt an das Bein, mit der Folge, dass auch er disqualifiziert wurde. Somit endete das Mattenduell mit einem leistungsgerechten 3:3 (Unterbewertung 30:30).

»Schade, rückblickend muss man sagen, es wären zwei Siege drin gewesen. Aber ich freue mich über unsere drei Punkte, mit denen wir die kommenden Kämpfe etwas gelassener angehen können«, sagte Abteilungsleiter Konrad Gasser nach der Ausbeute von 3:1 Punkten.

Der nächste Kampftag steht für die Mannschaft am 10. Mai an. Dann muss die Gasser-Truppe in Ravensburg gegen die Hausherren und gegen Sindelfingen antreten. awi