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ESV und Ampfing sind die Transferkönige

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Seine Mannschaft geht als Titelfavorit in die Frühjahrsrunde: Adam Gawron, Trainer des SBC Traunstein. (Foto: Weitz)

Die Winterpause der Fußball-Bezirksliga Ost ist vorbei, der Saisonstart steht unmittelbar vor der Tür. Mit jeweils fünf Winter-Neuzugängen sind der TSV Ampfing und der ESV Freilassing die Transferkönige. Allerdings mussten beide Teams auch jeweils drei Mann ziehen lassen. Titelanwärter Nummer eins bleibt der von Trainer Adam Gawron betreute SB Chiemgau Traunstein, der die Tabelle mit drei Zählern Vorsprung vor dem SV/DJK Kolbermoor und deren sechs vor dem Dritten 1. FC Miesbach anführt. Insgesamt wurden von den 16 Vereinen 32 neue Spieler verpflichtet, denen 28 Abgänge gegenüberstehen.


Drei neue Trainer in der siebten Liga

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Auch drei neue Trainer schwingen in der siebten Liga das Zepter – alles Leute mit Profi-Erfahrung: Beim TSV Ampfing hat Günter Güttler das Kommando übernommen, beim SC Baldham-Vaterstetten Mike Probst (beide spielten schon für den FC Bayern München in der Bundesliga), und beim VfL Waldkraiburg steht jetzt Gzim Shala an der Seitenlinie. Der Ex-Ebersberger kickte früher selbst in der II. jugoslawischen beziehungsweise I. Kosovo-Liga. Bereits im Laufe der Herbstrunde hatte es in der Bezirksliga Ost vier weitere Trainerwechsel gegeben – und zwar beim SV Heimstetten II, TSV Ebersberg, SV Amerang und VfL Waldkraiburg.

Positive Transferbilanzen verzeichneten neben Ampfing und Freilassing während der Winterpause auch noch der SBC Traunstein (4 Zugänge/1 Abgang), der SV/DJK Kolbermoor (3/0), und der TSV Dorfen (1/0). Bei den anderen Vereinen hielten sich Neue und Abwanderer die Waage beziehungsweise überwog sogar die Zahl der Abwanderer – so etwa auch bei den drei Teams aus dem vorderen Tabellenbereich aus Miesbach, Kastl und Raubling.

Auch einige ligainterne Wechsel stechen ins Auge: So zog’s Philipp König von Ampfing nach Dorfen, holten die »Schweppermänner« dafür Wasti Huber (Raubling) und Liviu Pantea (Waldkraiburg/er ist jedoch wegen eines Einsatzes in der Halle noch lange gesperrt), und wechselte Simon Rott vom SB Rosenheim (wo er zahlreiche Einsätze in der »Zweiten« hatte) nach Traunstein.

Gar nicht in Bewegung geraten ist das Transferkarussell beim TSV Ebersberg: Der abstiegsbedrohte Tabellen-14. meldete weder Zu- noch Abgang. Positiv dagegen für die Grün-Weißen, dass die Mannschaft von Trainer Markus Volkmann die Vorbereitung ungeschlagen überstand.

Titel beziehungsweise Vizemeisterschaft werden wohl Traunstein, Kolbermoor, Miesbach und eventuell auch noch der Tabellenvierte Kastl untereinander ausmachen. Allerdings lief es auch bei diesen Clubs während der Vorbereitung nicht immer nach Plan. So blamierte sich der SBC mit einem 0:1 gegen den drei Klassen tiefer angesiedelten SC Vachendorf, und auf Miesbacher Seite klagt Trainer Bernd Weiß über erhebliche Personalsorgen im Offensivbereich.

Vor allem der Langzeit-Ausfall von Leistungsträger Andreas Schwinghammer (Mittelfußbruch) schmerzt bei den Kickern aus dem Oberland gewaltig, sodass Weiß mutmaßt: »Platz eins wird wohl schon zu weit weg sein für uns.« Nun müsse man »erst mal vernünftig reinkommen« in die Frühjahrsrunde, die pro Team noch elf Partien umfasst.

Favoriten geben sich bei Zielsetzung bescheiden

In Sachen Zielsetzung gaben sich die Favoriten eher bescheiden. Bei offiziellen Angaben nimmt man weder im Lager von Tabellenführer Traunstein (Pressesprecher Peter Mallmann: »Position halten«) Worte wie »Meister« oder wenigstens »Landesliga-Aufstieg« in den Mund noch bei den Verfolgern, die in erster Linie »weiterhin oben mitmischen« wollen.

Keine Ziel-Angabe hat der TSV Ampfing gemacht, doch es dürfte kein Geheimnis sein, dass die Güttler-Truppe – wie viele andere Teams der Liga – erst einmal den Ligaverbleib anpeilt, den die beiden Schlusslichter SB/DJK Rosenheim II und SV Amerang bei aktuell 14 beziehungsweise 12 Punkten Rückstand auf den Relegationsrang wohl kaum noch schaffen können. Sowohl das Wirkner-Team als auch die Kasparetti/Voit-Crew werden sich in der Saison 2015/16 mit hoher Wahrscheinlichkeit in der Kreisliga wiederfinden. cs