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ESV Freilassing ist heiß auf Revanche

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Auf ihn muss der SBC Traunstein möglicherweise nicht nur im Derby beim ESV Freilassing, sondern sogar längere Zeit verzichten: Torhüter Issa Nidaye, der sich eine Knieverletzung zugezogen hat. (Foto: Weitz)

Anziehungspunkt für zahlreiche Fußballfans ist am Samstag das ESV-Stadion an der Reichenhaller Straße: Dort steigt der Bezirksliga-Lokalhit ESV Freilassing gegen SB Chiemgau Traunstein mit Anstoß um 16 Uhr. Es ist das erste Rückrundenspiel der Saison 2014/15, wobei sich die Gastgeber höhere Einnahmen als bisher bei ESV-Heimspielen versprechen. »Wir erwarten uns erstmals in dieser Verbandsrunde volle Ränge«, so ESV-Abteilungsleiter Hans Gietl, »es ist nicht nur der Reiz des Derbys entscheidend, sondern auch die Tatsache, dass die Gäste der Herbst-meister sind.« Der ESV wolle sich mit aller Macht für die 1:3-Vorrunden-Niederlage revanchieren, betont Gietl.


Gawron: »Es wird für uns kein Spaziergang«

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Ins gleiche Horn stößt ESV-Teamchef Helmut Fraisl: »Gegen den Tabellenführer und Herbstmeister zu spielen ist immer eine geile Geschichte«, sagt er, »und wenn das dann noch dazu ein Derby ist, gibt’s die zusätzliche Würze. Da muss man niemanden motivieren, im Gegenteil: Da muss man schauen, dass wir nicht überdrehen.« Sein Team gehe »als absoluter Außenseiter ins Derby.« Dennoch werde man »wie immer versuchen alles abzurufen.« Wer schlussendlich spielen kann auf Gastgeber-Seite, bleibt bis kurz vor dem Anstoß offen. »Ich hab’ aber wenig Hoffnung, dass der eine oder andere Angeschlagene zur Verfügung steht. Nur Alexander Danglstätter hat seine Grippe auskuriert«, erklärt Fraisl.

Seine Truppe liegt übrigens nach Treffern (34) gemeinsam mit Traunstein an der Spitze. »Wir haben aufgrund unserer schwierigen personellen Situation nichts zu verlieren«, so Fraisl, »wie groß die Chance für uns schlussendlich ist, werden wir in den 90 Minuten sehen.«

SBC-Trainer Adam Gawron verweist trotz der Knieverletzung und des möglicherweise längeren Ausfalls von Torhüter Issa Ndiaye sowie des vermutlichen Fehlens von Abwehrakteur Max Bauer (Sprunggelenksverletzung) auf einen breiten Kader seiner Truppe. Für Ndiaye rückt entweder Andi Abfalter oder Cameron Frost ins Team. Wer von den beiden aufläuft, das entscheidet Gawron kurzfristig. »Es wird für uns kein Spaziergang, die Tagesform muss stimmen. Ich rechne mit einem knappen Ergebnis«, so Gawron.

Rainer Hörgl, Abteilungsleiter des SBC, beurteilt die als Tabellenführer abgeschlossene Halbserie und die erreichten 31 Punkte als sehr zufriedenstellend. »Von unserer Seite sind die bisherigen Ergebnisse okay. Ein Ruhekissen sind sie allerdings keineswegs. Die Verfolger Kolbermoor und Miesbach sowie die übrigen Mannschaften in Lauerstellung wie der ESV Freilassing liegen relativ eng beieinander, sodass noch lange nichts entschieden ist.«

Hörgl erwartet zwei Teams auf Augenhöhe

Hörgl erinnert an das Auftaktderby gegen die »Eisenbahner«, »das wir zwar gewinnen konnten, das aber insgesamt eine enge Kiste war.« Der SBC-Spartenboss erwartet auch diesmal zwei Teams auf Augenhöhe. Auch wenn die ESV-Mannschaft in letzter Zeit – den Ergebnissen nach zu urteilen – etwas wechselhaft spiele, seien die Offensive und das Konterspiel Stärken, die Hörgl als »absolut top« einstuft: »Ich denke, da sind die Freilassinger sogar die Besten in der Bezirksliga.«

Auf alle Fälle werde es ein heißer Tanz im ESV-Stadion – »und unser Team muss schon eine ähnlich gute Leistung bringen wie zuletzt beim 2:1 in Kolbermoor.« Natürlich strebe der SBC wieder einen Dreier – es wäre der zehnte Saisonsieg – an, »doch auch eine Punkteteilung wäre schon ein gutes Ergebnis für uns.« Hörgl selbst wird übrigens erstmals in dieser Saison bei einem Spiel seiner Mannschaft aus beruflichen Gründen abwesend sein. schl