»Es wird ein langer und harter Winter«

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Ihr großes Ziel sind die Olympischen Winterspiele 2022 in Peking: Biathletin Lena Häcki, hier während des Trainings in der Ruhpoldinger Chiemgau-Arena. (Foto: Wukits) Foto: Ernst Wukits

Noch dauert es, bis es für die Wintersportler zu den ersten Wettkämpfen auf Schnee geht. Allerdings heißt es jetzt im August, sich langsam um den Feinschliff zu kümmern, schließlich stehen in diesem Winter die Olympischen Spiele von Peking auf dem Programm.


Mitten in der Vorbereitung sind auch die Biathleten – und viele von ihnen tummeln sich zum Training in der Ruhpoldinger-Chiemgau Arena. So auch die Schweizerin Lena Häcki. Für sie ist Ruhpolding eine Art zweite Heimat. Die 26-Jährige wohnt in der Gemeinde zusammen mit ihrem Verlobten Marco Groß.

Eine Woche lang konnte sie im Stadion am Zirmberg unter seiner Anleitung ein strammes Programm durchziehen. »Er hat das gut gemacht und hat auch als Trainer ein gutes Händchen und großes Talent«, lobte Häcki die Betreuung durch Groß. Der Schwerpunkt liegt momentan beim Schießen und Laufen sowie dem Grundlagentraining. Wenn die Schweizerin nicht gerade im Chiemgau trainiert, ist sie mit dem neunköpfigen Schweizer Team unterwegs, zu dem unter anderem die Gasparin-Schwestern und zwei junge Nachwuchstalente gehören.

Trainerin ist die Österreicherin Sandra Flunger, sie hat für diesen Sommer wieder einen umfangreichen Trainingsplan ausgeklügelt. So sind die Schweizerinnen an verschiedenen Biathlon-Standorten unterwegs, zum Beispiel diese Woche in Oberhof, später in Martell und Hochfilzen. »Wir treffen da jedes Mal auf andere Bedingungen und verschiedene Schießstände. Da können wir uns immer den Gegebenheiten anpassen«, erklärt Häcki.

Höhepunkt in diesem Winter sind im Februar 2022 die Olympischen Winterspiele in Peking. Da ist zwar noch einiges an Zeit hin, aber… »Ich schaue aktuell die Spiele in Tokio und daher ist jetzt schon ein gewisses Feeling vorhanden. Vor allem weil unsere Schweizer Sportler sehr erfolgreich sind«, freut sich die Engelbergerin, die nach einer kurzen Pause nach der Saison im Frühjahr in der Lenzerheide ins Training eingestiegen ist. »Da hat es sogar geschneit, das war mit dem Skiroller gar nicht so einfach«, erinnert sie sich. Im vergangenen Winter wurde sie bei der WM in Pokljuka im Sprint Siebte und beim Weltcupfinale in Östersund im Massenstart Vierte. Durch die Vorbereitung kam sie bisher ganz gut durch, in der neuen Saison will sie konstant auf hohem Niveau unterwegs sein.

»Es wird ein langer und harter Winter. Ich möchte so schnell wie möglich die Qualifikation für Peking erreichen. So kann man die wichtigen Weltcups im Januar entspannter angehen«, nimmt sie sich vor. Wichtig ist es ihr aber auch, noch mehr auf ihren Körper zu hören. »Es muss mir mental gut gehen.« Immerhin konnte sie in der vergangenen Saison ihre Schießleistung um zehn Prozent steigern. Im Laufen habe sie noch Luft nach oben weiß sie – »manchmal war es etwas mühevoll.« Eine erste Standortbestimmung gibt es für Lena Häcki Mitte August, da wird sie beim City-Biathlon in Wiesbaden an den Start gehen.

SHu

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