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Verdienstnadeln vom Bayerischen Landessportverband erhielten (von links) Josef Hofmann, Simon Geierstanger, Lena Mader, Alexandra Gröbner und Helmut Bauer überreicht. (Foto: Babl)

»Es wäre schade um den Verein«

Der TSV 1888 Waging ist ein sportlich erfolgreicher und gut funktionierender Verein. Doch auch nach der Jahreshauptversammlung im Strandkurhaus Waging steht der Verein ohne Führung für die Zukunft da. Denn die Vereinsführung mit Barbara Reschberger (1. Vorstand), Bernhard Greindl (2. Vorstand) und Silvia Braun (3. Vorstand) will – wie schon zuvor angekündigt – ihre Ämter aufgeben. Doch weder im Vorfeld der Versammlung noch beid er Jahreshauptversammlung selbst stellten sich mögliche Kandidaten zur Verfügung. Daher muss nun eine außerordentliche Versammlung folgen, die voraussichtlich Ende April stattfinden wird. 


Bei der gut besuchten Jahreshauptversammlung bedankte sich Vorsitzende Barbara Reschberge bei den Abteilungsleitern für den Zusammenhalt und die Geduld, die sie während der pandemiebedingt weitgehend sportlosen Monate aufgebracht hatten. Sie zeigte sich begeistert davon, wie diese trotz der widrigen Umstände alles am Laufen gehalten hätten.

Reschberger betonte wiederum, dass sie ihr Amt niederlegen, ebenso wie Bernhard Greindl und Silvia Braun. Somit gelte es, Nachfolger zu suchen. »Jeder, der sich dazu entschließen könnte, hätte in den anderen Vorstandskollegen, die ein gut eingespieltes und erfahrenes Team sind, und bei anfänglichen Problemen wären immer kompetente Helfer zur Hand«, warb die Erste Vorsitzende. Da im Vorfeld der Versammlung noch keine willigen Kandidaten gefunden worden waren, versuchte Bürgermeister Hias Baderhuber, die anwesenden Mitglieder zu animieren, jemanden aus ihrem Kreis für einen der Vorstandsposten vorzuschlagen. Dieses Vorgehen war jedoch nicht von Erfolg gekrönt, und die Neuwahlen mussten wegen fehlender Kandidaten auf Ende April in eine außerordentliche Versammlung verschoben werden.

Barbara Reschberger appellierte noch einmal eindringlich an alle Anwesenden, die Mitglieder sollten »doch bitte noch einmal in sich gehen, ob nicht doch eine Möglichkeit bestünde, sich noch für ein Amt in der Vorstandschaft zu entscheiden.« Sie fügte resigniert an: »Es wäre schade um den Verein, wenn dieser mangels Vorsitzender aufgelöst werden müsste.«

Dabei funktioniert das Vereinsleben sehr gut. Dies betonte auch Bürgermeister Baderhuber. Er sagte: » Was ihr in die Hand nehmt, das haut hin.« Als Beispiel nannte er das »Zeltl`n«, der reibungslose Ablauf dieser Veranstaltungsreihe in der Bergader-Arena sei beispielhaft. Er bedauerte, dass diese Jahreshauptversammlung die letzte mit der bestehenden Vorstandschaft sei und bedankte sich bei den scheidenden Vorständen für ihren Einsatz.

Die Berichte der einzelnen Abteilungen fielen wegen der vielen ausgefallenen Veranstaltungen sehr kurz aus. Dennoch blickten die Abteilungsleiter mit frohem Mut nach vorne auf die neue Saison, in der bei vielen das Training bereits wieder aufgenommen werden konnte. Einige Abteilungen berichteten auch von großen sportlichen Erfolgen ihrer Schützlinge.

Helmut Bauer, Ehrenamtsbeauftragter des Vereins, ehrte im Anschluss langjährige Mitglieder. In Abwesenheit ehrte er für 50 Jahre Mitgliedschaft Hermann Harbeck, Hubert Heigermoser und Josef Sommerauer, für 60 Jahre im Verein Horst Kirchner und Alois Zopf. Jeweils für 25 Jahre nahmen Robert Stief und Helmut Huber eine kleine Aufmerksamkeit persönlich entgegen. Luise Sternhuber, Stephanie Wimmer und Silvia Braun, jeweils 40 Jahre im Verein, reihten sich in die Riege der anwesenden Geehrten ein. Für langjährige Tätigkeiten im TSV zeigte Bauer den Übungsleiterinnen Erika Amann (20 Jahre ÜL Damengymnastik), Heidi Lovasz und Andrea Hagleitner (20 Jahre ÜL Eltern-Kind-Turnen), Christine Praxenthaler und Simone Hirschhalmer (20 Jahre ÜL Turnen), Susanne Barmbichler (15 Jahre ÜL Turnen) und Silvia Braun (10 Jahre ÜL Lauftreff) seine Anerkennung. Seit 15 Jahren ist Doreen Fitzner Fußballschiedsrichterin für den Verein und Kurt Pirner schon sagenhafte 50 Jahre.

Mit der Verdienstnadel in Gold vom Bayerischen Landessportverband wurde Simon Geierstanger geehrt. Die Verdienstnadel in Bronze mit Kranz, verliehen für sehr lange Tätigkeit, erhielten Helmut Bauer, Alexandra Gröbner, Josef Hofmann und Lena Mader.

Für besonders herausragende Wettkampfleistungen im Powerlifting ehrte Helmut Bauer Bernhard Kreindl (ab 40 Masters II - 74 kg) und Carola Jungwirt (Ladys Master I - 69 kg), die bei der Europameisterschaft im Kraftdreikampf in Pilsen (Tschechien) den 2. und 3. Platz belegt hatten.

Die junge Sportlerin Franziska Mayer turnte sich in der Leistungsklasse II in der bayerischen Qualifikation auf den 2. Platz, und im Deutschlandcup auf Platz 12. Für diese großartige Leistung bekam sie von Bürgermeister Baderhuber einen gläsernen Pokal überreicht.

Die Verabschiedung von verdienten Abteilungs- und Übungsleitern fiel ebenfalls ins Ressort von Helmut Bauer. Er bedankte sich bei Bernhard Seehuber (Abteilungsleiter Fußball), Ernst Rotter (Fußball Jugend Großfeld), Sofia Erlacher (ÜL Gerätturnen), Michaela Bendrat (stellv. Abtl. Skater Hockey), den drei Übungsleiterinnen im Kinderturnen Beate Stockhammer, Katrin Irlacher und Elisabeth Mayer.

Zu guter Letzt verabschiedete er die Mitbegründerin des Lauftreffs, Hilde Krasauskeite, die diesen 35 Jahre lang organisiert hatte und natürlich immer selbst beim Laufen mit von der Partie war. Jedoch bleibt Hilde Krasauskeite dem Verein mit der Übungsleitung der Rückenschule weiter erhalten.

lb

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