weather-image
20°

»Es steht alles ziemlich in den Sternen«

5.0
5.0
Bildtext einblenden
Flott um die Kurven geht es für Supermoto-Pilot Peter Mayerbüchler aus Inzell nicht nur auf der Asphaltstrecke, sondern auch im Offroad-Teil bei den Rennen der Internationalen DM. Derzeit muss der 23-Jährige aber abwarten, wann der erste Wettbewerb der Saison über die Bühne gehen kann. (Foto: Supermoto Hobbyfotografie)

Im Wartestand befinden sich wegen der Corona-Pandemie derzeit viele Sportler. Das gilt auch für Motorsportler Peter Mayerbüchler aus Inzell: »Es steht im Moment alles ziemlich in den Sternen«, weiß der Supermoto-Pilot, dass er noch abwarten muss.


Denn die ersten Rennen wurden bereits abgesagt: Sowohl die Wettbewerbe in Harsewinkel (18./19. April) als auch in Großenhain (Saarland/9./10. Mai) und St. Wendel (6./7. Juni) wurden bereits definitiv verlegt. Wie es mit dem nächsten Lauf in Schleiz (27./28. Juni) aussieht, ist noch offen. Weitere Veranstaltungen wären in Cheb (Eger/Tschechien) am 4./5. Juli, Schaafheim (5./6. September) und Oschersleben (19./20. September) vorgesehen.

Anzeige

Mayerbüchler fährt in der Internationalen Deutschen Supermoto-Meisterschaft in der höchsten Leistungskategorie S 1. Er tritt dort mit einer Yamaha YZF 450 an und ist heuer in seiner Klasse der einzige Yamaha- Pilot. Das aber »ist kein Nachteil. Ich fahre die Maschine im vierten Jahr in Folge und komme damit super zurecht, die passt mir gut. Ich sehe mich damit gut gerüstet.« Zumal er nun ein neues Fahrwerk gekauft und eingebaut hat, »und das hat beim ersten Test gut funktioniert.« Fahren konnte Mayerbüchler kürzlich in Sachsen, »wo die Strecken unter Auflagen wieder offen haben.« In dieser Woche konnte er zudem erstmals auf freier Strecke in Unterreith fahren, ansonsten ist es in der Region ohnehin schwierig, Trainingsstrecken zu finden. »Aber ich bin froh, dass wir überhaupt wieder etwas machen können.«

Die Faszination Supermoto besteht für Mayerbüchler darin, dass teils auf einer Asphaltstrecke, teils auf einer Geländestrecke gefahren wird. Und während auf der Asphaltstrecke – je nach Länge der Gerade – bis zu 170 Stundenkilometer an Geschwindigkeit erreicht würden, sei es gerade die Mischung der zwei unterschiedlichen Streckenteile, die den Reiz der Sportart ausmache. Zumal »die Entscheidung meist im Offroad-Teil fällt, das ist ja das Schwierigste.«

Die ersten Rennen wurden übrigens nicht nur abgesagt, weil es keine grundsätzliche behördliche Genehmigung dafür gegeben hätte. »Aber die Veranstalter brauchen die Zuschauereinnahmen. Normalerweise sind dort mehrere tausend Fans, und das wird so nicht genehmigt.«

Langweilig wird es dem Inzeller aber ohnehin nicht. Sein Maschinenbau-Studium, das er normalerweise in Rosenheim absolviert, nehme ohnehin in der Woche »35 bis 40 Stunden« Zeit ein. »Davon sind ungefähr die Hälfte zeitlich festgelegte Vorlesungen – auch wenn es die jetzt eben per Video am Laptop gibt. Der Informationsfluss ist in Ordnung, aber es ist schon eine zähe Partie.« Günstig für ihn: Der Rest der Zeit sei für »Übungen und Projekte« nötig, »und die kann man sich freier einteilen. Daher lässt sich das mit dem Training schon machen«.

Denn auch ohne Motorradfahren kann er viel für die körperliche Fitness tun. »Ich nutze viel und gerne die Berge – vor allem zum Laufen und Mountainbiken, das ist super für die Kraft-Ausdauer.« Im Winter »gehe ich Skilanglaufen oder normal Joggen.«

So fehlt derzeit am ehesten die Fahrpraxis. Und das für eine Saison, in der sich der Inzeller schon einiges vorgenommen hatte. »Ich hoffe jetzt erstmal, dass es losgeht. Ich wollte mich auf die DM konzentrieren und da möglichst unter die besten Fünf der Gesamtwertung kommen.« Platzierungen in diesem Bereich »sind mir im Vorjahr schon vereinzelt gelungen.« Da jedoch auch ein Rennen für ihn ganz ausfiel, wurde er DM-Zehnter. In der Österreichischen Meisterschaft wurde er – weil er einmal wegen eines Motorschadens ebenfalls ohne Punkte blieb – Gesamtvierter. Er hatte dabei mehrfach Podestplätze verbucht.

So wartet der 23-Jährige jetzt vor allem darauf, dass auch wieder Rennen gefahren werden dürfen. Für diese will er möglichst gut vorbereitet sein – und in sportlicher Hinsicht »nach den Sternen« greifen. who

Mehr aus Traunstein
Mehr aus Traunstein