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Es fehlt derzeit an der »geistigen Frische«

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Er brachte den SV Kirchanschöring mit 1:0 in Führung: Bernd Eimannsberger. Doch letztlich unterlag der SVK nach einer schwachen Leistung in der zweiten Halbzeit in Holzkirchen noch mit 2:4. (Foto: Butzhammer)

Vor 150 Zuschauern verlor der SV Kirchanschöring am Mittwoch beim TuS Holzkirchen mit 4:2 (1:1) und steckt damit tiefer denn je im Abstiegsstrudel in der Bayernliga Süd.


Dabei gingen die Gelb-Schwarzen sogar in Führung, nach einem Foul von Benedict Gulielmo an Florian Hofmann zeigte Schiedsrichter Michael Bacher auf den Punkt, Bernd Eimannsberger ließ sich die Chance nicht entgehen und verwandelte den fälligen Foulelfmeter oben rechts (39. Minute). Die Leistung sei bis dahin »sehr gut gewesen«, meinte SVK-Trainer Michael Kostner, doch die Freude währte auf SVK-Seite nur kurz: Mit dem Pausenpfiff zirkelte Marco Höferth einen Freistoß über die Mauer ins rechte Eck zum 1:1-Ausgleich (44.).

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Bis dahin habe seine Mannschaft einige Chancen gehabt, mit einer höheren Führung in die Pause zu gehen, sagte Kostner. »Du machst das nicht, machst nicht den Deckel drauf und baust den Gegner eine Minute vor der Halbzeit wieder auf.«

Kurz nach der Pause der nächste Dämpfer für den SVK: Eine Flanke von Markus Mayer köpfte Stefan Lechner zur 2:1-Führung für den Aufsteiger ein (50.). Wenige Minuten später folgte sogar das 3:1, Josef Sontheim bediente mit einer flachen Hereingabe Franz Fischer und der versenkte das Leder im SVK-Tor (57.). »Ein schöner Spielzug durchs Mittelfeld« so Kostner, da seien seine Männer »viel zu weit weg gestanden«. Eine Viertelstunde vor dem Ende folgte das 4:1 für den TuS – nach einem langen Ball aus dem Mittelfeld, wie Kostner analysierte. Mitten durch die »Schnittstelle« der SVK-Innenverteidigung setzte sich Sebastian Hahn durch und schoss ins lange Eck (75.). Das 4:2 für den SVK durch Tobias Schild, der das Leder von links kommend rechts unten versenkte, bedeutete den Endstand (89.).

Laut Kostner habe sich die Mannschaft trotz des Rückstands nicht aufgegeben, »meine Jungs haben es versucht und versucht, aber die zweite Halbzeit war einfach schlecht«, urteilte der SVK-Coach. »Wir sind in manchen Situationen einfach nicht bayernliga-tauglich, das habe ich den Spielern auch gesagt.« Da würden zu einfache Fehler passieren, Stellungsfehler, die nichts mit Qualität zu tun hätten, in seinen Augen fehle es an »geistiger Frische und mitdenken im Spiel« – da sei vor allem der zweite Gegentreffer symptomatisch gewesen. Der Gegenspieler sei nach einem kurzen Laufweg völlig frei gestanden, da erwarte er selbst von einem Kreisklassen-Spieler »dass er seinen Mann deckt, das ist das Mindeste«. Mit dem Rückstand wären »natürlich die Köpfe nach unten« gegangen, der Gegner habe sehr gut den Ball laufen lassen, während die SVK-Spieler immer zu spät kamen. Holzkirchen zeigte damit Selbstvertrauen, während seine Schützlinge »sehr geknickt« gewesen wären.

So blickt Kostner bereits auf das letzte Bayernliga-Heimspiel der Saison am Samstag (14 Uhr) gegen Schwaben Augsburg. »Da müssen die Jungs nochmals alles raushauen. Die Mannschaft muss sogar noch mehr fighten als sonst, jeder muss eine Schippe drauflegen«, fordert Kostner. Er stellt klar: »Es gibt jetzt auch keine Ausreden mehr.«

TuS Holzkirchen: Zeisel, Baumann, Doppler, Hahn (84. Ljumani), Gulielmo, Lechner, Korkor, Höferth, Fischer, Sontheim (80. Allgeier), Mayer (72. Pummer).

SV Kirchanschöring: Zmugg, Eder, Opara (58. Kart), Willinger, Köck, Streibl (76. Wallisch), Stöger (58. Gürcan), Eimannsberger, Hofmann, Schild, Sturm.

Tore: 0:1 Eimannsberger (39.), 1:1 Höferth (44.), 2:1 Lechner (50.), 3:1 Fischer (57.), 4:1 Hahn (75.), 4:2 Schild (89.).

Schiedsrichter: Michael Bacher (SV Amerang).

Zuschauer: 150. mw

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