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Erstes »Spitzenspiel« in Hankofen-Hailing

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Auf ihn muss der SV Kirchanschöring diesmal verzichten: Yunus Karayün (am Ball), hier vor Erlbachs Christoph Jäger. (Foto: Butzhammer

Zu einem »kleinen Spitzenspiel« der 2. Runde reist der Fußball-Bayernligist SV Kirchanschöring am heutigen Mittwoch (Anstoß um 18.30 Uhr) in den Landkreis Straubing-Bogen zur SpVgg Hankofen-Hailing. Beide Teams haben ihr Auftaktduell gewonnen, der SVK mit 2:0 gegen die Drittliga-Reserve von Jahn Regensburg, die Niederbayern mit 4:2 beim TSV Dachau 1865.


Die Gelb-Schwarzen hoffen, dass sie auch in ihrer zweiten Bayernliga-Saison wieder von den Fans so toll bei Auswärtsspielen unterstützt werden. »Vielleicht organisieren sich noch weitere Fahrgemeinschaften. Nach Hankofen-Hailing in Leiblfing ist es dann doch keine Weltreise, und das Stadion dort ist schön«, so Michael Wengler aus dem SVK-Medienteam.

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»Auch die Gegner sind wirklich beeindruckt»

Was bei den Kirchanschöringer Zuschauern ablaufe, sei »sensationell«, findet Wengler. »Die Gegner sind bei unseren Heimspielen wirklich beeindruckt von unserer Kulisse und der Stimmung. Das ist in der Bayernliga Süd einmalig.« Die Art und Weise, wie die Zuschauer mitfiebern und die Mannschaft unterstützen – auch in schwierigen Situationen – sei für das Team sehr wichtig. »Das sagen die Spieler immer wieder. Es macht ihnen Spaß, vor so vielen Zuschauern spielen zu dürfen.«

Eine große Überraschung, selbst für viele Insider, war am vergangenen Samstag die Einwechslung von Spielertrainer Patrick Mölzl, zumal der Ex-Profi sich in der Vorbereitung nur im wenig aussagekräftigen Test gegen die Wintersport-Asse eingesetzt hatte. Insofern darf man gespannt sein, welche personellen Schachzüge Mölzl diesmal auf Lager hat. Verzichten muss er auf Winter-Neuzugang Yunus Karayün, der sich gegen den Jahn einen Muskelfaserriss zugezogen hat und wohl ein paar Wochen Zwangspause einlegen muss.

Dieser Ausfall ist natürlich schon ein herber Verlust, zumal mit der SpVgg – trainiert von Ex-Profi Vitus Nagorny – eine Truppe wartet, die in der vergangenen Saison eine fast so starke Rückrunde wie der SVK auf den Rasen gezaubert hat. Im Klassement der zweiten Saisonhälfte 2015/16 belegten die Rot-Weißen Rang sieben – mit nur einem Zähler weniger als »Anschöring«.

»Das sagt schon einiges über diesen Gegner«, so Mölzl, »uns ist auch klar, dass es sauschwer wird.« Hankofen habe eine »sehr gute Mannschaft«, die mit dem Sieg in Dachau optimal gestartet sei, so der Spielertrainer der Gäste – »aber wir sind auch gut gestartet«, fügt er selbstbewusst hinzu.

Die Hankofener hatten in Dachau zwischen der 52. und 62. Minute eine schnelle 3:0-Führung vorgelegt und danach – trotz der beiden Gegentore – nicht mehr viel anbrennen lassen. Dennoch bleibt man im Lager der SpVgg bescheiden und spricht von den ersten drei Punkten gegen den Abstieg. »In der ersten Halbzeit sind wir in Dachau defensiv sehr, sehr gut gestanden«, resümierte Nagorny. Doch vom SVK werde seinem Team »um einiges mehr abverlangt, denn die Kirchanschöringer sind noch etwas zielstrebiger in Richtung Tor. Aber eines ist klar: Wir haben letzte Saison beide Spiele gegen Kirchanschöring verloren (1:2 zu Hause, 0:1 auswärts, d. Red.) und haben da etwas in eine andere Bahn zu bringen.« cs