weather-image
20°

Erster SVK-Heimsieg in der Bayernliga

5.0
5.0
Bildtext einblenden
Tobias Schild (rechts) brachte Kirchanschöring gegen Dachau bereits in der 13. Minute in Führung. Dachaus Fabian Lamotte konnte den Treffer nicht verhindern. (Foto: Butzhammer)

SV Kirchanschöring: Kracker, Eder, Höller (90. Schmidhuber), Gürcan, Mölzl, Söll (77. Willinger), Eimannsberger, Hofmann, Schild (66. Heinrich), Sturm, Jung.


TSV 1865 Dachau: Mayer, Hutterer, Lamotte, Weiser, Onyemaeke (59. Wargalla), Maurer, Brey (46. Wolf), Hübl, Schäffer, Negele, Lippert.

Anzeige

Schiedsrichter: Zagovic (Salzburg).

Zuschauer: 450.

Tore: 1:0 Schild (13.), 2:0 Höller (19.), 2:1 Lamotte (50.), 3:1 Mölzl (72.), 3:2 Maurer (88.).

Rote Karte: Jung (90.).

Erstmals in der Geschichte der Fußball-Bayernliga bleiben drei Punkte im Landkreis Traunstein: Der SV Kirchanschöring hat seinen ersten Heimsieg geholt. Vor rund 450 Zuschauern gewann der SVK gegen den favorisierten Tabellenachten, den TSV 1865 Dachau.

Abgekämpft aber entsprechend froh über den ersten Heim-Dreier war SVK-Trainer Patrick Mölzl nach dem Schlusspfiff: »Wir sind super ins Spiel gekommen und haben zwei frühe Tore gemacht«, lobte er.

Der SVK hätte in der zehnten Minute bereits in Führung gehen können: Manuel Jung nutzte einen Fehler der Gäste, steuerte alleine auf Torwart Maximilian Mayer zu, doch der parierte in höchster Not zur Ecke. Drei Minuten später klingelte es aber im Kasten: Jung spielte Doppelpass mit Josef Höller, der flankte von der Grundlinie, den Abpraller aus der Dachauer Abwehr nutzte Tobias Schild und versenkte den Ball aus elf Meter unhaltbar im linken unteren Eck.

Fünf Minuten später das 2:0: Nach einem weiten Einwurf von Max Sturm legte Schild gekonnt auf Jung ab, der schickte Höller mustergültig in die Tiefe und »Jose« schob die Kugel frech durch die Beine des herauseilenden TSV-Torwarts Mayer. Dachau blieb in der ersten Hälfte ohne nennenswerte Großchance.

In der zweiten Halbzeit habe der Gegner hinten nur noch mit drei Mann gespielt, so Kirchanschörings Trainer Patrick Mölzl, und »gedrückt ohne Ende«. Die Gastgeber versäumtes es jedoch, »den Sack zu zumachen«, mit den »drei, vier hundertprozentigen Torchancen«. Dachau war für Mölzl »die spielstärkste Mannschaft«, die bisher in Kirchanschöring war, was »enorm Kraft« gekostet habe. Dadurch sei sein Team »bei den beiden Standards unkonzentriert gewesen«. Ärgerlich war, »dass wir am Ende wieder zittern mussten«.

Der Anschlusstreffer für die Gäste fiel nur fünf Minuten nach dem Wiederanpfiff: Nach einem Eckball von der linken Seite vom eingewechselten Florian Wolf stieg Fabian Lamotte am Fünfmeterraum am höchsten und köpfte das Leder ins Netz. Die Gelb-Schwarzen waren jedoch keinesfalls geschockt, Yasin Gürcan und abermals Jung hätten die SVK-Führung sogar ausbauen müssen.

Die Vorentscheidung fiel jedoch erst in der 72. Spielminute. Patrick Mölzl tankte sich im Mittelfeld zum Sechzehner durch und wurde gefoult. Den fälligen Freistoß verwandelte der Spielertrainer selbst vom rechten Sechzehner-Eck über die Drei-Mann-Mauer hinweg als Aufsetzer sehenswert und unhaltbar ins rechte Eck des Gästetores.

Die 3:1-Führung bedeutete allerdings keine ruhige Schlussphase. In der 88. Minute erhielten die Gäste einen Freistoß auf Höhe der Strafraumgrenze. Christian Lippert zog das Leder vors Tor, dort schraubte sich Julian Maurer in die Höhe und köpfte zum 3:2-Anschlusstreffer ein.

Danach wurde es hektisch. In der 90. Minute holte SVK-Stürmer Jung im Mittelfeld Michael Hutterer unnötig von den Beinen, Schiedsrichter Vahid Zagovic zeigte nach einer Rudelbildung Rot – der einzige Wermutstropfen beim ersten Kirchanschöringer Heimsieg in der Bayernliga.

Gästetrainer Marcel Richter sprach von einem »absolut verdienten Sieg«, weil seine Mannschaft »die kompletten 90 Minuten gar nicht auf dem Platz war«. In der ersten halben Stunde hatte er den Eindruck »als würden wir noch im Bus sitzen«. Sein Team habe es mit »Stockfehlern oder Fehlpässen« dem SVK »relativ leicht gemacht«. Das haben die Gelb-Schwarzen »eiskalt ausgenutzt«. mw